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    Startseite » Hitman Undead
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    Hitman Undead

    Thomas Hortianvon Thomas Hortian5. August 2020Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Mark Dacascos hat die Pistole gezogen und harrt der Dinge, die ihn auf der Straße erwarten
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    In Hitman Undead muss der todgeweihte Mark Dacascos seine kleine Tochter auf ein Leben in einer von Zombies überrannten Welt vorbereiten. Ob euch dabei Drama, Action oder Horror erwarten, erfahrt ihr bei uns![su_youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=80rMX26ojjk“]

    Ein mit einer Pistole zielender Mark Dacascos samt Tochter auf dem Cover von Hitman Undead; hinter ihnen einige Zombies, darunter ein vor Explosionen wegrasendes Auto
    Das BD-Cover zu Hitman Undead © Tiberius Film

    Hitman Undead – Handlung

    In nicht allzu ferner Zukunft wird die Welt von einer Zombie-Apokalypse heimgesucht. In einer abgelegenen Enklave haben Menschen eine neue Gemeinschaft gegründet und sich gegen die Gefahr der Untoten gewappnet. Ein Mann mit dunkler Vergangenheit (Mark Dacascos) lebt hier mit seiner Frau Sharon (Julie Condra) und seiner Tochter Bree (Noelani Dacascos). Da er dafür prädestiniert scheint, übernimmt er mit seinem Kollegen Joe (Jeremy Stutes) die schwere Aufgabe, sich derer zu entledigen, die zu oft gegen die Regeln verstoßen haben.

    Doch Joe empfindet sich als nicht genug gewürdigt und hintergeht alle, verrät die Gemeinde an eine Horde Plünderer. Mit diesen fallen auch die Zombies in das Lager ein, fast alle Einwohner sterben. Zusammen mit Bree kann der Mann fliehen, seine Frau konnte er nicht mehr retten. Und auch nicht sich selbst, denn er wurde gebissen, was er seiner Tochter verschweigt. Sie machen sich auf den Weg nach Haven, einem angeblich sicheren Zufluchtsort. Aber er weiß, dass seine Zeit sehr knapp ist, um Bree in Sicherheit zu bringen und auf das Leben in der Postapokalypse vorzubereiten…

    In der Nacht ist eine riesige Explosion hinter der Befestigung des Lagers durch einen hohen Zaun und ein Tor aus Holz zu sehen in Hitman Undead
    Der Angriff auf das Lager am Ende des ersten Drittels ist der Action-Höhepunkt des Films © Tiberius Film

    Apokalyptische Ödnis

    Bei Hitman Undead haben wir es wieder mit einem kostengünstig angelegten Feld-, Wald- und Wiesen-Zombiefilm zu tun. Obwohl in Thailand gedreht, kann er sich dabei rein vegetativ noch nicht einmal sehr von seinen Kollegen aus der westlichen Hemisphäre abheben. Der, auch eher kultiviert wirkende, Wildwuchs hebt sich kaum von hiesigen Gefilden ab, Unterschiede werden dementsprechend nur dem botanisch geschulten Auge offenbart. Außerdem versteht sich der Film auch weniger als blutige Splatter-Horror, die Zombies sind zumeist mehr oder weniger Staffage, denn im Mittelpunkt steht das Verhältnis von Vater und Tochter. Sowieso wird es eigentlich zu keinem Zeitpunkt horribel, da die Zombies nie wirklich Gefahr verströmen.

    Das führt leider dazu, dass wir die meiste Zeit dazu verdammt sind, irgendwelche hölzernen Dialoge zwischen den beiden Protagonisten mitanhören zu müssen. Das ist nicht nur aus dem Grund unerquicklich, weil sie halt sehr unnatürlich klingen, sondern auch der dünnen Charakterisierung unserer beiden Hauptfiguren geschuldet. Der Vater, hier namenlos, definiert sich zum einen durch seine Off-Kommentare, die uns die ganze Zeit begleiten, zum anderen durch seine speziellen Fähigkeiten, die für das Überleben in dieser Situation sehr hilfreich sind. Natürlich erzählt er ihr nicht, dass er gebissen wurde, er will sie nicht beunruhigen.

