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    Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits

    Samuel Cornelissenvon Samuel Cornelissen26. Mai 2020Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Die Grenzen zwischen Realität und Einbildung vermischen sich © Koch Films
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    Der Horrorklassiker Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits vereint Grusel mit dem Trauma einiger Vietnamkriegsveteranen und inspirierte zahlreiche Regisseure, sowie die Videospielreihe Silent Hill. Ab dem 28.05 erscheint er als Mediabook für das Heimkino. Weswegen ihr unbedingt zugreifen solltet, erfahrt ihr in dieser Kritik.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=U6lHSvKD4uk“]

    Auf dem Cover des Mediabooks von Jacob's Ladder - In der Gewalt des Jenseits liegt Jacob (Tim Robbins) verängstigt auf einem OP Tisch, wähend um ihn blutverschmierte Chirurgen stehen
    Offizielles Mediabook zu Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits © Koch Films

    Darum geht es in Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits

    Jacob Singer (Tim Robbins) ist Postbote, doch leidet an einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Schließlich hat er als Soldat im Vietnamkrieg gedient, wo seine Einheit Opfer eines Angriffs wurde, bei dem nur wenige überlebten. Was genau damals passiert ist, weiß Jacob nicht, da eine Erinnerungen nur Fragmente aufweisen. Neben den Flashbacks suchen Jacob mysteriöse Gestalten heim, die versuchen ihn umzubringen. Ob diese real oder nur ein Produkt seiner Einbildung sind, kann er sich nicht erklären. Doch nachdem er auf Veteranen aus seiner ehemaligen Einheit trifft, die ähnliche Erlebnisse durchmachen, beschließt Jacob der Sache auf den Grund zu gehen. Als wäre dies nicht schon schwierig genug, träumt der Veteran von seiner ehemaligen Frau und seinem verstorbenen Kind, wodurch seine jetzige Beziehung auf die Probe gestellt wird.

    Mehr als nur eine Traumabewältigung

    Anfangs mag Jacob’s Ladder nach einem sehr einfachen Konzept klingen. Horror als Symbol eines Kriegstraumas ist eine interessante Idee, auf der sich der Film jedoch nicht ausruht. Der Horror ist zwar das Ergebnis seines Traumas, doch die Handlung geht noch einige Schritte weiter. Sie stellt den Zuschauer vor die Frage, was eigentlich real ist? Die Visionen, die Jacob hat, steigern sich in Fieberträume, die sich so real anfühlen, dass man hinterfragt, ob die angebliche Realität nicht selber nur ein Fiebertraum ist. Mit diesem Element springt Jacob’s Ladder munter hin und her und lässt den Zuschauer somit durchgehend rätseln. Außerdem behandelt der Film das Thema des Loslassens. Auch wenn die Handlung leicht übernatürlich wirkt, sind die Kernthemen greifbar und in Bezug auf den Vietnamkrieg gar nicht so weit her geholt.

    Natürlich öffnet der Film auch eine religiöse Ebene. Bereits der Titel ist eine Anlehnung an die Jakobsleiter, die den Auf- und Abstieg zwischen Himmel und Hölle symbolisiert. Insgesamt funktioniert der Film allerdings auch ohne diesen religiösen Bezugs, der zunächst nur oberflächlich ausgebaut wird. Nichtsdestotrotz öffnet die Symbolik eine weitere Interpretationsebene, da Jacob’s Ladder zwar augenscheinlich klar ausgeht, doch trotzdem Raum für Interpretationen übrig lässt. Denn inwiefern die Jakobsleiter mit der Handlung in Verbindung steht, oder ob sie in Wahrheit vielleicht doch nur eine Illusion des menschlichen Geistes ist, muss der Zuschauer für sich selbst entscheiden. Dadurch lässt sich die Handlung sowohl in einen religiösen, wie auch in einen lediglich Kriegs-kritischen und rein menschlichen Kontext setzen.

