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    Startseite » Spaceman: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt
    Drama Filme Science Fiction

    Spaceman: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

    Jan Wernervon Jan Werner27. Februar 2024Keine Kommentare3 min Lesezeit
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    SPACEMAN. (L to R) Adam Sandler as Jakub and Hanus in Spaceman. Cr. Courtesy of Netflix © 2023.
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    Jaja, der Sandler und Netflix… Dieser Verbindung verdanken wir einerseits Hustle und Der Schwarze Diamant. Auf der anderen Seite warf die Kooperation aber auch mehr als ein halbes Dutzend Fließband-Komödien ab, über die nur hartgesottene Fans noch lachen konnten. Spaceman scheint wieder einer der seriösen Filme der Kombi zu sein – aber auch ein guter?

    Spaceman – Die offizielle Handlungsangabe

    Seit Jakub (Adam Sandler) sich allein auf eine Weltraummission zum Rand der Galaxie aufgemacht hat, sind sechs Monate vergangen. In dieser Zeit muss der Raumfahrer erkennen, dass seine Ehefrau Lenka (Carey Mulligan), die er auf der Erde zurückgelassen hat, möglicherweise nicht auf ihn warten wird. Beim Versuch, seine kriselnde Ehe zu retten, bekommt Jakub Unterstützung von einem geheimnisvollen Wesen vom Anbeginn der Zeit, das sich in seinem Raumschiff verborgen hält. Hanus (im Englischen gesprochen von Paul Dano) hilft Jakub dabei, herauszufinden, was schiefgelaufen ist, bevor es zu spät ist. Kunal Nayyar, Lena Olin und Isabella Rossellini sind ebenfalls in dem auf dem Roman Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt basierenden Film unter der Regie von Johan Renck zu sehen.

    Keine schlechte Ausgangslage

    Es wäre nicht der erste Quasi-Solo-Weltalltrip mit einem bekannten Hauptdarsteller, der es trotz den Unzulänglichkeiten des einsamen Weltalls hätte schaffen können, Philosophisches, Emotionales und eine Portion Wissenschaftliches auf recht ruhige Art in Bilder zu packen. Man denke beispielsweise an Moon, Ad Astra, Prospect, denen gemein ist, irgendwie das Paradox aufzulösen und aus der unendlichen Weite Kammerspiel-Atmosphäre herauszudestillieren. Ebenfalls verbindet diese Titel, dass beim Schauen die Gewissensentscheidungen ein Stück weit auch auf das Publikum reflektiert wurden und somit die Beschäftigung mit der Geschichte auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Moral mit sich brachte.

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    Nun kommt mit Spaceman ein Film, der auf so vielen Ebenen suggeriert, sich mit genau diesen Referenz-Titeln messen zu wollen. Allein das Color Grading ist dem von Ad Astra fast identisch. Dann hat man hier auch einen stoischen Protagonisten, gespielt vom diesmal wieder seriösen Adam Sandler, der sich im All seiner irdischen Probleme bewusst wird – nur kann er sie eben Millionen von Kilometern entfernt nicht lösen und verfällt deswegen aus einer Mischung aus Lethargie und Paranoia mehr und mehr dem Wahn. Diese Albtraum-/ Horrorelemente im Netflix-Scifi-Film haben anfangs fast etwas Lovecraft’sches und werden durch die permanent rotierende Kamera nochmals traumartiger und bedrohlicher. Per se wäre also die Ausgangslage hier gar nicht so schlecht gewesen, um einen kurzweiligen Albtraumtrip mit psychedelischen Elementen zwischen Realität und Wahnsinn zu bekommen.

    Doch Spannung kommt nie auf

    Und auch Adam Sandler nimmt man die Rolle ab, wenngleich er schon im Vergleich mit seinen Counterparts aus besagten Vergleichsfilmen darstellerisch zurückstecken muss und ihn auch das Skript schon nach einem Bruchteil der kompakten Lauflänge im Stich lässt. Stimmt es anfangs neugierig, was Jakub mit seinem mysteriösen Gesprächspartner auf fast meditative Weise bespricht, so dreht sich dieses Gimmick viel zu schnell nur im Kreis um die selben recht uninteressanten, weil ausgenudelten Fragen. Die Auseinander mit sich selbst und vor allem seiner fragilen Ehe im Dialog mit einer Riesenspinne trägt schlicht nicht mehr als 20 Minuten ehe man sich beginnt zu langweilen. Kleine Gags sind kaum als solche identifizierbar, die interessante Sound-Kulisse hat vielleicht noch im Kino den Film etwas aufgewertet, aber zuhause bei Netflix büßt auch sie ihre Wirkung ein und im Großen und Ganzen enttäuscht auch, dass man eine Carey Mulligan im Cast so überhaupt nicht einzusetzen weiß.

    Hanus (Stimme von Paul Dano) und Adam Sandler als Jakub in Spaceman
    Hanus (Stimme von Paul Dano) und Adam Sandler als Jakub in Spaceman © Netflix

    © Netflix

    Unser Fazit zu Spaceman

    3.0 Okay

    Spaceman ist keine Vollkatastrophe, denn dafür spielt Adam Sandler dann doch zu gut für das flache Skript. Abgesehen von der Schauspielleistung des Protagonisten und vereinzelten Ansätzen, die ein nicht abgerufenes Potenzial andeuten, bleibt vor allem die Spannung recht schnell auf der Strecke. Trotz der kurzen Lauflänge ist der Science-Fiction-Film eine zähe Angelegenheit, die nur philosophische und menschliche Tiefe vorgaukelt und keinem der offenkundigen Vorbilder auch nur ansatzweise das Wasser reichen kann.

    Spaceman läuft ab dem 1. März 2024 bei Netflix!

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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