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    MEN

    Adrian Gmelchvon Adrian Gmelch22. Juli 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Men ist nach Ex Machina (2015) und Auslöschung (2018) der dritte Spielfilm von Alex Garland. Diesmal versucht sich der Brite im Art-Horror-Genre und liefert dabei wohl den besten (Horror-)Film über toxische Männlichkeit ab!

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    Ein fies grinsender Mann mit Krawatte ist auf dem Poster zu Men zu sehen, der Titel verdeckt seine Augen
    Das Plakat zu Men © A24

    Men – Die Handlung

    Nach dem traumatischen Tod ihres Mannes zieht sich Harper Marlowe (Jessie Buckley) für ein paar Tage alleine in ein angemietetes Haus auf dem Land in dem kleinen britischen Dorf Cotson zurück. Bei ihrer Ankunft begrüßt sie der liebevolle, aber etwas spezielle Besitzer Geoffrey (Rory Kinnear). Wenig später spaziert sie durch die herumliegenden Wälder und stößt dabei auf einen alten, stillgelegten Eisenbahntunnel. Am anderen Ende des Tunnels taucht eine Gestalt auf, die auf sie los zu rennen beginnt. Marlowe flüchtet daraufhin. Wieder im Haus angekommen, beginnen erst die richtigen Probleme…inklusive nackter, furchteinflößender Männer, die sie von nun an heimsuchen!

    Ein Dorf voller Männer

    Der Film handelt von toxischer Männlichkeit und den Auswirkungen psychischen Terrors. In ihrem Haus und im Dorf wird Marlowe nach und nach von allen möglichen Männerfiguren angegangen, vom Polizisten über den Pfarrer bis hin zum gestörten pubertären Jungen. Den Frieden und die Seelenruhe, die sie sich von ihrem Aufenthalt erhofft hat, kann sie nicht finden. Zu aufdringlich sind die Männer in der Umgebung. Bald hat Marlowe einen entblößten Stalker im Garten, der sie zu Tode erschreckt. Die Polizei schreitet zwar ein, verhöhnt sie aber für ihre Überreaktion und weigert sich, zusätzliche präventive Maßnahmen zu ergreifen. Den Mann lassen sie kurz danach wegen mangelnder Beweise und Motive wieder frei. Es handelt sich dabei aber auch nicht um einen normalen Mann, sondern um eine „grüne“ geheimnisvolle heidnische Identität, die in sich all die „bösen“ Männer versammelt zu haben scheint.

    Marlowe spricht im Dorf mit dem Pfarrer © A24
    Marlowe spricht im Dorf mit dem Pfarrer © A24

    Men ist dann am besten, wenn er Marlowe nach und nach mit den verschiedenen Männerfiguren im Dorf bekannt macht, unvergesslich sind hier vor allem der Pfarrer und der pubertäre Junge. Zunächst erscheinen sie harmlos und sogar hilfsbereit, doch im Dialog stellt sich schnell heraus, dass das Gegenteil stimmt und sie es eigentlich auf Marlowe abgesehen haben. In Windeseile stellen sie klar, dass sie als Frau nur „minderwertig“ sei und der Mann dominiere. Die Stichwörter sind hier: Macho, Patriarch, Geschlechterkampf. Besonders großartig und sehenswert ist die schauspielerische Wandlungsfähigkeit von Rory Kinnear, der nämlich sämtliche Männer im Dorf Cotson verkörpert. Dies gibt dem Film eine bedrohliche, surreale Note, welche den Betrachter über den ganzen Film lang verfolgt.

    Ästhetischer Horror

    Wie man es von Garland gewöhnt ist, gibt es bei Men visuell nichts zu bemängeln. Der Film ist eindrucksvoll inszeniert und die Horrorelemente sind ästhetisch kunstvoll herausgearbeitet. Gerade eine entzwei geschnittene Hand wird zum absoluten Alptraum Marlowes, mehr sei hier aber nicht verraten! Auch atmosphärisch kann der Film überzeugen, die langsame Dramaturgie lässt den ZuschauerInnen genug Zeit, um in die paranoide Welt der Protagonisten einzudringen. Hier zeigt der Film seine Art-Horror-Qualitäten auf (Arthouse + Horror).

    Das Messer wird bald zu Marlowes bestem Freund © A24
    Das Messer wird bald zu Marlowes bestem Freund © A24

    Bei Art-Horrorfilmen ist auch immer eine bestimmte, zentrale Thematik wichtig, welche durch das Horrorgenre zusätzlich verstärkt wird. Hinter der stilistischen Horrorfassade von Men verbirgt sich das traumatische Erlebnis einer Frau mit Männern. Dies erreicht seinen Höhepunkt, wenn der Film gegen Ende quasi zu einem Home-Invasion-Thriller mutiert – von überall versuchen die Männer, Marlowe zu „bekommen“ und für diesen Zweck ins Haus einzudringen. Auch hier glänzt Garland als Regisseur mit einigen grandiosen und originellen Momenten, doch am Ende wird er zu „artsy“ und verfängt sich in einer endlosen Reihe an Body-Horror-Schockbildern, die selbst David Cronenberg sprachlos auf die Leinwand hätten starren lassen. Hier übertreibt er den Art-Horror-Ansatz und schießt über das Ziel hinaus. Somit ist das Ende für den Zuschauer doch relativ frustrierend.

    Unser Fazit zu Men

    Alex Garland ist mit Men erneut ein solider, einzigartiger Film gelungen, der beim Zuschauer lange nachwirkt und letzten Endes die Beziehung zwischen Frau und Mann provokant hinterfragt. Rory Kinnear begeistert in sämtlichen Männerrollen, Jessie Buckley gibt eine kampfeslustige Marlowe ab. Trotz des übertriebenen Finales eine klare Empfehlung!

    Men ist seit dem 21. Juli 2022 in den deutschen Kinos zu sehen!


    © Koch Films/StudioCanal

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