    Jacob (Tim Robbins) schreit in einem Vietnam-Flashback in Uniform in Jacob's Ladder - In der Gewalt des Jenseits
    Ständig plagen Jacob Erinnerungsfragmente an seine Zeit in Vietnam © Koch Films

    Jacob’s Ladder – Mysterydrama mit Thriller & Horrorelementen

    Obwohl Jacob’s Ladder meistens als Horrorfilm klassifiziert wird, ist der eigentliche Horroranteil eher gering. Durch die vorhin erwähnten Kernthemen ist der Film zu weiten Strecken eher als ein Mystery-Drama einzuschätzen, jedoch mit sehr präsenten Thriller-Elementen. Er nimmt sich die Zeit, eine unheimliche Atmosphäre aufzubauen, die nicht unbedingt immer im Horror gipfelt, sondern lediglich die rätselhafte Handlung unterstreicht. Erst dann fügt der Film langsam und vereinzelnd seinen Horror hinzu. Die Szenen, wo es über die Atmosphäre hinausgeht und der Schrecken seine Höhepunkte erreicht, lassen sich an einer Hand abzählen und sind somit umso wirksamer. Dieses Grauen gestaltet sich dann beispielsweise in Bodyhorror, der sogar an Cronenberg erinnert. Dadurch erscheint Jacob’s Ladder als ein ruhiger Film, der sich Zeit für seine Tonalität nimmt und so eine durchgehende Anspannung erzeugt. Teilweise gibt er sich etwas zu träge, da sich eine Handlungsebene recht schnell erahnen lässt und die Auflösung ein Stück zu lange dauert.

    Ein helles Licht blendet Jacob und der Wind bläst seine Haare nach hinten, so dass sich sein erschrockenes Gesicht gut in der Nacht erkennen lässt in Jacob's Ladder - In der Gewalt des Jenseits
    Jacob ist nirgends vor seinen Dämonen sicher © Koch Films

    70er Jahre Ästhetik und dichte Atmosphäre

    Wenn ich nicht wüsste, dass der Film von 1990 ist, hätte ich ihn glatt den späten 70er Jahren zugeordnet, denn Jacob’s Ladder macht einen wahnsinnig guten Job darin, sein Milieu auch visuell glaubhaft zu inszenieren. Die leicht expressionistische Handkamera, die Beleuchtung und natürlich die dreckigen Straßen New Yorks erinnern sehr stark an das New Hollywood. Es hilft enorm dabei, den Film authentischer wahrzunehmen. Doch nicht nur die rein visuelle Inszenierung ist gelungen, sondern auch das Sounddesign, welches durch den bedachten Einsatz eines leichten Nachhalls in manchen Szenen einiges zu der mysteriösen Aura beiträgt. Hinzu kommt der dichte Soundtrack, der durch einen leicht dröhnenden Ton, Chorgesängen und an manchen Szenen besonders durch eine Mischung aus Horror-Score mit Einlagen traditioneller vietnamesischer Musik auffällt.

    Natürlich dürfen auch die Schauspieler nicht unerwähnt bleiben. Allen voraus Tim Robbins, der sich ein weiteres Mal als begnadeter Schauspieler erweist. Seine Angstzustände und Panikattacken hätten durch Overacting schnell lächerlich wirken können, doch er meistert die Gratwanderung, so dass es immer realistisch wirkt und wir generell mit seiner Figur mitfiebern. Zusätzlich liefern alle Nebendarsteller einen ziemlich guten Job ab und es macht Spaß, sie miteinander interagieren zu sehen. Leider werden ein paar zu viele Charaktere eingeführt, so dass nicht alle genügend beleuchtet werden. Weniger wäre dann doch mehr gewesen, aber trotzdem stört es nicht besonders, da der Fokus sowieso auf dem Protagonisten liegt.

    Jacob und seine Frau Jezzie stehen sich im Postamt dicht gegeünber, als würden sie sich küssen wollen in Jacob's Ladder - In der Gewalt des Jenseits
    Jacobs Erscheinungen belastet auch die Beziehung zu seiner Frau. © Koch Films

    Unser Fazit zu Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits

    Besonders Ende der 60er bis in die 70er Jahre erlebte das Horrorgenre eine ruhigere und düstere Richtung. Adrian Lyne nimmt sich diesen Vorbildern an und erschuf mit Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits einen Mysterythriller, der glatt in dieser Zeit entstanden sein könnte. Mit einer wahnsinnig dichten Atmosphäre und bedacht eingestreuten Horrorelementen erschafft er eine kontinuierliche Anspannung. Dank des intelligenten Drehbuchs öffnen sich mehrere Handlungsebenen, die den Zuschauer durchgehend zum rätseln bewegen und am Ende sogar Raum für Interpretationen lassen. Es ist mit Sicherheit kein Film für jeden Geschmack, doch wer nach einem ruhigen Horrortrip in die menschliche Psyche sucht, wird hier fündig. Faszinierend geschrieben und packend inszeniert reiht sich dieser Film problemlos neben Horrorgrößen wie Rosemaries Baby ein.

    Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits ist ab dem 28.05 als Blu-Ray Mediabook erhältlich!


    © Koch Films

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