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    Hunter Hunter (2020)

    Simon Eultgenvon Simon Eultgen26. April 2022Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Mutter Anne steht mit angelegtem Gewehr vor ihrer Tochter Renee und zielt Richtung Kamera
    Mutter Anne verteidigt ihre Tochter mit ihrem Leben © Koch Films
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    Nach seiner Festivalpremiere im letzten Jahr kommt der Horror-Survival-Thriller Hunter Hunter endlich auch auf den Heimkinomarkt. Sättigendes Genre-Futter oder aufgeblasene Luftnummer?

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    Das Cover des Mediabooks von Hunter Hunter mit FSK18-Aufkleber
    Das Cover des Mediabooks von Hunter Hunter © Koch Films

    Die Handlung von Hunter Hunter

    Die Familie Mersault um Vater Joseph (Devon Sawa), Mutter Anne (Camille Sullivan) und Tochter Renee (Summer H. Howell) lebt abgeschieden in einer Holzhütte in den Wäldern Kanadas. Joseph sichert den Lebensunterhalt der Familie als Jäger und Fallensteller, während Anne einen kleinen Garten bewirtschaftet. Wie lange dieses Leben unter schwierigen Bedingungen für die Familie noch möglich ist, ist unklar.

    Die Situation verschärft sich zusätzlich, als es Anzeichen für die Ankunft eines Wolfes gibt. Es beginnt ein Katz- und Mausspiel, bei dem Vater Joseph bald erkennen muss, dass der Wald noch größere Gefahren beherbergt.

    Darsteller Devon Sawa im Wald mit Mütze und angelegtem Gewehr mit Zielfernrohr

    Der Vater Joseph Mersault ist ein geübter Jäger © Koch Films

    Slow-Burn…

    Um jemandem die richtige Erwartungshaltung an Hunter Hunter mitzugeben, dürften viele Zuschauer:innen und Kritiker:innen sicherlich die Bezeichnung Slow-Burner verwenden. Sprich: Ein langsamer Aufbau der Geschichte, bei der die Spannung schrittweise bis zum einem sich (heftig) entladenden Finale anzogen wird. Was einiges an Geduld verlangt, wird am Ende mit einem Knalleffekt belohnt.

    Diese geduldige Rezeptionshaltung ist sicherlich von Vorteil. Denn Hunter Hunter schaut zunächst tief in den Alltag der Familie, die Jagd und das generelle Leben im Wald. Durch die regelmäßigen Schwarzblenden entsteht außerdem der Eindruck von Kapiteln beziehungsweise Episoden, die nur geringe Entwicklungen präsentieren. Eine ganze Weile bleibt auf diese Weise unklar, wie viele Trümpfe der Film noch im Ärmel bereithält und wohin sich das Ganze eigentlich entwickeln soll.

    …aber richtig!

    Doch Shawn Linden, der auch das Drehbuch für seine dritte Langfilm-Regie schrieb, schafft es dennoch frühzeitig, eine nagende Spannung aufzubauen. Denn neben den finanziellen Problemen der Familie sorgt vor allem die Anwesenheit eines Wolfes für Angst. Das Raubtier wird zu jeder Zeit extrem ernstgenommen als listige und zutiefst bösartige Bedrohung.

    Mutter Anne steht mit angelegtem Gewehr vor ihrer Tochter Renee und zielt Richtung Kamera
    Mutter Anne verteidigt ihre Tochter mit ihrem Leben © Koch Films

    So sind nahezu alle Szenen des Films im ersten Drittel mit Musik und vorzugsweise unheilvollen Drums und Streichern unterlegt. Die Versuchsanordnung ist minimal: Eine dreiköpfige Familie allein im Wald gegen einen (noch) nicht sichtbaren Wolf, doch umso beeindruckender ist es, wie Linden hier direkt Nervenkitzel generiert, der nicht nur schnödes Build-up für das Finale zu sein scheint.

    Die Ernsthaftigkeit des Geschehens ist auch deswegen nie wirklich infrage gestellt, weil Final-Destination-Star Devon Sawa als Vater enorm charismatisch aufspielt und die Geschicke der Familie mit liebevoller Strenge leitet. Jeder Jagdausflug mit seiner Tochter wird so zum kleinen Erlebnis, bei dem die Zuschauer:innen ganz nebenbei noch etwas über Fährtenlesen und andere Survival-Tricks lernen.

