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    Ein Licht zwischen den Wolken

    Christopher Hanekvon Christopher Hanek1. April 2020Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    Besink führt seine Ziegen über eine Wiese, Ein Licht zwischen den Wolken © Neue Visionen Filmverleih
    Besnik (Arben Bajraktaraj) ist ein einfacher Schafhirte. © Neue Visionen Filmverleih
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    Ein Licht zwischen den Wolken ist ein albanischer Film, der von dem Leben in einem kleinen Bergdorf handelt, in dem nicht alles so traditionell wie angenommen zu sein scheint. Ob auch der Film Überraschungen bereithält, erfahrt ihr im Folgenden!

    [su_youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=iaN5J8W2_Js“]

    DVD-Cover, Ein Licht zwischen den Wolken ©Neue Visionen Filmverleih
    Das DVD-Cover zu Ein Licht zwischen den Wolken © Neue Visionen Filmverleih

    Nicht so, wie man glaubt – die Handlung von Ein Licht zwischen den Wolken

    Besnik (Arben Bajraktaraj) ist Hirte und führt ein einfaches Leben in einem kleinen Bergdorf. Dort lebt er mit seinem Vater und der Familie seines Bruders, die vorübergehend zu Besuch in der Heimat ist. Eines Tages entdeckt Besnik, dass hinter der Fassade der örtlichen Moschee etwas verborgen liegt. Daraufhin gelangt die Denkschmalschützerin Vilma (Esela Pysqyli) ins Dorf, um die Entdeckung freizulegen. Bei dem vermeintlichen „Fleck“ handelt es sich um ein jahrhundertealtes Wand-Fresko von Jesus Christus.

    Dieser Fund kommt für die Denkmalschützer nicht unerwartet, da sie von der Vergangenheit des Gotteshauses wussten. Doch die Dorfgemeinschaft ist sichtlich überrascht. Als der Vorschlag gemacht wird, den örtlichen Christen die Nutzung des Gebäudes als Kirche zu erlauben, weiß auch der Imam (Muzbaidin Qamili) nicht weiter. Währenddessen nähern sich Besnik und Vilma an, doch der scheue, psychisch geschädigte Schafhirte ist sich unsicher, wie er damit umgehen soll. Zudem steht ein Konflikt mit seinem Bruder vor der Tür, da sich die Familie uneins über das Erbe des Vaters ist. Diverse unüberwindlbar scheinende Konflikte bahnen sich an…

    Nahaufnahme von Besnik, der fragen nach oben guckt, Ein Licht zwischen den Wolken © Neue Visionen Filmverleih
    Besnik (Arben Bajraktaraj) ist die zentrale Figur des Films © Neue Visionen Filmverleih

    Der Film hinter der Moral

    Robert Budina, Regisseur von Ein Licht zwischen den Wolken, versucht in seinem Werk nicht, mit handwerklichen Kniffen oder technischen Höchstleistungen zu punkten. Stattdessen setzt er auf ruhige Bilder und ein geschickt erzähltes Drehbuch. Der Film braucht keine Kamerafahrten, CGI-Technik oder atemberaubende Stunts. Alles, was Ein Licht zwischen den Wolken braucht, ist Ruhe. Und die wird von der ersten Minute des Films an ausgestrahlt. Hauptdarsteller Arben Bajraktaraj trägt mit seiner in sich gekehrten Figur des Besnik viel dazu bei. Aufgrund einer psychischen Schädigung sagt dieser kaum etwas und geht seinen Weg. Selbst als er die Entdeckung macht, die das gesamte Leben im Dorf verändern wird, bleibt er ein Mann der wenigen Worte und stellt so eine Brücke zum Zuschauer her. Durch diese schweigsame Art gleichen sich Protagonist auf und Zuschauer vor der Leinwand, werden in gewisser Weise eins.

    Einziger Schwachpunkt dieser sehr minimalistischen Darstellung ist die Synchronisation. Ein Licht zwischen den Wolken präsentiert sich zum Teil wie eine Dokumentation, die mit Stimmen aus dem Off arbeitet und weniger direkte Interaktion zwischen den Darstellern zeigt. In den direkten Dialogen ist die Synchronisation akzeptabel und trägt zu einem halbwegs filmischen Erlebnis bei. Die Szenen, in denen Stimmen eingespielt werden, sind hingegen kaum der Rede wert. Doch da der Film nicht den Anspruch hat, ein (synchron-) schauspielerisches Meisterwerk zu sein, können solcherlei Aspekte als übersehbarer Abstrich hingenommen werden. Denn rein film-technisch gesehen ist Ein Licht zwischen den Wolken kaum eine Erwähnung in den Annalen des Kinos wert. In puncto Botschaft ist der Film hingegen umso wichtiger und sollte noch lange in den Köpfen der Zuschauer nachhallen.

    Menschen sind auf dem Weg zu einer Moschee, die vor einer Berglandschaft steht, Ein Licht zwischen den Wolken © Neue Visionen Filmverleih
    Das Gebet in der örtlichen Moschee ist für viele fester Bestandteil des Alltags und gehört zur Tradition des Dorfs © Neue Visionen Filmverleih

    Die Parabel auf’s Leben

    Ein Leben zwischen den Wolken hat seine Stärken in der Thematik. Die Botschaft, die der Film zwischen den Zeilen transportiert, sickert mit jeder Szene in die Köpfe der Zuschauer. Besnik ist in einer Region aufgewachsen, in der Menschen verschiedener Religionen leben. Als er eines Tages entdeckt, dass die Moschee vor einigen Jahrhunderten als Kirche erbaut wurde, steht die Gemeinschaft vor einer noch nie dagewesenen Situation. Hierbei geht es um Toleranz und Vielseitigkeit. Scheinbar ist es möglich, dass ein Gotteshaus mehrere Götter verschiedener Religionen beherbergen kann. An etwas zu glauben, sollte nicht bedeuten, etwas zu vereinnahmen. Doch solcherlei Ansichten sind nicht für alle Menschen so einfach zu akzeptieren.

