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    Do Revenge

    Jan Wernervon Jan Werner16. September 2022Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    DO REVENGE - (L-R) Maya Hawke as Eleanor and Camila Mendes as Drea in Do Revenge. Cr. Kim Simms/Netflix © 2022.
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    Zahlreiche Serien-Jungstars geben sich in der Netflixproduktion Do Revenge die Klinke in die Hand. Hat die schwarze Komödie aber auch genug Biss, um als zeitgemäßer Kommentar zu Social Media und Co. zu funktionieren?

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    Das Poster zu Do Revenge
    Das Poster zu Do Revenge © Netflix

    Do Revenge – Die offizielle Handlungsangabe

    Drea (Camila Mendes) befindet sich auf dem Höhepunkt ihrer Highschool-Macht als Alpha-It-Girl auf dem Campus, als ihr ganzes Leben plötzlich in Flammen aufgeht, weil die ganze Schule ein Sextape von ihr zu sehen bekommt, das angeblich von ihrem Freund und König der Schule Max (Austin Abrams) stammt. Eleanor (Maya Hawke) ist neu an der Schule und etwas linkisch. Sie ärgert sich, dass sie jetzt mit ihrer alten Widersacherin Carissa (Ava Capri) gemeinsam zur Schule gehen muss, die bereits im Sommercamp, an dem beide mit 13 Jahren teilgenommen haben, böse Gerüchte verbreitet hat. Nach einer heimlichen Begegnung im Tenniscamp schließen Drea und Eleanor eine erstaunliche und ebenso geheime Freundschaft, um sich die Peiniger der jeweils anderen vorzuknöpfen.

    Nach merkwürdigem Einstieg…

    Schon der Beginn von Do Revenge versucht den Eindruck zu vermitteln, dass diese Tragikomödie eine bitterböse Abrechnung mit der „Generation Instagram“ sein soll. Die Partyszene spiegelt quasi die Social-Media-Scheinwelt fast eins zu eins in die Realität des Films: Falsche Freundschaften werden entlarvt, ein klischeehafter Sexvideo-Leak sorgt dafür, dass die Cinderella-Geschichte ein jähes Ende nimmt. Und plötzlich sieht sich die Gefallene am Scheideweg zwischen Rache und Akzeptanz. Die Inszenierung der ersten Minuten bevor die Protagonistinnen Eleanor und Drea aufeinandertreffen suggeriert womöglich sogar bewusst einen vollkommen falschen Eindruck der Tonalität des Films – und passt dazu perfekt zur Aussage über die Falschheit in Zeiten von Instagram und Co..

    … folgt ein wendungsreiches Mitteldrittel und ein vorhersehbarer Schlussakt

    Sobald sich jedoch die beiden jungen Frauen dann treffen, offenbart sich erst, worauf die Geschichte tatsächlich abzielt: Do Revenge ist über weite Strecken als Persiflage auf die jüngsten Entwicklungen an erfolgreichen Highschool-Filmen und -Serien zu verstehen. Man möchte mit Tote Mädchen lügen nicht Schlitten fahren und Love, Simon in seinem Kitsch enttarnen. Das Spiel mit den Klischees fängt schon bei der Musik an, die zwar extrem gut gewählt ist, aber auch immer einen Tick zu laut und lang ausgespielt wird. Trotzdem war es schön, „Kids in America“ von Kim Wilde zu hören – wenn auch hier passend zur Fake-Thematik – nur in einer modernen Coverversion. Auch dass alle Darsteller um die zehn Jahre zu alt sind, um als echte Highschool-Schüler durchzugehen, ist ein gängiges Bild, das sich im Genre seit jeher immer wieder zeigt.

    Ich bin Frankenstein und du bist Frankensteins geile Bitch!

    Ebenso jagt im Rahmen des Racheplots von Eleanor und Drea eine Wendung die nächste. Auch das ist eigentlich zu viel des Guten und würde in anderen Filmen schnell dazu führen, dass sich das Publikum von Ungläubigkeit geplagt abwendet. Doch hier ist das Setting ohnehin von Übertreibung, Überstilisierung und Spiel mit Genrekonventionen geprägt, sodass man die Twists so hinnimmt. Problematisch ist womöglich nur, dass die großen, dann doch als Überraschung konzipierten Twists schon sehr vorhersehbar sind und auch das Ende niemanden vom Hocker hauen wird, der eben in dem Genre, das hier scheinbar aufs Korn genommen wird, zuhause ist. Denn streckenweise verliert sich die Bissigkeit etwas und man fällt doch zu sehr in die Muster zurück, die man eigentlich doch veralbern wollte.

