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    Startseite » Infinity Pool
    Filme

    Infinity Pool

    Simon Eultgenvon Simon Eultgen23. Juli 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    James (Alexander Skarsgard) mit blutverschmiertem Mund und nacktem Oberkörper
    © 2023 Universal Pictures
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    Sein zweiter Film Possessor war ein echter Paukenschlag im Genre. Jetzt hat Brandon Cronenberg nachgelegt, um weiter aus dem großen Schatten seines Vaters David herauszutreten. Gelingt ihm das mit Infinity Pool?

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    Das offizielle Kinoplakat zu Infinity Pool mit Mia Goth und Alexander Skarsgard, deren Köpfe knapp aus dem Wasser hervorragen
    © 2023 Universal Pictures

    Die Handlung von Infinity Pool

    James Foster (Alexander Skarsgard) und seine Frau Em (Cleopatra Coleman) verbringen ihren Urlaub im Luxus-Resort auf der Insel La Tolqa. James ist Schriftsteller, aber befindet sich nach der Veröffentlichung seines ersten Buches verzweifelt auf der Suche nach Inspiration für sein zweites Werk.

    Wie gut, dass seine Frau die reiche Tochter eines Verlagsmoguls ist, sodass sich das Paar ein komfortables Leben leisten kann. Doch mit der Sorglosigkeit im Luxus-Urlaub ist es jäh vorbei, als die beiden sich zusammen mit Gabi (Mia Goth) und ihrem Ehemann Alban (Jalil Lespert) von der Ferienanlage wegschleichen, um eine Spritztour entlang der Küste zu machen.

    Denn während der Rückfahrt im Stockdunklen überfährt James mit dem Wagen einen einheimischen Bauern und flüchtet daraufhin vom Unfallort.

    Alle vier werden inhaftiert und umgehend zum Tode verurteilt. Das Verrückte an der Sache? Der leitende Polizist Thresh (Thomas Kretschmann) unterbreitet ihnen das Angebot, dass alle für eine gewisse Summe einen geklonten Doppelgänger erhalten. Dieser soll an ihrer Stelle hingerichtet werden.

    Was nach einem grotesken Scherz klingt, ist auf La Tolqa tatsächlich ein Programm zur Tourismusförderung.

    „Eat the rich!“ – again?

    Obwohl Brandon Cronenberg bereits mit seinem ersten Film Antiviral 2012 in Cannes landete (Un Certain Regard), erschien er hierzulande erst mit Possessor so richtig auf der Landkarte. Der dystopische Agenten-Thriller überwältigte die Zuschauer:innen mit kompromissloser Härte ebenso wie mit seinen kunstvoll-verspielten Bildern.

    Unerwartet lange verzichtet Cronenberg in seinem dritten Film auf diese Stilmittel, wenn er erst einmal das Leben der Reichen und Schönen im Luxus-Ressort einfängt. Zumindest macht der erste Kameraflug über Kopf entlang der Anlage klar: Ja, hier stimmt etwas nicht! Aber wie abgefuckt es werden wird und in welche Richtung es geht, bleibt vorerst offen.

    Mia Goth und Alexander Skarsgard sitzen auf einer Liege am Strand. Mia Goth überreicht ihm eine Maske.
    Die beiden Hauptfiguren und Fixpunkte des Films: Gabi (Mia Goth) und James (Alexander Skarsgard) © 2023 Universal Pictures

    So erinnert Infinity Pool von seiner Ausgangssituation an eine ganze Reihe ähnlich gelagerter Filme und Serien der letzten Jahre (The Menu, White Lotus, Triangle of Sadness), die im Sinne des politischen Kampfbegriffs „Eat the rich!“ das Leben der Reichen vorführen, um mit ihnen (humorvoll oder humorlos) abzurechnen.

