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    Startseite » Sleeping Beauty (2011)
    Filme

    Sleeping Beauty (2011)

    Alex Dreßenvon Alex Dreßen1. Februar 2018Keine Kommentare3 min Lesezeit
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    Emily Browning lässt sich als Lucy in Schlaf versetzen in "Sleeping Beauty" ©Capelight Pictures
    Emily Browning lässt sich als Lucy in Schlaf versetzen in "Sleeping Beauty" ©Capelight Pictures
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    In Julia Leighs Drama Sleeping Beauty lässt sich eine junge Studentin aus Geldnöten unter Drogen versetzen, sodass Kunden an ihr erotische Fantasien ausleben können.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=cnu4hPd4k3Q“]

    Blu-ray Cover von "Sleeping Beauty" ©Capelight Pictures
    Blu-ray Cover von „Sleeping Beauty“ ©Capelight Pictures

    Hintergrund

    Sleeping Beauty ist das Regiedebüt von Julia Leigh, die auch selbst das Drehbuch lieferte. Als Inspiration für das Drehbuch dienten ihr auch ihre Träume.

    Emily Browning lässt sich als Lucy in Schlaf versetzen in "Sleeping Beauty" ©Capelight Pictures
    Emily Browning lässt sich als Lucy in Schlaf versetzen in „Sleeping Beauty“ ©Capelight Pictures

    Der Film feierte sein Debüt beim Filmfestival in Cannes im Mai 2011.

    Handlung

    Die junge, von Geldnöten geplagte Studentin Lucy (Emily Browning) wird bei der Suche nach einer weiteren Einnahmequelle bei einer Stellenanzeige fündig und arbeitet zunächst als in Reizwäsche gekleidete Kellnerin auf surreal anmutenden privaten Partys.

    Sichtlich nervös: Emily Browning als Lucy auf einer der Partys in Sleeping Beauty ©Capelight Pictures
    Sichtlich nervös: Emily Browning als Lucy auf einer der Partys in Sleeping Beauty ©Capelight Pictures

    Ihr wird jedoch bereits zu Beginn die Möglichkeit zu „weitergehenden Verpflichtungen“ angeboten.
    Lucy, die ihre Freizeit in ihrer zunehmend selbstzerstörerischen Art scheinbar nur fremden Männerbekanntschaften und dem Drogenkonsum widmet, macht alsbald von dem Angebot Gebrauch und lässt sich nun, von Drogen betäubt und in Schlaf versetzt, den Fantasien und Fetischen der Kunden hingeben – legidlich Penetration ist nicht erlaubt.




    Kritik zu Sleeping Beauty

    Was dort mit ihr passiert, wird lediglich angedeutet. Letztlich weiß es der Zuschauer ebenso wenig wie Lucy.

    Einer herausragenden Emily Browning gelingt es einerseits mühelos, den Film fast ganz alleine zu tragen und anderseits, der Figur Lucy, die eigentlich wenig Potenzial zur Sympathie- oder Identifikationsfigur bietet, die nötige Tiefe bzw. eine gewisse Mystik zu verleihen, sodass der Zuschauer ihr mit Interesse folgt.

    Das Problem ist dabei allerdings der heimliche zweite Hauptdarsteller: die Kamera.
    Über den gesamten Film gibt es fast nur Totalen zu sehen, es wird fast gänzlich auf Close-Ups verzichtet. Dazu gibt es viele lange Einstellungen, schnelle Schnitte sind kaum vorhanden.
    Verstärkt durch wenig Farbkonstraste und die oftmalige Abwesenheit von musikalischer Untermalung, entsteht eine unangenehm unterkühlte, sterile und extrem distanzierte Szenerie und Atmosphäre, bei der der Zuschauer nie Teil des Geschehens wird, sondern stets als Beobachter auf Abstand gehalten wird, was sich teilweise fast unangenehm voyeuristisch anfühlt.
    Dies mag Absicht sein, erschwert aber leider ungemein den Zugang zu diesem eigentlich interessanten Werk und trägt nicht gerade zu einem großem Spannungsbogen bei. Trotzdem sind es gerade diese Bilder, die teilweise gar an Kubrick erinnern, die sich auch nachhaltig ins Gedächtnis brennen.

    Die Dienstleistung wird in Anspruch genommen: Emily Browning und Peter Carroll in Sleeping Beauty ©Capelight Pictures
    Die Dienstleistung wird in Anspruch genommen: Emily Browning und Peter Carroll in Sleeping Beauty ©Capelight Pictures

    Weiterhin irritiert die scheinbar willkürliche Insertion von kleinen Handlungssträngen sowie Nebenfiguren, die wie aus dem Nichts auftauchen und wieder verschwinden und danach nie wieder eine Rolle spielen. Hierbei wird wenig bis nichts erklärt, Fragen bleiben unbeantwortet.

    Fazit

    Sleeping Beauty ist durchaus eine Sichtung wert, verschenkt aber leider ungemein viel Potenzial.

    Nichtsdestoweniger bietet Sleeping Beauty eine interessante Thematik (der sich aber leider letztlich selbst nicht großartig gewidmet wird), eine tolle Hauptdarstellerin und einige beeindruckende Bilder, die durchaus hängen bleiben werden.
    Doch leider ist der Film letzten Endes längst nicht so gewagt und fordernd wie er wohl gern sein würde. Denn er liefert einfach zu wenig Informationen, um wirklich Möglichkeiten und vor allem Lust zur Interpretation zu bieten.

    Eines muss man dem Film aber noch anrechnen: Er wählt einen wunderbaren Moment für den Abspann.


    © Capelight Pictures

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