    Die Tochter, Bree, hat einen Namen verpasst bekommen, weil sie die Person ist, deren Charakterentwicklung wir beiwohnen sollen, was eines komprimierten Coming-of-Age gleicht. Leider hat der Film hier einfach nichts zu bieten, außer den Gesprächen und zweier Stopps, einmal für Schießübungen und Ratschläge, einmal um sich eines Baumes, wie auch einiger Widerlinge, zu entledigen. Es wird also etwas beigebracht und dann das Erlernte angewendet. Das war’s dann auch schon, alles andere ist nur ödes Gerede. Der Film vermittelt uns nie das Gefühl für die Tragik, die in diesem letzten Tag, den die beiden zusammen verleben, steckt.

    Der Vater schaut zu, wie Tochter Bree durch ein Zielfernrohr schaut und das Schießen mit dem Gewehr erlernt in Hitman Undead
    Danach verfolgen wir Vater und Tochter © Tiberius

    Dacascos und Kaos

    Der Kampfsportler Mark Dacascos galt Anfang der 90er-Jahre, eingereiht hinter Jean-Claude Van Damme, Steven Seagal und Dolph Lundgren, als neue Action-Hoffnung. Mit B-Filmen wie Crying Freeman (1995), Sabotage – Dark Assassin (1996) oder Drive (1997) konnte er zwar eine kleine Fan-Gemeinde aufbauen, doch der Durchbruch blieb aus. Auch die TV-Serie The Crow: Stairway to Heaven (1998) nach dem erfolgreichen Kinofilm von 1994 wurde nach nur einer Staffel wieder eingestampft. Dennoch konnte sich Dacascos als Nebendarsteller etablieren, absolvierte in TV-Serien wie Hawaii Five-O (seit 2010), Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. (2015/16) und Wu Assassins (2019) einige prägnante Auftritte und war auch als Gegner von Keanu Reeves in John Wick – Chapter 3 zu sehen. In Hitman Undead spielte er neben seiner Frau Julie Condra und Tocher Noelani Dacascos.

    Auch der thailändische Regisseur Wych Kaosayananda, kurz Kaos, durfte sich mal in Hollywood versuchen. Doch der groß budgetierte Ballistics: Ecks vs Sever (2002) mit Antonio Banderas und Lucy Liu floppte gewaltig. Danach folgte noch Tekken 2: Kazuya’s Revenge (2014), der gleich direct-to-video erschien. Zurück Thailand drehte Wych Kaosayananda den Actionfilm Zero Tolerance – Auge um Auge (2015) mit Scott Adkins. Sein neuester Film One Night in Bangkok (2020) ist bereits abgedreht, die Hauptrolle spielte nach Hitman Undead erneut Mark Dacascos.

    Zwei Wegelagerer blockieren die Straße in Hitman Undead
    Das Hindernis auf ihrem Weg – Wegelagerer © Tiberius Film

    Unser Fazit zu Hitman Undead

    Auch wenn man Vater und Tochter Dacascos durchaus Chemie zugestehen muss und gerade die Kleine sich nicht als nervige Göre entpuppt, Hitman Undead ist eine sehr, sehr zähe und vor allem nichtssagende Angelegenheit. Bis auf den Angriff auf das Lager, der das erste Drittel beschließt, weiß der Film keine dramatischen Höhepunkte, keine Spannungsspitzen zu setzen. Da Regisseur Kaos, von der Anwesenheit von Zombies mal abgesehen, auch noch komplett auf irgendwelche Horror-Elemente verzichtet, dürfte der Film selbst für Hardcore-Fans uninteressant sein. Das taugt allenfalls als Einschlafhilfe.

    Hitman Undead erschien am 23. Juli 2020 als VoD und ist ab dem 6. August auf DVD und Blu-ray erhältlich!


    © Tiberius Film

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