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    Startseite » Lou
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    Lou

    Jan Wernervon Jan Werner23. September 2022Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Jurnee Smollett mit erschrockenem Gesichtsausdruck vor einigen Bäumen im Wald
    Lou. Jurnee Smollett as Hannah. Cr. Netflix © 2022
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    Ein ganz kurzer Titel, ein fast genauso kleiner Cast: Lou bei Netflix ist ein neuer Survivalthriller mit zwei bekannten Hauptdarstellerinnen. Reicht dies für eine Empfehlung oder bleibt der Film nur genauso lang im Gedächtnis, wie der Titel lang ist?

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    Allison Janney als Lou und Jurnee Smollett als Hannah auf dem Poster des Films
    Das Poster zum Survival-Thriller © Netflix

    Lou – Die offizielle Handlungsangabe

    Lou (Allison Janney) dachte, sie hätte ihre gefährliche Vergangenheit hinter sich gelassen. Doch als eine verzweifelte Mutter (Jurnee Smollett) sie bittet, ihre entführte Tochter zu retten, wird ihr ruhiges Leben jäh unterbrochen. Während eines schweren Sturms riskieren die beiden Frauen auf einer Rettungsmission ihr Leben, die sie an ihre Grenzen stoßen lässt und schockierende finstere Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit ans Licht bringt.

    Mittleres TV-Filmniveau mit drei A-Listern

    Zwischen all den groß budgetierten Projekten, die Netflix inzwischen jedes Jahr veröffentlicht, gibt es weiterhin eine Nische für günstigere Produktionen, die trotzdem mit dem ein oder anderen namhaften Star beworben werden können. Das sind Produktionen, die keinesfalls dem Kino-Level entsprechen und die sich eher mit früheren Direct-to-DVD- oder TV-Film-Titeln vergleichen lassen müssen. Dabei ist eben nicht der Anspruch irgendwelche Preise zu gewinnen, schon gar nicht für Originalität. Es soll einfach kurzweilig unterhalten werden und recht viel länger als bis nach dem Abspann wird von den meisten dieser Filme auch nichts im Gedächtnis bleiben.Schön und gut, aber problematisch sowohl für Netflix als auch für den Ruf der Mitwirkenden wird es, wenn eine solche Produktion dann zu krass von den Qualitätsstandards des Streaminggiganten abweicht. Der Plot in Lou ist denkbar simpel und der Cast aufs Minimum reduziert. Leider ist aber selbst diese Standardgeschichte hier voller Logik- und Anschlussfehler.

    Die Prämisse ist, wie gesagt, aufs Wesentliche beschränkt, aber nicht unspannend, zumal das Rätsel, um die Vergangenheit der Titelfigur hier genau lange genug aufrecht erhalten wird, um die Glaubwürdigkeit der Konstellation nicht gänzlich zu ruinieren. Doch handwerkliche Schwächen sorgen dafür, dass man immer wieder aus der Illusion, sich tatsächlich in einem Überlebenskampf zu befinden, herausgerissen wird. Ohne zu spoilern, kann auf jeden Fall darauf hingewiesen werden, dass in diesem Wald der Dreck wohl weniger an Kleidung und Haar hängen bleibt, wie in anderen Wäldern; vielleicht liegt es aber auch an den plötzlichen Wunderheilungen oder einem speziellen Shampoo der beiden weiblichen Hauptfiguren…

    Allison Janney nicht badass genug

    Im Grunde genommen ist Lou die weibliche Variation des inzwischen zum Klischee gewordenen Liam-Neeson-Films: Eine gealterte Person mit wahlweise Geheimdienst-, Militär- oder Polizeivergangenheit muss alte Fähigkeiten reaktivieren, um die Familie oder Freunde aus einer Situation zu retten, für die sie selbst meist irgendwie mitverantwortlich ist. Dabei bedienen sich diese Geschichten ungeniert aus dem großen Rachefilm-Fundus und One-Liner aus dem 80er-Jahre-Actionfilm-Wörterbuch sind ebenfalls fester Bestandteil. Während beispielsweise Jamie Lee Curtis in den neuen Halloween–Filmen mit einer vergleichbaren Attitüde Sympathien sammeln konnte und man auch Linda Hamilton in Terminator: Dark Fate nach all den Jahren, die seit ihrem letzten Auftritt vergangen sind, ihre Schlagfertigkeit noch voll abgenommen hat, will der Funke der Glaubhaftigkeit einer Allison Janney in einer solcher Rolle einfach nicht überspringen.

