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    Startseite » Hunter Killer
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    Hunter Killer

    Onnovon Onno7. März 2019Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Beitragsbild © Concorde Home Entertainment
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    Basierend auf den Roman Firing Point von George Wallace und Don Keith, erscheint mit Hunter Killer mal wieder ein Action-Thriller für U-Boot-Freunde. Am 07.03.2019 lädt das Heimkino auf 4k UHD, Blu-ray, und DVD zum Tauchgang ein. Lohnt sich ein Blick unter den Meeresspiegel?

    Cover © Concorde Home Entertainment
    Cover zu Hunter Killer © Concorde Home Entertainment

    Putschversuch zum dritten Weltkrieg

    Heikle Dinge spielen sich im arktischen Ozean ab. Ein amerikanisches U-Boot wird von einem russischen U-Boot attackiert und sinkt auf den Meeresboden. Der mürrische Captain Joe Class (Gerard Butler) bricht mit seiner Crew zu einer Rettungsmission auf. Dabei muss er feststellen, dass es sich um ein abgekartetes Spiel handelt, denn der russische Verteidigungsminister hat Angriffe inszeniert und den russischen Präsidenten entführt. Mit einem militärischen Putsch versucht er, den dritten Weltkrieg heraufzuschwören. Die Crew von Joe Class und eine separates Navy SEALs-Team versuchen, dies zu verhindern.

    Altbackener Konflikt in unmoderner Neuauflage

    U-Boot-Thriller sind ja schon ein eigenes Sub-Genre. Lange Zeit ist kein würdiger Vertreter mehr erschienen, und mit Hunter Killer liefert man nun eine Verfilmung des Romans Firing Point, um diese Lücke zu schließen. Etwas mehr Action, zeitgemäße Computereffekte und klangvolle Namen im Cast sollen für einen unterhaltsamen und spannenden Tauchgang sorgen. Die ersten Minuten zeigen zumindest schon mal, dass die Computereffekte eines sind, auf jeden Fall nicht zeitgemäß. Das wären sie auch vor 10 Jahren nicht gewesen, denn die Unterwasserdarstellungen wirken viel zu plastisch und generisch. Das sorgt gleich mal für eine große Beule in der Unterwasserimmersion. Auch die darauffolgende Kameraarbeit in Dialogen und deren Inhalt lassen Vermutungen aufkommen, dass man hier ein U-Boot-Desaster serviert bekommt. Ganz so schlimm wird es dann zum Glück nicht, denn die Geschichte schafft es, eine gewisse Spannung aufzubauen.

    Joe Glass © Concorde Home Entertainment
    Joe Glass (Gerard Butler) gibt Kommandos © Concorde Home Entertainment

    Das erinnert alles sehr an die Action-Filme und Thriller der 80er-Jahre in den Hochzeiten des kalten Krieges. Wieder kochen die politischen Emotionen zwischen den beiden Supermächten hoch, doch diesmal wird Russland nicht als das ultimative Böse dargestellt. Zumindest nicht alle, der Putsch-Verantwortliche in Form des Verteidigungsministers fungiert als machthungriger Antagonist, dessen Motivation leider nicht wirklich ausgearbeitet ist. Auch das erinnert wieder an die 80er Jahre.

    Oberflächliches Schiffe versenken

    Etwas mehr Tiefe dagegen bekommt der Protagonist in Form von Captain Joe Class, wenn auch nicht besonders viel. Ein mürrischer, sich gegen die Regeln stellender und beratungsresistenter Anführer hat es schwer, die Sympathien auf seine Seite zu ziehen. Die Darstellung des Helden gelingt Gerard Butler nicht vollends, was das Mitfiebern in den spannenden Situationen erschwert. Obwohl zwischen den Action-Sequenzen in vielen Dialogen Diskussionen geführt werden, schafft es Hunter Killer, einen Charaktermimen wie Gary Oldman zu verheizen. Auch wenn er groß auf dem Cover prangt, verkommt er im Film zu einer überflüssigen Nebenfigur. In seiner letzten Rolle vor seinem Tod überzeugt einzig Michael Nyqvist als russischer Captain eines gesunkenen U-Boots. Die Annäherung und gemeinsame Zusammenarbeit zwischen ihm und Joe Class gehört dann auch zu den gelungenen Abschnitten des Films.

    Die Navy SEALs © Concorde Home Entertainment
    Die Navy SEALs im Einsatz © Concorde Home Entertainment

    Wenn die Beteiligten dann mal in die Vollen gehen, inszeniert Hunter Killer generische Action-Sequenzen mit fragwürdigen Explosionseffekten. Mitreißend ist das nicht und wirkt mitunter unfreiwillig komisch. Die parallel agierenden Navy SEALs spielen dabei auch nur gängiges Genre-Geplänkel aus. Insgesamt fehlt es Hunter Killer dementsprechend an politischer Tiefe für einen überzeugenden Polit-Thriller und an mitreißender Inszenierung für einen Action-Film.

    Mein Fazit zu Hunter Killer

    Die ersten Minuten lassen schlimmes erahnen, denn furchtbare Effekte und hektische Dialoge bescheren keinen angenehmen Einstieg. Ein Desaster, wie in den Anfangsminuten befürchtet, ist Hunter Killer dann zum Glück doch nicht, aber weit davon entfernt, ein guter Film zu sein. Die Unterwassersequenzen sind ein CGI-Relikt aus vergangenen Zeiten, und zusammen mit den generischen Action-Sequenzen ergibt das einen entsprechend mäßigen Action-Anteil. Der U-Boot-/Politthriller-Anteil hingegen überzeugt auch nicht mit Tiefe und spannenden Momenten. Zwar schlägt das Spannungslot gelegentlich etwas nach oben, richtig packend wird das Geschehen aber nie. Einige gelungene Momente verhindern dennoch, dass Hunter Killer komplett absäuft.

    Die beiden Kapitäne © Concorde Home Entertainment
    Joe Glass (Gerard Butler) und Andropov (Michael Nyqvist) © Concorde Home Entertainment

    © Concorde Home Entertainment

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