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    Millennium Mambo

    Chris Suessmeiervon Chris Suessmeier22. April 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Eine junge Frau blickt lächelnd auf ein Kartenspiel
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    Millennium Mambo entstand zur selben Zeit wie Genre-Perlen des asiatischen Arthaus-Kinos wie Fallen Angels oder Chungking Express. Anlässlich der Blu-ray-Veröffentlichung im deutschsprachigen Raum, haben wir uns Hou Hsiao-hsiens Neon-Traum wieder mal angeschaut und verraten euch in der Review, wie gut dieser gealtert ist.

    Eine junge Frau blickt zum Betrachter, darüber der Schriftzug des Films
    Das Kinoplakat zu Millennium Mambo © Rapid Eye Movies

    Die Handlung von Millennium Mambo

    Taipeh, Taiwan. Anfang der 2000er. Nachdem Vicky vom Land in die große Stadt gezogen ist, lebt sie mit ihrem Freund Hao-Hao zusammen. Doch deren Beziehung ist das Paradebeispiel für eine toxische Partnerschaft, denn trotz seines übergriffigen Verhaltens – so kontrolliert er Vickys Anrufliste und Einkaufszettel auf mögliche Kontakte zu anderen Männern – verbleibt sie erst einmal bei Hao-Hao.

    Ihr Gefühlschaos wird noch einmal deutlich verstärkt als sie in einer Bar Jack kennenlernt, der offenbar für die Mafia arbeitet. Dieser ist das komplette Gegenteil von Hao-Hao, hat ein regelmäßiges Einkommen und sein Leben wesentlich besser im Griff als der Möchtegern-DJ. Vicky ist somit hin- und hergerissen zwischen ihrer instabilen Jugendliebe und der Sicherheit und Stabilität, die Jack ihr bieten kann.

    Ein Mann umarmt eine junge Frau im weißen BH von hinten. Diese zieht an einer Zigarette.
    Vicky und Hao-Hao haben auch mal gute Momente. © Rapid Eye Movies

    Bezaubernde Shu Qi

    Millennium Mambo stammt vom chinesisch-taiwanischen Filmemacher Hou Hsiao-hsien, der in der Vergangenheit schon so einige Preise für seine Werke verliehen bekam. Auch das Beziehungs-Drama aus dem Jahr 2001 war für einige Awards nominiert, der ganz große Wurf bliebt Hou allerdings verwehrt. Dennoch genießt Millennium Mambo einen gewissen Kult-Status unter den Fans des asiatischen Films, woran sicherlich die Hauptdarstellerin eine gewisse Mitschuld trägt. Shu Qi, die anfänglich vor allem in einigen netten Cat III-Filmen wie Viva Erotica und Sex & Zen 2 zu sehen war, hat sich schnell in den Mainstream des Hong Kong-Kinos gespielt und ist auch in Millennium Mambo der unumstrittene Star. Das merkt man nicht nur in Sachen Story, die sich um das Leben ihrer Figur Vicky dreht. Auch die Kamera verweilt häufig und lange auf Shu Qi und zelebriert diese auf ganz besondere Art und Weise. Man könnte fast meinen, dass der Kameramann Mark Lee Ping-Bing beziehungsweise Regisseur Hou ein bißchen verknallt in die Gute waren.  

    Doch auch der Rest des Casts ist gut besetzt und kann mit seinen Rollen überzeugen. Egal ob der eifersüchtige Nichtsnutz Hao-Hao, dargestellt von Tuan Chun-Hao oder Jack Kao in der Rolle des anderen Love Interests von Vicky, die beiden machen einen guten Job und überzeugen mit ihrem Schauspiel. 

    Eine junge Frau blick hoffnungsvoll nach oben. Sie wird dabei von blauem Licht beleuchtet.
    Wie soll es für Vicky nur weitergehen? © Rapid Eye Movies

    Satte Farben, zweischneidige Disc

    Doch der eigentliche Co-Star zu Shu Qi ist definitiv die audiovisuelle Inszenierung von Millennium Mambo. Während Hou beinahe komplett auf irgendwelche Außenaufnahmen von Taipeh verzichtet, setzt er die Innenräume wie Vickys Wohnung oder die Clubs hervorragend in Szene. Letztere strotzen nur so vor Neon-Farben und elektronischen Beats, die eigenen vier Wände des Paars hingegen sind mit einer wunderschönen Beleuchtung und einer hohen Liebe zum Detail ausgestattet. Man bekommt ein richtig gutes Gefühl in welchen Lebensumständen sich Vicky und Hao-Hao befinden, einige der Örtlichkeiten versprühen auch eine gewisse Gemütlichkeit.

    Die Bilder sind mal in ein tiefes Blau getaucht, dann wieder in ein grelles Orange. Oft dominiert eine Farbe die Szenerie und kann somit den ein oder anderen Moment ziemlich verfremdet wirken lassen. 

    Doch auch wenn es um die Irrungen und Wirrungen einer Beziehung geht, wird Millennium Mambo nicht in Dialogen ertränkt. Im Gegenteil – es wird sehr wenig geredet, ihr als Zuschauer*innen müsst auch mal mit minutenlangem Schweigen klar kommen können. Dennoch wird alles Nötige zum Ausdruck gebracht, toll.

    Zum Abschluss des Reviews würde ich gerne noch ein paar Worte zur deutschen Blu-ray-Veröffentlichung von Rapid Eye Movies verlieren. Zum einen finde ich es löblich, dass dieser Klassiker endlich auch in einer entsprechenden Weise seinen Weg in den Handel findet. Die Präsentation im O-Ton ist aufgrund der verschiedenen gesprochenen Sprachen in Ordnung, ebenso entschädigt das informative Booklet das fehlende Bonusmaterial auf der Disc. Doch – und das war auch schon bei vorherigen Veröffentlichungen ein riesiges Ärgernis – verstehe ich den Verzicht auf Kapitelmarken nicht. Das ist nur eine Kleinigkeit, aber meiner Meinung nach immer ein schönes Feature auf das man nicht verzichten sollte.

    Im Vordergrund ein Mann mit einem Tattoo auf Schulter, Brust und Arm. Dahinter eine junge Frau.
    Kann Jack mehr Sicherheit als ihre Jugendliebe bieten? © Rapid Eye Movies

    Unser Fazit zu Millennium Mambo

    Wer das asiatische Kino zum Jahrtausendwechsel kennen- und liebengelernt hat, kommt auch an Millennium Mambo nicht vorbei. Häufig wird das Werk von Hou Hsiao-hsien mit den Filmen Wong Kar-Wais aus dieser Zeit verglichen, was man eigentlich nur bestätigen kann. Eine grandiose Optik, schöne Kameraarbeit, charismatische Darsteller*innen und die menschliche Geschichte, sorgen für ein rundes Gesamtpaket und unterhaltsame 105 Minuten.

    Und jetzt entschuldigt mich bitte…ich muss weiterhin Shu Qi anhimmeln!


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    © Rapid Eye Movies

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