    Ob man ihr die Ex-Agentin abkauft, entscheidet maßgeblich darüber, ob man den ganzen Film noch ansatzweise ernst nehmen kann. Für den Verfasser dieser Kritik hat dies nicht funktioniert, wodurch die als taff gedachten Wortgefechte mit Lou unfreiwillig komisch wurden. Vor dem Totalausfall rettet Jurnee Smollett diesen Netflix-Thriller mit einer überzeugenden Leistung. Ihr kauft man die Emotionen ab und ihren Schmerz fühlt man mit – sowohl physisch als auch psychisch.

    Allison Janney als Lou und Jurnee Smollett als Hannah nebeneinander verdreckt vor einem Baumstämmen im Wald.
    Allison Janney als Lou und Jurnee Smollett als Hannah © Netflix

    Magerkost bei Spannung und Effekten und verpufftes Ende

    Weder können die Kämpfe mit der Ex-Agentin Lou in Sachen Wucht oder Choreografie überzeugen, noch gelingt es, im Rahmen des Budgets, durch ordentliche Effekte Ausrufezeichen zu setzen. Speziell die Explosionen wirken gar so veraltet animiert, dass auch hier wieder eher mitleidiges Schmunzeln vieler Zuschauer:innen die Folge sein wird. Selbst die wenigen Momente, die für sich genommen ganz ansehnlich sind, gehen im Gesamtwerk durch die zahlreichen Störfeuer – sowohl auf inhaltliche als auch inszenatorischer Ebene – komplett unter. Und dafür, dass der Thriller fast zwei Stunden Laufzeit hat, kommt auch viel zu wenig Spannung auf, sodass auch die Länge noch ein weiterer Kritikpunkt ist.

    Nachdem kurz nach der Halbzeit des Films das „Geheimnis“ rund um Lou gelüftet wird, steuert der Film auf ein unausweichliches, weil vorhersehbares Finale zu. Da man den Schlusspunkt gefühlt aber mehrfach verschleppt und hinauszögert, verpufft letzten Endes der als emotionaler Wirkungstreffer angedachte Schlussakkord von Lou auch noch. Das ganze Schlussdrittel setzt dem ohnehin plumpen Machwerk, das von Sekunde eins an jedweder Subtilität entbehrte, dann noch die Krone auf.

    Unser Fazit zu Lou

    Schade um den Ruf von Oscarpreisträgerin Allison Janney, die ein derart schwaches Skript auch nicht mehr retten konnte. Und schade auch um Jurnee Smollett, die nach Spinnenkopf direkt mit einem zweiten unterdurchschnittlichen Netflix-Film ihre Filmografie eintrübt. Zum Glück wird man aber genauso schnell vergessen haben, dass die guten Darstellerinnen sich hier extrem unter Wert verkaufen mussten, wie man den Streifen als solches nicht lange in Erinnerung behalten wird. Sich Lou anzusehen ist keine Zumutung, aber aufgrund der Belanglosigkeit und der Masse an besseren Inhalten selbst auf der gleichen Plattform, kann der Survival-Thriller allenfalls empfohlen werden, wenn man sich selbst davon überzeugen will, ob auch Allison Janney in einer Action-Rolle funktioniert oder wenn man ein Faible hat, Waldspaziergänge aus dem sicheren Fernsehsessel heraus zu beobachten.

    Lou ist ab dem 23. September bei Netflix abrufbar!


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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