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    Nichts, was uns passiert

    Ronja Rabevon Ronja Rabe26. März 2023Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    © WDR 2023
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    Basierend auf der gleichnamigen Romanvorlage von Bettina Wilpers, legt Nichts, was uns passiert den Finger in die Wunde und greift ein Thema auf, das viele betrifft, mit dem sich aber niemand gern befasst. Warum der Film dennoch sehenswert ist, erfahrt ihr in unserer Kritik!

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    Die Handlung von Nichts, was uns passiert

    Über ihren besten Freund aus der Uni-Clique lernt die 27-jährige Anna (Emma Drogunova) den ein Jahr älteren Jonas (Gustav Schmidt) kennen. Trotz oft unterschiedlicher Ansichten fühlt sich Anna zu Jonas hingezogen. Es kommt zu einem spontanen One Night Stand und auch ihre späteren Zufallsbegegnungen enden ähnlich. Doch plötzlich ändert sich alles: Nach einer Party mit viel Alkohol wird Anna von Jonas vergewaltigt. Sie ist traumatisiert, erinnert sich an ihr „Nein“, Jonas dagegen an einvernehmlichen Sex. Schließlich vertraut sich Anna ihrer Schwester Daria (Katja Hutko) an, die ihr zur Anzeige rät. Auch das Umfeld erfährt so irgendwann von dem Vorwurf und die Freund:innen müssen Stellung beziehen – allen voran Annas bester Freund Hannes (Lamin Leroy Gibba), der ebenfalls eng mit Jonas befreundet ist. Die Podcasterin Kelly (Shari Asha Crosson) recherchiert die Ereignisse, Haltungen und Diskurse rund um den Fall und führt dazu Interviews mit Anna, Jonas sowie deren Umfeld…

    Anna umarmt ihre Schwester - Nichts, was uns passiert
    Anna vertraut sich ihrer Schwester an © WDR 2023

    Viele verschiedene Details und Perspektiven

    Der Podcast bildet einen neutralen Rahmen im Film. Zwischen den Interviewsequenzen wird in Rückblenden das vergangene Geschehen gezeigt. Viele Parteien, einschließlich der Mutter des Täters, kommen zu Wort, subtil kommentiert und eingeordnet durch die Reaktionen der einfühlsamen Podcasterin. Viele Sätze stimmen nachdenklich und das Publikum kann sich in die unterschiedlichen Sichtweisen der Charaktere hineindenken, wodurch es gelingt, die verschiedenen Facetten und Probleme, die so ein Übergriff mit sich bringt, zu beleuchten. Daneben wird auch die Komplexität von Wokeness und (Doppel-)Moral immer wieder aufgegriffen.

    Der Themenkomplex ist schon in der Romanvorlage sehr gut recherchiert und lenkt den Fokus auf die vielen Fälle, bei denen typische Täter-Opfer-Bilder nicht greifen. Nichts, was uns passiert, im Film spricht Protagonistin Anna diesen Satz aus, könnte ein Satz auch von jeder anderen Figur des Films sein. Ob von Jonas, zu dessen Selbstbild seine Tat absolut nicht passt und der sie genauso wenig wahrhaben will wie seine Mutter. Aber auch von Annas bestem Freund, der ihm so etwas nicht zugetraut hätte oder seine anderen Kommiliton:innen, die sich fragen, wie sie mit der Situation am besten umgehen können.

    Anna blickt Jonas verschmitzt an - Nichts, was uns passiert
    Jonas und Anna lernen sich kennen © WDR 2023

    Der Cast bietet Identifikationspotenzial

    Gerade zu Beginn wirkt Nichts, was uns passiert etwas gestaged, um die vielen Informationen unterzubringen und alle wichtigen Sätze einzubauen. Im Laufe des Films lassen die Darsteller:innen diesen Umstand aber in den Hintergrund treten. Authentisch besetzt, können sich wohl viele, die den Film sehen, mit Personen aus dem Cast identifizieren.Zwischen Bib und klassischem WG-Alltag ist die Situation doch nah an der Lebensrealität vieler junger Menschen, die es so nicht erwarten würden. Vor allem Podcasterin Kelly zeigt als Außenstehende genügend Distanz, ist immer respektvoll und dabei durchaus empathisch. Das ordnet das Geschehen nicht nur besser ein, sondern vermittelt auch einen Eindruck, wie man als Unbeteiligte:r reagieren kann, wenn Betroffene darüber sprechen.

    Ein Film, der nachdenklich macht

    Der Film thematisiert die Probleme beider Seiten. Anna, der manche nicht glauben, weil dies einfacher ist, muss nicht nur verarbeiten, was ihr passiert ist und dass es nicht ihre Schuld war, sondern auch noch damit klarkommen, dass sich Menschen von ihr abwenden, statt sie zu unterstützen, oder das es Menschen gibt, die ihr nicht glauben. Aber auch Jonas, der sich die Tat nicht eingestehen kann und unter der Stigmatisierung leidet und das Umfeld, dass wohl oder übel irgendwann Haltung beziehen muss.

    Wie kann sich das Umfeld positionieren? Was bringt eine Anzeige, wenn die Mühlen der Justiz nicht nur quälend langsam mahlen, sondern im Zweifel Aussage gegen Aussage steht? Wenn die Polizei unsensible Nachfragen stellt, die teilweise nichts mit der Tat zu tun haben? Viele Fragen werden angerissen, die deutlich machen, dass mangelder Consent viele Gesichter haben kann und auch dann vorkommen kann, wenn der Täter vertraut ist und aus dem Freundeskreis kommt oder die Betroffene verliebt in ihn ist.

    Unser Fazit zu Nichts, was uns passiert

    Zwar wirkt der Film streckenweise etwas konzipiert und die Dialoge zu Beginn des Films vielleicht noch etwas gestellt, dennoch zieht der überzeugend spielende Cast das Publikum schnell in die Handlung. Alles in allem ist Nichts, was uns passiert ein Film, der für ein wichtiges Thema sensibilisiert und viele Perspektiven einschließt.

    Nichts, was uns passiert ist seit dem 23. Februar 2023 in der ARD Mediathek verfügbar!


    © WDR

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