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    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Dogman
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    Dogman

    Dennis Gereckevon Dennis Gerecke7. Oktober 2018Keine Kommentare3 min Lesezeit
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    Mit Dogman führt uns Regisseur Matteo Garrone, bekannt für Gomorra, wieder in eine kriminelle, italienische Provinz. Im Mittelpunkt steht dieses Mal die Beziehung zwischen Hund und Herrchen.

    Filmplakat zu Dogman © Alamode Film
    Filmplakat zu Dogman © Alamode Film

    Die Handlung von Dogman – kurz und knapp

    Ein Hundefriseur führt in einem italienischen Vorort einen bescheidenen Salon. Er kommt gut mit den Nachbarn zurecht, sein Familienglück scheint mit seiner kleinen Tochter perfekt zu sein. Doch als ihn ein alter Freund besucht, wird er in kriminelle Machenschaften verwickelt und sein soziales Umfeld droht sich von ihm abzuwenden.

    Die Metapher von Hund und Herrchen in Dogman

    Simpel betrachtet zeichnet Dogman ein gewöhnliches, ärmliches Gangstermilieu. Doch die clever zusammengesetzten Hierarchien zwischen den Figuren, geben der Handlung eine außergewöhnliche Tragweite.

    Zu Beginn sehen wir den Protagonisten beim Pflegen eines wild gewordenen Hundes. Diese Szene veranschaulicht Fürsorge, den entsprechenden Familienzusammenhalt, aber auch aggressive Zustände innerhalb dieser Gemeinschaft. Der Titel Dogman steht  allerdings nicht für einen Mann, der sich um Hunde kümmert. Sondern vielmehr wie ein Mann zum Hund wird. Denn der Protagonist leidet unter dem Einfluss seines scheinbaren Freundes, der mit seinem körperlich dominanten Wesen eine Art Herrchen für ihn darstellt. Die Hauptfigur übernimmt dadurch alle Grundeigenschaften eines Hundes. Er gehorcht seinem Herrchen aufs Wort und folgt ihm bei dessen Raubzügen. Er zeigt Loyalität, verlangt nach seinem Leckerli (Geld) und wird bissig, wenn er keins bekommt. Die Analogie veranschaulicht Gegensätze, wirkt aber nie aufgezwungen. Eine einfache Handlung formt hier den maximalen Inhalt.

    Selbst die großen Tiere genießen Marcellos Fürsorge © Alamode Film
    Selbst die großen Tiere genießen Marcellos Fürsorge © Alamode Film

    Die Figuren in Dogman

    Die Hauptakteure geben Dogman zusätzliche Komplexität. Marcello (Marcello Fonte) wirkt verletzlich, zurückhaltend, feige, ist jedoch ebenso zugänglich und liebevoll. Simon (Edoardo Pesce) hingegen kann seine Emotionen nur mit Gewalt besänftigen. Seinen Mitmenschen gegenüber möchte er immer als Gewinner dastehen, indem er sie verlieren lässt. Die Nebenfiguren überzeugen ebenso, auch wenn sie keinen großen Einfluss haben, kreieren sie mit ihrer Spielweise eine glaubwürdige Gemeinschaft. Nur Marcellos Tochter (Alida Baldari Calabria) ist mit ihrer Charakterpräsentation als wohlbefindlicher Familienmensch etwas einseitig gestaltet. Schauspielerisch hält sie aber mit ihren Kollegen gut mit.

    Nicht jeder hört aufs Kommando, manche werden bissig © Alamode Film
    Nicht jeder hört aufs Kommando, manche werden bissig © Alamode Film

    Die wunderschöne Kameraarbeit in Dogman

    Es gibt viele Aussagen darüber, dass das Kino ausstirbt und mit hochproduziertem Massenbrei überschwemmt wird. Nun ja, Dogman ist der Beweis wie ein cinematisches Erlebnis auf kleinster Ebene funktioniert.

    Mit reduzierter Kulisse und atemberaubender Kameraarbeit gelingt Dogman ein gewaltiges Kinoerlebnis. Der häufige Einsatz von Supertotalen verleiht der Umgebung ein trostloses Gefühl, welches Einsamkeit hervorruft. Jedoch wechselt die Kamera ebenso durchdacht in einer Nahaufnahme, wodurch eine besondere Nähe zu den Figuren entsteht. Schnitttechnisch bleibt Dogman konstant ruhig und lässt viele Trackingshots für sich sprechen. Die kontrastarme Bildgestaltung verleiht vielen Szenen (besonders Regenaufnahmen) einen dreckigen, unbehaglichen Look. Dogman bleibt bis zum Ende virtuos, ohne an Sogkraft zu verlieren.

    Die bildgewaltige Kulisse wird klasse in Szene gesetzt © Alamode Film
    Die bildgewaltige Kulisse wird klasse in Szene gesetzt © Alamode Film

    Fazit zu Dogman – Lohnt sich das Kinoticket?

    Hochgezüchtetes, europäisches Pracht-Kino der besonderen Art. Minimalistischer Einsatz von Kulisse und Handlung sorgen für einen fokussierten Blick auf wunderbar agierende Figuren, die eine bedrückende Gesellschaft zum Leben erwecken. Die sensationelle Kamera ist dabei der Rudelführer des Films. Dogman bringt Lichtspielhäuser zum Bellen. Unbedingt ansehen!


    © Alamode Film

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