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    Startseite » Jazz an einem Sommerabend
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    Jazz an einem Sommerabend

    Thomas Hortianvon Thomas Hortian16. Dezember 2021Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Der Konzertfilm Jazz an einem Sommerabend liefert besondere Eindrücke von den Musikern und dem Publikum des Newport Jazz Festivals im Jahre 1958. Warum das auch heute noch so faszinierend ist, erfahrt ihr hier!

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    Eine Sängerin schreit in Extase auf dem Cover von Jazz an einem Sommerabend.
    Das Blu-ray Cover von Jazz an einem Sommerabend © Rapid Eye Movies

    Über Jazz an einem Sommerabend

    Am 6. Juli 1958 versammelte sich in Newport, Rhode Island die damalige Speerspitze der sogenannten Black Music beim Newport Jazz Festival. Der Film zeigt Ausschnitte, meist jeweils ein ausgespieltes Lied, der Auftritte von Künstlern wie der mehrfachen Grammy-Gewinnerin Mahalia Jackson, der R’n’B-Ikone Dinah Jackson („What a Diff’rence a Day Makes“) und Rock’n’Roll-Gitarrist Chuck Berry. Den Höhepunkt bilden Weltstar Louis Amstrong und seine All-Stars. Auf eine übergeordnete Narrative, Off-Kommentare oder Interviews wurde komplett verzichtet.

    Pure Freude und Leidenschaft

    Der Konzertfilm vom Starfotografen Bert Stern gilt seit 60 Jahren als Paradebeispiel dafür, was solch ein Film zu leisten vermag. Der Grund dafür ist eigentlich recht simpel: Jazz an einem Sommerabend beschränkt sich schlicht darauf, genau das wiederzuspiegeln, was an diesem Abend wichtig war – die Musik auf der Bühne und das Publikum davor. Stern ließ dies alles für sich sprechen, verzichtete auf Kommentare oder anderweitige Ablenkungen. Noch nicht einmal einen richtigen Rahmen bietet er für dieses Ereignis, das Festivalgelände oder auch die Bühne sind ganz selten und dann auch nur kurz in der Totale zu sehen. Immer wieder zoomt er dicht an die Künstler heran oder bildet einzelne Menschen aus dem Publikum ab.

    Louis Armstrong steht am Mikro - Jazz an einem Sommerabend.
    Louis Armstrong ist einer der großen Stars des Newport Jazz Festivals © Rapid Eye Movies

    Das ist sehr intim und vermittelt auf diese Weise überaus mirtreißend die Leidenschaft, die Ausgelassenheit und die Freude, die diesen Festival-Tag bestimmten. Selbst heute noch, vor dem Fernseher und in den eigenen vier Wänden, stellt sich schnell eine „Mittendrin statt nur dabei“-Atmosphäre ein. Es ist das Gegenteil des modernen, zu jedem Zeitpunkt inszenierten Ereignisses, das große Konzertfilme schon seit dem oscarprämierten Woodstock (1970) sonst bieten. Bei Jazz an einem Sommerabend ist es vollkommen unwichtig, wie viele Menschen sich vor der Bühne versammelten, auch die Auftritte der Musiker erscheinen authentisch und frei von effektheischenden Showeinlagen. Es entsteht das Bild einer Gemeinschaft, die einzig und allein den Moment zelebrieren.

    Etwas Hintergrund

    Das mehrtägige Newport Jazz Festival wurde 1954 ins Leben gerufen und spätestens nach Jazz an einem Sommerabend, der 1959 in Venedig seine Premiere feierte und 1960 in die Kinos kam, wurde es zu einer Institution. Allerdings hatte es in den ersten Jahren mit den rassistischen Vorbehalten einiger Anwohner zu kämpfen, die zum Glück überwunden werden konnten. Über die Jahre traten dort alle großen Jazz-Musiker ihrer Zeit auf, neben Louis Armstrong auch Duke Ellington, Ella Fitzgerald, John Coltrane und Miles Davis. Allerdings erwies sich der Film als Segen wie Fluch zugleich. Denn 1960 kam es auch zu den sogenannten Newport Riots, als einige tausend angereiste Fans, die keine Karten mehr bekommen hatten, randalierend durch die Straßen der Stadt zogen.

    Zwei Personen stehen am offenen Fenster, während sich draußen auf dem Dach ein Mann und eine Frau feiernd umarmen - Jazz an einem Sommerabend.
    Die Zuschauer feiern ausgelassen © Rapid Eye Movies

    Doch die Veranstaltung konnte auf die Unterstützung der Gemeinde zählen und weiterhin stattfinden. 1969 begann die Leitung allerdings den Strömungen der Zeit nachzugeben und lud Led Zeppelin als Headliner für den Festival Samstag ein, und es kam erneut zu Ausschreitungen. Als 1971 dann mehrere tausend Menschen beim Auftritt von Dionne Warwick die Zäune niederrissen, um aufs Gelände und sogar die Bühne zu stürmen, mussten die Veranstalter bis 1981 nach New York City ausweichen. Seitdem gibt es auch einige Ableger des Newport Jazz Festivals, die in verschiedenen Teilen der Welt stattfinden. Inzwischen ist es eine eingetragene Marke. Der langjährige Promoter und Organisator George Wein starb am 23. September 2021 mit 95 Jahren, nachdem er dieses Jahr seine Teilnahme am Festival gesundheitsbedingt absagen musste.

    Unser Fazit zu Jazz an einem Sommerabend

    Man muss kein eingeschworener Jazz-Fan sein, um sich von der Stimmung, die Jazz an einem Sommerabend so phänomenal zu transportieren versteht, vereinnahmen zu lassen. Es dauert nicht lange, bis die ersten Töne erklingen und in Kombination mit den Bildern ihren Zauber entfalten. Die Auswahl der Künstler ist exzellent, die Musik lädt förmlich zum Mitwippen ein. Zudem offenbaren einige Performances mitreißende Improvisationen. Außerdem gibt es immer wieder sympathische Details zu entdecken, wenn Bert Stern von Zeit zu Zeit auch das Publikum in den Fokus rückt. Wenn es einen guten Grund gibt, um doch noch Jazz-Fan zu werden, dann ist es dieser phantastische Konzertfilm!

    Jazz an einem Sommerabend ist am 10. Dezember 2021 von Rapid Eye Movies auf Blu-ray erschienen!


    © Rapid Eye Movies

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