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    Outlaw King

    FilmFreundvon FilmFreund14. November 2018Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    OUTLAW KING
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    Mit Outlaw King aus dem Hause Netflix wurde ein hochwertig produzierter Historienfilm ins Rennen geschickt. Doch kann der Streifen mit Chris Pine in der Hauptrolle auch überzeugen? Erfahrt die Antwort darauf im Folgenden!

    Chris Pine als Robert the Bruce in Outlaw King. © Netflix
    Chris Pine als Robert the Bruce in Outlaw King. © Netflix

    Die Story von Outlaw King:

    Anfang des 14. Jahrhunderts kämpft Robert the Bruce (Chris Pine) für die Unabhängigkeit Schottlands gegenüber England. Robert, der auch der König der Gesetzlosen genannt wird, schafft es, viele Männer um sich zu scharen und zu einer ernsthaften Bedrohung für Englands Herren zu werden. Während seines Kampfes und Widerstandes macht er sich allerdings nicht nur die Engländer, sondern auch die katholische Kirche zum Feind. Robert zwingt es nach einer Niederlage ins Exil und der englische König deklariert ihn als Gesetzlosen. Seine Loyalität gegenüber seinen eigenen Leute und Schottland bleibt jedoch ungebrochen. Der Kampf, seine Nation zurückzugewinnen, entflammt erneut.

    Outlaw King – Ein zweischneidiges Schwert

    König Edward der Erste (Stephen Dillane) in Outlaw King. © Netflix
    König Edward der Erste (Stephen Dillane) in Outlaw King. © Netflix

    Der Film startet mit einer wunderbaren Plansequenz, die einen tollen Einblick und Vorgeschmack auf das stimmige Kostüm Design und eine mittelalterliche Atmosphäre gewährt. Barry Ackroyd, der uns auch schon in Hurt Locker mit seiner grandiosen Kameraarbeit beglückte, fängt in Outlaw King die wunderschön anmutende Szenerie Schottlands in den ruhigen Momenten und das Schlachtengetümmel in den Kampfszenen hervorragend ein. Der Soundtrack tritt zwar nie wirklich in den Vordergrund, begleitet und untermalt das Geschehen aber mit angenehm stimmigen Klängen. Handwerklich macht der Film also schon mal vieles richtig.

    Auch visuell ist das Geschehen ein ziemlicher Hingucker. Nur leider wirkt es für ein solch mittelalterliches Setting mitunter arg glatt und zu sehr auf Hochglanz poliert. Es ist einfach nicht brutal, dreckig, ernst und authentisch genug, was sich zumindest mit der letzten großen Schlacht zum Glück wenigstens etwas ändert. Für mich reihte sich leider auch Hauptdarsteller Chris Pine (Wonder Woman, Star Trek) in die unpassend glatte Optik mit ein. Ich sehe ihn eigentlich wirklich gerne, aber in einem solchen Mittelalter-Streifen will er vom Äußeren her nicht so recht passen. Neben all den markanten Gesichtern von James Cosmo (Game of Thrones), Stephen Dillane (Game of Thrones) und Callan Mulvey (300: Rise of an Empire) wirkt Pine mit seinem doch eher „modernen“ Gesicht ziemlich fehl am Platze.

    Optisch beeindruckende und stimmige Schlachten in Outlaw King

    Robert the Bruce (Chris Pine) während der finalen, alles entscheidenden Schlacht. © Netflix
    Robert the Bruce (Chris Pine) während der finalen, alles entscheidenden Schlacht. © Netflix

    „Keine Ritterlichkeit mehr. Jetzt kämpfen wir, wie Wölfe!“

    So durchwachsen und arm an Höhepunkten der Film in seinen ersten 1 1/2 Stunden Laufzeit auch sein mag, die letzte halbe Stunde und vor allem die finale Schlacht schaffen es, einige der Mankos wieder wett zu machen. Gerade optisch weiß Outlaw King hier zu gefallen und mit einer sauberen Inszenierung der Schlacht zu überzeugen. Diese gestaltet sich actiongeladen, einnehmend und trotz des enormen Handgemenges als angenehm überschaubar.

    Das brutale Schlachtengetümmel in Outlaw King. © Netflix
    Das brutale Schlachtengetümmel in Outlaw King. © Netflix

    Sehr positiv hervorzuheben ist außerdem der komplette Verzicht auf Shaky Cam (Wackelkamera) während der Action der Finalen Schlacht. Die damit einhergehende Übersichtlichkeit des wirklich hochwertig produzierten Spektakels macht jede Menge her und ist der Hauptgrund, der Outlaw King letztlich noch etwas sehenswert macht.

    Mein Fazit zu Outlaw King:

    Mit Outlaw King hat Regisseur David Mackenzie (Hell or High Water, Perfect Sense) einen durchwachsenen und oftmals auf der Stelle tretenden Historienfilm geschaffen, der größtenteils leider höhepunkt- und emotionslos verläuft. Auch hat man das meiste wohl schon mal gesehen, mitunter sogar besser und stimmiger. Hier fehlt es einfach an Authentizität, Dreck und bissigen Dialogen. Als kleiner Historienfilm-Happen für zwischendurch taugt der Film allerdings schon, und das fast einzig aufgrund der sauber inszenierten, finalen Schlacht und der wundervollen Kulisse Schottlands.

    © Netflix

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