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    Startseite » Pleasure
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    Pleasure

    Onnovon Onno15. Januar 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Linnéa (Sofia Kappel) posiert im Badeanzug auf einer Luftmatratze im Pool.
    Linnéa (Sofia Kappel) posiert für ihre Karriere. © Plattform Produktion
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    In Pleasure blickt Regisseurin Ninja Thyberg ungeschönt und unzensiert in die Abgründe der Porno-Branche. Erfahrt hier, ob das Drama mit der Newcomerin Sofia Kappel überzeugen kann.

    https://youtu.be/zM0eqUBra90

    Das Filmplakat zu Pleasure zeigt, wie Linnéa (Sofia Kappel) Nachhilfeunterricht im "Blowjob geben" bekommt.
    Filmplakat zu Pleasure © Plattform Produktion

    Der Weg zum Pornostar – die Handlung von Pleasure

    Aus der schwedischen Provinz ins glamouröse Los Angeles. Die 19-jährige Linnéa (Sofia Kappel) verlässt ihre Heimat, um in den Staaten ein großer Star zu werden – ein Pornostar. Doch schnell merkt sie, dass dieses Unterfangen schwieriger als erwartet ist und sie für ihren großen Traum Grenzen überschreiten muss. Die Branche ist hart, von Männern dominiert und die Konkurrenz groß. Damit einhergehen Missgunst und Neid zwischen den Mitstreiterinnen. Doch Linnéa ist bereit, alles für ihren Traum zu opfern und stellt sich entschlossen den Herausforderungen.

    Ein Blick hinter die Kamera

    „Geschäftlich oder aus Vergnügen?“ – genau das wird Linnéa bei der Einreise in die USA gefragt und wenn es nach ihr geht, trifft beides zu. Denn wenn möglich, soll bei ihrer Karriere als Pornostar das vergnügliche mit dem geschäftlichen Hand in Hand gehen. Schließlich schlägt sie diesen Weg ein, weil sie „Schwänze liebt“. Das ist zumindest ihre Antwort auf die Frage, warum sie sich denn für diesen Karriereweg entschieden hat. Doch wird diese halbherzig gegeben und spiegelt sicher nicht ihr wirkliches Stimmungsbild wider. Tatsächlich bekommt man nur vage Hintergründe für ihre Motivation geliefert. Dass in Schweden alles so langweilig sei, ist eine andere vorgeschobene Begründung. Einblicke über den Antrieb einer jungen Frau, Fuß in dieser Branche zu fassen, bekommt man nicht. Pleasure fokussiert sich vielmehr auf das hier und jetzt und beleuchtet die Pornobranche derart genau, wie es wohl noch nie ein Film zuvor getan hat.

    Ein Pornodarsteller führt zwei an Leinen gelegte Damen durch einen Raum.
    Pleasure liefert einen Blick hinter die Kamera. © Plattform Produktion

    Um das zu gewährleisten, hat Regisseurin Ninja Thyberg die Branche ganz genau beäugt und den Film, bis auf Hauptdarstellerin Sofia Kappel, ausschließlich mit Darstellern aus dieser besetzt. Echte Darsteller:innen und Produzenten:innen geben Pleasure die nötige Authentizität, um die Geschehnisse hinter der Kamera so real wie möglich wirken zu lassen. Man lernt die Prozesse und Gegebenheiten rund um einen Dreh kennen und wie Produzenten walten und schalten. Und das bringt für Linnéa nicht nur positive Dinge mit sich. Hier und da merkt man, wie Druck ausgeübt wird, bestimmte Dinge zu tun und Grenzen zu überschreiten. Das wird bei einem schmerzhaften Dreh besonders deutlich, welchen sie dann auch abbricht. Die Wolke des von den Beteiligten zuvor propagierten Wohlfühlumfelds verflüchtigt sich in wenigen Sekunden. Doch Thyberg haut nicht nur drauf, sondern zeigt in einer SM-Sequenz, wie die Arbeit am Set mit gegenseitigem Respekt und Einfühlungsvermögen ablaufen kann.

    Wenig Lust

    Porno ist Business und Sex dabei nur eine Ware. Die eigene Lust und Identität haben da keinen Platz und genau das ist ein weiterer Aspekt, den Thyberg hier ungeschönt darstellt. Den Antrieb für ihr Handeln bekommen wir von Linnéa genauso wenig erklärt, wie ihre eigentlichen Vorlieben und ihre wirkliche Persönlichkeit. Viel mehr begleiten wir sie auf ihrem Weg, der von Oberflächlichkeiten und möglichst erotischer Selbstinszenierung geprägt ist. Nur in vereinzelten Momenten bricht sie aus dieser Hülle aus, beispielsweise bei einem Telefonat mit ihrer Mutter. Ansonsten dominiert die Oberflächlichkeit und zeigt damit eine weitere Ebene dieser Branche. Lustvoll ist hier nichts, denn es werden zielgerichtet die Fantasien der Zuschauer bedient und produziert. Dabei werden schon mal die ein oder anderen Hilfsmittel zur Lustgewinnung verwendet. Spaß an der Sache sieht anders aus.

    Linnéa (Sofia Kappel) blickt in Reizwäsche auf ihre Konkurrentin.
    In der Branche ist jede:r andere Darsteller:in harte Konkurrenz. © Plattform Produktion

    Und so ist der Titel Pleasure sicher nicht zufällig gewählt und das merkt man auch an Protagonisten Linnéa. Ein Vergnügen ist die Arbeit für sie sicher nicht, das merkt man bei ihr an jeder Geste und jedem Blick. Sie hat ein großes Ziel vor Augen und für das versucht sie, jede mögliche Hürde zu nehmen. Eine Entmenschlichung nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera. Und eingefangen wird das Ganze unglaublich authentisch, fast schon dokumentarisch. Dabei ist der Film auch ziemlich freizügig und das nicht auf erotische Art und Weise. Nicht ohne Grund hat das Drama eine Freigabe ab 18 Jahren bekommen.

    Unser Fazit zu Pleasure

    Mit einem schonungslosen Blick hinter die Kamera offenbart Ninja Thyberg in Pleasure die abgründigen Strukturen im Porno-Business. Hier wird gezeigt und angesprochen, wie die männerdominierte Branche tickt und was den jungen Darsteller:innen alles abverlangt wird. Protagonistin Linnéa lernt man dabei nicht wirklich kennen, sie verliert sich vollständig in der Oberflächlichkeit dieser Welt. Ein starkes Drama, das nicht zum mitfühlen anregt, aber einen authentischen Einblick in eine totgeschwiegene Branche gibt.

    Pleasure ist am 13. Januar 2022 in den deutschen Kinos gestartet.


    © Weltkino Filmverleih GmbH

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