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    Startseite » Rocketman
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    Rocketman

    Onnovon Onno29. Mai 2019Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Beitragsbild © Paramount Pictures
    Beitragsbild zu Rocketman © Paramount Pictures
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    Schauspieler und Regisseur Dexter Fletcher hat wohl gefallen an den Biografien von schillernden Musikern gefunden. Nach Bohemian Rhapsody zaubert er die Lebensgeschichte von Elton John auf die Leinwand. Kann Rocketman ein ähnlicher Erfolg werden?

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=1-w8ZT4Z29U“]

    Filmcover zu Rocketman © Paramount Pictures
    Filmplakat zu Rocketman © Paramount Pictures

    Der Junge am Klavier

    Der junge Reginald Kenneth Dwight (Matthew Illesley, Kit Connor) hat eine Passion, das Klavier. Schon früh motiviert ihn seine Großmutter zum Spielen und schnell zeigt sich, dass er eine besondere Gabe für das Instrument hat. Durch die Flucht in die Musik lassen sich seine privaten Probleme wie die Scheidung seiner Eltern besser verarbeiten. Nach seiner Ausbildung an der Royal Academy of Music begleitet er mit seiner Studienband amerikanische Soulsänger auf deren Tour. Dabei entsteht, inspiriert von seinen Bandmitgliedern, sein Künstlername Elton John (Taron Egerton). Bei einer Ausschreibung für einen Komponisten bei der Plattenfirma Liberty Records lernt er den Songwriter Bernie Taupin (Jamie Bell) kennen und eine schillernde Karriere nimmt ihren Lauf.

    Homogenes Musical-Biopic

    In einem extravaganten Vogelkostüm stolziert Elton John durch einen langen Korridor und schreitet festentschlossen durch die Flügeltür und betritt die Bühne. Aber keine Konzertbühne, sondern die “Bühne” im Sitzkreis einer Selbsthilfegruppe. Rocketman beginnt mit dem Anfang vom Ende und erzählt Elton Johns Geschichte als Retrospektive aus der schlimmsten Phase seines Lebens, dem Drogenentzug. Während er über seine Kindheit redet, erblickt er sich selbst als Kind, welches anfängt, einen Elton-John-Song zu singen und in Musicalmanier den Raum zu verlassen, um nach einer Tanz- und Gesangsperformance auf der Straße ins Elternhaus und in genau jene Zeit überzuleiten. Mit solchen Elementen durchbricht Rocketman immer wieder das typische Biopic-Korsett und liefert so eine erfrischende Seherfahrung. Die Songauswahl ist dabei passend zu den jeweiligen Phasen seines Lebens und beinhaltet eine Reihe von Elton Johns größten Hits.

    Elton und Bermie © Paramount Pictures
    Elton John (Taron Egerton) und Bernie Taupin (Jamie Bell) zu Beginn ihrer steilen Karriere © Paramount Pictures

    Die Musical-Einlagen dienen sowohl als musikalische Überleitung, transportieren hin und wieder aber auch inhaltliche Entwicklungen und überbrücken ganze Jahrzehnte der Geschichte. So bekommt man mehr das Gefühl, durch Elton Johns leben zu schreiten, anstatt nur einzelne Anschnitte abzuklappern. Mit kreativen Kameraspielereien und den Einbezug von Konzertauftritten hebt man sich angenehm von der Konkurrenz ab. Die Darsteller interpretieren die Songs dabei selbst und machen die Sache wirklich ordentlich. Gesanglich nähert man sich den Vorlagen oder beleuchtet die Songs aus verschiedenen Blickwinkeln. Rocketman schafft so einen homogenen Einbau der Musik in den Film, ohne dabei auf reine Konzertdarstellungen wie in Bohemian Rhapsody zurückzugreifen. Der kreative Prozess der Entstehung einzelner Songs wird auch plausibel dargestellt.

    Rocketman – Schillernd, explizit und ehrlich

    „Der Film musste so ehrlich wie möglich sein. Ich bin hoch geflogen, aber auch sehr tief gefallen. So sollte der Film auch sein.“ Mit diesen Worten über Rocketman deutet Elton John das bekannte “Rise and Fall”-Muster in Biopics an. Genau diesem obliegt auch der Film, wenngleich er es mit seiner verschachtelten und kreativen Inszenierung schafft, diesem eine frische Struktur zu verpassen. Überzeugende Arbeit verrichtet dabei auch Taron Egerton, der alles in die Waagschale wirft, um eine glaubhafte und emotional umfassende Darstellung von Elton John zu kreieren. Dazu hat er sich auch ein kleines Bäuchlein “antrainiert” und die Eigenheiten seiner Vorlage kopiert. Zwar wird hier nicht die Klasse von Rami Malek als Freddy Mercury erreicht, doch erinnerungswürdig ist die Performance allemal. Vor allem, da sie sämtliche Fassetten seines Lebens glaubhaft darstellt und die Entwicklung vom naiven Jungen zum drogenabhängigen Megastar eindringlich wiedergegeben wird.

    Elton John © Paramount Pictures
    Elton John (Taron Egerton) in seinem Privatjet © Paramount Pictures

    Egertons Darstellung passt sich auch stimmig dem Ton des Films an. Denn die Inszenierung der wilden 70er und 80er ist alles andere als zimperlich und sorgt in den USA sogar für ein R-Rating, womit unter 17-Jährige nur in Begleitung Erwachsener in den Film dürfen. Elton John hat sich sogar persönlich dafür eingesetzt, dass diese Phase seines Lebens nicht entschärft wird. Schillernd auf allen Ebenen und mit reichlich verrückten Kostümen liefert Rocketman so ein eindrucksvolles Biopic über einen eindrucksvollen Menschen ab. Dabei wird ein ehrlicher Blick hinter die Fassade nicht vermieden und liefert dramatische Momente in der Familie und mit Liebschaften. Ein verfilmenswertes Leben bekommt einen würdigen Film.

    Mein Fazit zu Rocketman

    Dexter Fletscher tut es schon wieder. Nach Bohemian Rhapsody liefert der Regisseur erneut ein Biopic über einen schillernden britischen Musiker ab. Doch Rocketman ist beileibe keine Kopie des letztjährigen Kinohits, sondern überrascht als unterhaltsame Mischung aus Musical und Biopic. Seinen raketenhaften Aufstieg erlebte Elton John wie im Traum und genau dieses Gefühl versucht auch der Film mit kreativen Einfällen zu vermitteln. Da hebt das Publikum schon mal in die Luft ab und plötzlich einsetzende Tanz- und Gesangseinlagen leiten zum nächsten Lebensabschnitt über. Ein nicht normales Leben verdient auch ein nicht normales Biopic. Taron Egerton erweckt dabei mit vollem Körpereinsatz den Brillenfreund auf der Leinwand zum Leben und legt eine überzeugende Performance hin. Ohne falsche Scham offenbart Rocketman einen ehrlichen und expliziten Blick hinter die Maske des exzentrischen Musikers und sticht dabei gekonnt Bohemian Rhapsody aus. Der Paradiesvogel unter den Biopics ist ein mitreißender, zum Film gewordener Soundtrack eines schillernden Lebens.

    Rocketman startet am 30.05.2019 in den deutschen Kinos.


    © Paramount Pictures

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