    Während der Vater sich als die treibende Kraft für das einsame Leben im Wald entpuppt, erhält Mutter Anne die ambivalentere Rolle zugesprochen. Die Existenzangst lässt sie darüber nachdenken, doch wieder in eine nahegelegene Ortschaft zu ziehen. Eine Schule für ihre Tochter und ein geregeltes Einkommen für die Familie wären die Vorzüge, während der Wald immer noch sozusagen vor der Haustür läge.

    Wer ist hier der Wolf?

    Je weniger man über den weiteren Verlauf von Hunter Hunter weiß, desto besser. Um den Film einer angemessenen Kritik zu unterziehen, muss aber zumindest der erste Kniff des Films verraten werden, der sich noch recht früh in der ersten Filmhälfte einstellt. So findet der Vater auf der Suche nach dem Wolf den Schauplatz eines Massenmords, der schlagartig klar macht, dass hier noch eine andere Bestie am Werk ist. Ab dann übt sich Linden allerdings in Geheimniskrämerei und tänzelt um diesen prickelnden Story-Beat herum, indem er erstmal die Nebenhandlung zweier Naturschutz-Officers eröffnet. Diese letztlich mehr als tröge und unnötige Nebensequenz untergräbt leider stark den Fokus des Films. Während die aufregende Geschichte des Vaters in Dunkelheit gehüllt bleibt, darben die Zuschauer:innen in Ungewissheit mit Mutter und Tochter in der Waldhütte.

    Darstellerin Summer H. Howell steht auf der Türschwelle und blickt durch geöffneten Spalt der Tür in den Raum.
    Renee wird von ihren Eltern im Wald aufgezogen © Koch Films

    Hier dürften sich die Geister scheiden, denn Hunter Hunter überdehnt seinen Spannungsbogen durch diesen Perspektivwechsel enorm. Die in ihrer Inszenierung und Einfachheit geradezu fesselnde Wolfsjagd scheint nur noch als zweckdienlicher Plot-Device herumzudümpeln, um dem wahren Anliegen des Films mehr und mehr Raum zu geben. Letztlich wirkt es im Jahr 2022 geradezu einfallslos, den Wolf immer noch auf eine solche Metaphorik herunterzubrechen, wie es Linden hier tut. Wer sich lange Zeit fragt, warum Hunter Hunter auch als Horrorfilm und nicht nur als Survival-Thriller deklariert wird, wird schließlich mit einem äußerst brutalen Finale überrascht, das kurzzeitig Erinnerungen an die neue französische Horror-Welle à la Inside, Martyrs und Frontier(s) wach werden lässt. Das mag für Genre-Fans hervorragend funktionieren. Leider degradiert sich der Film insgesamt mit seiner Botschaft und Auflösung zu einem doch nur reinrassigen Genre- bzw. Horrorfilm, dem ein Knalleffekt wichtiger ist als eine anspruchsvolle Geschichte.

    Unser Fazit zu Hunter Hunter

    Hunter Hunter beginnt als glaubhafte Aussteigergeschichte, in der die Ankunft eines Wolfes das Leben der dreiköpfigen Familie in Gefahr bringt. Mit unheilvollem Score und wunderbarer Naturoptik zieht Shawn Lindens dritter Film die Zuschauerschaft immer tiefer in die Wälder Kanadas. Die Daumen für die gut aufspielenden Darsteller:innen sind definitiv gedrückt, während die Erwartung auf überraschende Wendungen und ein mitreißendes Finale mächtig angeheizt wird.

    Letztlich scheint das Drehbuch aber gar keine Asse im Ärmel zu haben, sondern kommt ein Stück weit als Luftnummer daher. Die unnötig durch eine Nebenhandlung aufgeblasene Geschichte verliert zu oft ihren Fokus und hätte mehr als Kurzfilm getaugt. Wer hier eigentlich wen jagt oder bedroht, wird mit einer mehr als altbekannten Botschaft und plumper Wolf-Metaphorik überraschend simpel aufgelöst. Statt zu verblüffen, nimmt Hunter Hunter am Ende reichlich überhastet die Ausfahrt Richtung Gore und Härte. Bei eingefleischten Genre-Fans dürfte dieser Knalleffekt aber sicherlich sehr gut zünden, weswegen Hunter Hunter gerade diesen wärmstens empfohlen sei.

    Hunter Hunter erscheint am 28. April auf DVD und Blu-ray.


    © Koch Films

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