    So feuert Cronenberg vordergründig auch gegen den Wohlfahrtstourismus, wenn reiche Menschen in ein fremdes, offensichtlich unterentwickeltes Land verreisen, um sich dort wie die sprichwörtliche Axt im Walde aufzuführen. Schließlich brauche ich auf La Tolqa nur genug Geld, um buchstäblich jeder Strafe zu entgehen – die sitzt ja mein Klon ab.

    Ohne Recht und Moral

    So nutzt Infinity Pool das Klonen (dessen Logik man wie das Rechtssystem von La Tolqa einfach schlucken muss) lediglich als Vehikel, um Menschen zu zeigen, die jedes Gefühl von Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit verloren haben.

    So fröhnt die mit der Zeit größer werdende Gruppe an Urlaubern um James, Gabi und Alban einem Leben außerhalb des Rechts (und jeder Moral), in dem nichts mehr Bedeutung zu haben scheint. Neben dieser großen umspannenden Perspektive steht die Entwicklung von Hauptfigur James im Mittelpunkt, der auf Kosten seiner Frau bzw. seines Schwiegervaters versucht, Schriftsteller zu sein.

    Amüsanterweise schwebt dadurch ständig der Vorwurf des Nepotismus im Raum, der sich allzu deutlich auf das Verhältnis Cronenberg senior zu junior übertragen lässt (kämpft Sohn Brandon hier mit seiner eigenen Biographie?).

    Abseits dessen zeigt sich die wieder mal wahnsinnig (im doppelten Sinne) aufspielende Mia Goth als grandiose Femme Fatale. Sie ermutigt James erst zu all den Geschehnissen und schickt ihn so auf eine brutal-groteske Reise der Selbstfindung.

    Cleopatra Coleman als Em Foster schaut besorgt in die Kamera
    James Frau Em Foster verliert zunehmend die Bindung zu ihm © 2023 Universal Pictures

    Alexander Skarsgard, der in The Northman noch mit unglaublicher physische Stärke protzte, inszeniert seine Figur hier als übergroßes Häufchen Elend. Auf der Suche nach seiner eigenen Identität (vor allem als Mann) torkelt James gewissermaßen durch den Film.

    In der zweiten Hälfte garniert Cronenberg diese bizarre Reise dann mit dem einen oder anderen Drogentrip, der auch in eine Sexorgie mündet, alles in wilden Farb- und Bildkompositionen festgehalten, sodass sich die Handschrift von Possessor fortsetzt.

    So richtig schlüssig mag das letztlich aber nicht zusammenpassen und Infinity Pool wirkt phasenweise wie der falsche Stoff, bei dem Cronenberg aber unbedingt seine visuellen Qualitäten beweisen möchte.

    Wenn sich mit dem Ende des Urlaubs für alle Beteiligten ein (Charakter-)Bogen offenbart, dann bleiben doch einige, thematisch unterschiedliche Versatzstücke als rätselhafte Puzzleteile übrig.

    Unser Fazit zu Infinity Pool

    Mit Infinity Pool präsentiert Brandon Cronenberg wieder mal einen blutigen und visuell verspielten Genre-Film, der in seiner Mischung aus Horror, Mystery und Krimi eine ganz eigene, schwer zu greifende Erfahrung bietet. So uneins wie sein Genre ist dabei auch die Aussagekraft des Films, der oberflächlich den hedonistischen Wohlfahrtstourismus torpediert, aber sich auch um Themen wie Gerechtigkeit, Identität und (männliche) Selbstfindung dreht.

    So richtig ausgereift und zielführend wirken die Handlungsstränge daher leider nicht und sorgen für eine durchaus lang geratene Filmerfahrung. Was man Brandon Cronenberg definitiv attestieren kann, ist, dass er mit aller Macht seine eigene Handschrift etablieren möchte, um sich unabhängig von seinem großen Erbe zu zeigen. Dass Infinity Pool sich dabei viel um Nepotismus dreht, scheint wie ein biographischer Kommentar des Regisseurs auf sich selbst.


    Infinity Pool ist am 13. Juli auf DVD & Blu-ray erschienen sowie on demand streambar.

    © 2023 Universal Pictures

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