    Rish Shah als Russ und Camila Mendes als Drea in Do Revenge küssen sich vor einigen knallbunten Leinwänden in einem Atelier.
    Rish Shah als Russ und Camila Mendes als Drea in Do Revenge © Netflix

    Do Revenge regt im Genre-Korsett doch Diskussionen an…

    Und auch wenn im Kern die Persiflage doch eine waschechte RomCom ist, stecken in den knapp zwei Stunden einige Ansätze, die dem Anspruch zur Diskussion anzuregen, gerecht werden. Do Revenge erzählt von einer Rachespirale, die sich nach dem Tausch ihrer Plätze in den jeweiligen sozialen Gruppen von Eleanor und Drea entspinnt. Eleanor scheint sich in der Welt der „Beliebten“ doch wohler zu fühlen, als antizipiert hat und wird scheinbar korrumpiert. Währenddessen nehmen die Rachefantasien der ehemaligen Musterschülerin immer exzessivere Züge an. Auch in der Figurenentwicklung schlummert ein Kommentar auf heutige Verhältnisse an Schulen.

    … sollte aber in der Endaussage nicht zu ernst genommen werden

    Gelungen ist auch die abwechselnd Off-Kommentierung durch die beiden Hauptfiguren, die ihr fragiles Seelenleben vor den Zuschauerinnen und Zuschauern entblößen. Beide offenbaren speziell durch ihre ausgesprochenen Gedankengänge äußerst verquere Moralvorstellungen und konterkarieren sich damit mehrfach eigentlich in ihrer selbstbeanspruchten moralischen Erhabenheit selbst. Das macht die Figuren und auch die ganze Geschichte sehr unterhaltsam. Natürlich wäre durch eine unkonventionellere (Love-)Story noch mehr Würze in der Story gewesen, aber letzten Endes ist auch die Entscheidung sich dem Regelwerk des Genres auf der Zielgeraden doch zu beugen auch eine Form von Kommentar – wenn auch kein so bissiger wie er möglicherweise gedacht war. Akzeptiert man, dass in Do Revenge – so die Essenz – alle irgendwie Psychos sind und der moralische Kompass der „Jugend von heute“ wohl nicht mehr zu retten ist, dann ist der Film trotz minimaler Überlänge ein spaßiger Abendfüller. Die Schlusspointe und eine mögliche Aussage sollte man hingegen auf keinen Fall tiefer hinterfragen.

    Maya Hawke führt die Riege der Serienstars

    In Do Revenge hat Netflix zahlreiche, aktuell gehypte Serienstars und somit Archetypen des Teenie-Idols anno 2022 versammelt. Camila Mendes ist durch Riverdale weltbekannt geworden, Alisha Boe durch Tote Mädchen lügen nicht, Rish Shah jüngst durch Ms. Marvel und Maya Hawke hat nicht nur berühmte Eltern, sondern ist auch ein absoluter Publikumsliebling in Stranger Things. Dass die Jungs und Mädels wie gesagt eigentlich nicht mehr im Highschool-Alter sind – geschenkt. An ihren Leistungen hier gibt es nämlich nichts zu bemängeln.

    Alle sind sich der Gratwanderung bewusst und meistern diese bis auf wenige Ausnahmen, sodass man in den Figuren die Abziehbilder erkennt, die in den Rollen verarbeitet werden und die Charaktere in den wichtigen Szenen doch als eigenständig wahrgenommen werden. Damit gelingt es doch, dass die eigentlich bissige Komödie und die Abrechnung mit dem Teenie-RomCom-Genre emotional die richtigen Töne in den richtigen Szenen anschlägt, um auch ins Herz zu treffen. Nur gen Ende mit dem an Klischees nicht mehr zu überbietenden Partyfinale schießt man mitunter leicht übers Ziel hinaus.

    Besonderes Lob verdient Maya Hawke, denn in ihrer Figur und was sie repräsentiert, liegen die womöglich wichtigsten Statements der Macher. Ohne zu viel darüber zu verraten, so hätte diese Rolle schnell den gegenteiligen Effekt erzielen können, aber Hawke beweist enormes Fingerspitzengefühl. Und nachdem sie  schon in Stranger Things ganz bewusst für Repräsentation eingesetzt wurde, wird sie auch hier diesem Anspruch wieder voll gerecht.

    Unser Fazit zu Do Revenge

    Das „Klassentreffen“ der Serienstars ist eine gelungene bissige Komödie und trotz aller Vorhersehbarkeit auch ein stimmiger Kommentar zu aktuellen Entwicklungen an Schulen und deren Parallelwelt im Netz. An der ein oder anderen Stelle ist Do Revenge vielleicht etwas langatmig geraten. Aber wenn man die Schlusspointe nicht zu verkrampft versucht moralisch einzuordnen, dann hat man auf alle Fälle eine gute Zeit und im Nachhinein auch etwas zum Diskutieren.

    Do Revenge ist seit dem 16. September bei Netflix abrufbar!


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
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