    Ein Licht zwischen den Wolken schafft es, diese Botschaft in eine ruhige Erzählung zu verpacken. Eine Geschichte, die unterschwellig von Nächstenliebe berichtet, regt zum Nachdenken an. Budina hat sich dafür entschieden, den Film nicht als universelle Antwort zu präsentieren. Genau genommen beantwortet er gar keine der gestellten Fragen. Er sorgt mit seinem Werk lediglich dafür, dass sie gestellt werden und der Zuschauer darüber nachdenkt.

    Vilma schaunt durch einen Türschlitz in die Moschee. Besnik schaut sie von drinnen heraus an, Ein Licht zwischen den Wolken © Neue Visionen Filmverleih
    Nachdem Besnik (Arben Bajraktaraj, links) den „Fleck“ in der Moschee entdeckt, schicken die Behörden die Restauratorin Vilma (Esela Pysqyli, rechts), die das Gebäude begutachten soll © Neue Visionen Filmverleih

    Ein Licht zwischen den Wolken als Spiegel unserer Zeit

    Darüber hinaus fungiert das Werk nicht nur als ein Abbild gegenwärtig gesellschaftlicher Fragen, sondern auch als ein direkter Spiegel unserer Zeit. Er porträtiert das Leben auf dem Land und stellt es einer globalen Gemeinschaft gegenüber, in der sich Glauben und Tradition zuweilen dem bloßen Überleben unterordnen müssen. Wenn Besniks Bruder erzählt, dass er seinen Glauben ändern musste, um in einer anderen Stadt Fuß fassen zu können, dann ist diese simple Aussage nicht nur ein dramaturgisches Mittel, um die familiäre Beziehung in Szene zu setzen, sondern auch eine Parabel auf moderne Zeiten, in denen das Zusammenwachsen einer globalen Menschenmasse immer wieder von beschränkten Ansichten und starren Weltbildern gehemmt wird.

    Ein Licht zwischen den Wolken spricht letztendlich viele Themen an: Glauben, Tradition, Fortschritt, Familie, Emanzipation, Nächstenliebe. Jede Szene bietet dem Zuschauer etwas Neues zu entdecken. Oft sind es nur bloße Charakterdarstellungen, einzelne Bilder oder simpel erscheinende Sätze, die sich erst bei genauerer Betrachtung sehr vielschichtig erweisen und tiefer gehen, als der Zuschauer zunächst denkt. Selbst die ruhigen Landschaftsaufnahmen regen zur Selbstreflexion an und repräsentieren ein anderes Leben; etwas, das außerhalb der eigenen Sphäre geschieht und über das es sich zweimal nachzudenken lohnt.

    Besnik und Vilma sitzen in der Nacht an einem Lagerfeuer, Ein Licht zwischen den Wolken © Neue Visionen Filmverleih
    Vilmas (Esela Pysqyli, links) Erscheinen stellt nicht nur Busnik (Arben Bajraktaraj, rechts) vor eine persönliche Herausforderung, sondern auch das gesamte Dorf vor eine schwierige Situation © Neue Visionen Filmverleih

    Ein Film als Botschaft – Mein Fazit zu Ein Licht zwischen den Wolken

    Ein Licht zwischen den Wolken ist ein Film, der auf technischer Ebene keinerlei Maßstäbe setzt und dies auch nicht versucht. Robert Budinas drittes Werk ist kein epischer Monumentalfilm; er braucht keine 200 Minuten, um den Zuschauer auf eine Reise mitzunehmen, die er Zeit seines Lebens nicht vergessen wird. Stattdessen geht Budina sehr minimalistisch vor. Sein Werk ist das filmische Pendant zu einem Ein-Strophen-Gedicht mit wenigen Zeilen. Im Vergleich zu einem 1.000 Seiten-Roman muss sich solch ein Gedicht in puncto Quantität geschlagen geben. Doch der Clou liegt darin, als Schöpfer solcher Poesie das Werk eindringlich zu gestalten und eine Geschichte zwischen den Zeilen zu erzählen. Der Leser muss anfangen zu denken und versuchen, im Rahmen seiner Selbstreflexion durch die Handlung seine eigene Welt zu verstehen.

    Genau das ist Ein Licht zwischen den Wolken: rein technisch zweitrangig, aber handlungstechnisch ganz groß. Das Werk spricht viele aktuelle Themen an, ohne jedoch eine allumfassende Antwort parat zu haben. In rund 80 Minuten kreiert Budina eine Parabel auf das Leben im 21. Jahrhundert. Mehr Zeit braucht er nicht, um seine wenigen Zeilen zu Papier zu bringen. Das, worum es geht, steht für jeden woanders geschrieben. Ein Licht zwischen den Wolken ist eine Lektion, eine Parabel und letztendlich Kunst; ein filmischer Lichtblick, der nicht belehrt, sondern zum Denken anregt…

    Der Film ist seit dem 27. März 2020 auf DVD erhältlich!


    © good!movies

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