Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » The Assassin
    Filme

    The Assassin

    Thomas Hortianvon Thomas Hortian22. August 2023Keine Kommentare6 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Inan ist vom Kampf gezeichnet, Blutspritzer bedecken sein Gesicht - The Assassin
    © Capelight Pictures
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Im südkoreanischen Schwertkampf-Drama The Assassin sieht sich ein kränkelnder Attentäter mit einer letzten, großen Auseinandersetzung konfrontiert. Ob der Film so schneidig ist, wie dessen Klinge, erfahrt ihr in unserer Review!

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Man sieht das Gesicht des alternden Assassinen Inan im Profil, er hält neben sich sein Schwert hoch - The Assassin
    Das Mediabook-Cover von The Assassin © Capelight Pictures

    Die Handlung von The Assassin

    Inan (Shin Hiun-joon) gilt als bester Attentäter im Königreich Joseon, erfüllt seine Aufträge stets gewissenhaft und unnachgiebig. Doch seine Gesundheit macht ihm zu schaffen, die Artherien in seinem Herzen sind durch seinen Lebenswandel und den damit einhergehenden Stress zunehmend verstopft. Also zieht er sich still und leise aufs Land zurück, wo er bei der jungen Wirtin Seon-hong (Kim Min-kyung) als Küchenhilfe unterkommt. Doch sein neues friedliebendes Leben währt nur kurz.

    Als zwei Banditen bei der Seon-hong einkehren, erkennt deren kleiner Sohn in einen von ihnen den Mörder seines Vaters. Als er diesen mit einem Messer attackieren, aber nicht töten kann, muss Inan einschreiten und die Sache zu Ende bringen. Es spricht sich nun schnell rum, dass sich ein Schwertmeister im Dorf versteckt hält. Der kränkliche Auftragskiller im Vorruhestand sieht sich nun einer stetig wachsenden Anzahl an Gegnern ausgesetzt. Es steht ihm eine letzte blutige Abrechnung bevor…

    Die Geschichte ist ein alter Hut

    Die Geschichte, die uns The Assassin hier auftischt, wurde gewiss schon hunderte Male erzählt. Denn der alte Meisterkämpfer, der sich zurückzieht, aber dann doch wieder durch die Umstände seine Fähigkeiten einsetzen muss, ist eben ein alter Hut. Das muss nichts schlechtes sein, solch universell variierbaren Geschichten bieten oftmals genug Wiedererkennungswert an sich, um ein wohliges Gefühl der Vertrautheit zu verströmen. Doch dabei stellt sich das Skript leider immer wieder selbst ein Bein. Es vertraut weder auf seine Hauptfigur, noch auf die Dramaturgie der eigenen Geschichte oder die sich bis zum Ende häufenden Action Set Pieces.

    Inan steht still vor seinem Opfer, einem Beamten, der am Boden vor dem ihn bedrohenden Schwert zurückschreckt - The Assassin
    Inan ist ein gewissenhafter Auftragsmörder © Capelight Pictures

    Vergleiche mit dem ebenfalls in Südkorea entstandenen The Swordsman von 2020 kommen unweigerlich auf. Hier wie dort erfährt man nur das Nötigste über den Meisterkämpfer, der im Fokus der Handlung steht. Doch während jener Schwertkämpfer zumindest eine in der Vergangenheit beheimatete Motivation für sein Handeln vorweisen konnte, wissen wir zu keiner Zeit, was unseren Assassinen hier bewegt. Abseits von Klischees, wie der Ehre eines Meisterkämpfers und Attentäters, kann man nur erraten, wie es in Inan aussieht, wenn er später einer Schar von Banditen oder den korrupten Beamten des Ortes gegenübertritt.

    Wäre die Geschichte in The Assassin nur ein Aufhänger für zünftige Kampfeinlagen, könnte man das noch locker verschmerzen. Doch die lassen nach Eingangssequenz, in der man ihm bei seinem Tages-, bzw. eher Nachtwerk sieht, erst einmal auf sich warten. Stattdessen dürfen wir den Meuchelmörder a.D. dabei beobachten, wie er ein neues, einfaches, und vor allem unauffälliges, Leben beginnen will. Hier setzt das Skript mit dem vorlauten Tochter-Sohn-Gespann auf eher gewollt erscheinenden Humor. Einzig ein erzählerischer Kniff ganz zum Ende demonstriert etwas mehr Feinfühligkeit im Umgang mit der Hauptfigur. Das ist dann leider auch etwas sehr spät.

    Zu wenig Action

    Wenn dann ein wenig Schwung in die Sache kommt, wandelt sich auch die Atmosphäre. The Assassin wirkt dann düster und bedrohlich, denn die bewaffneten Bösewichte agieren gerne im Schatten. Ganz im Gegensatz zu den korrupten Beamten, die über das Dorf herrschen und ihren Geschäften gerne am Tage nachgehen. Das ergibt dann sogar einen recht netten Kontrast.

    Nachts sammeln sich vor dem Haus des korrupten Beamten seine in Schwarz gehüllten Schergen
    Der korrupte Beamte sammelt seine Schergen um sich © Capelight Pictures

    Doch es dauert selbst nach dem Zwischenfall in der Suppenküche von Seon-hong noch eine Weile, bis die Schwertkampf-Action beginnt. Und gerade die entpuppt sich dann noch als verhalten. Wenn Inan etwa in die Festung der Banditen eindringt, ist am Ende sein Wortgefecht mit deren Oberhaupt das traurige Highlight. Erst die Schergen des obersten Beamten, allen voran ein junger, von sich selbst eingenommener Assassine namens Yawol, scheinen den alternden Schwertmeister zu fordern. Doch selbst diese Kämpfe fallen recht kurz und unblutig aus.

    Im Gegensatz dazu konnte etwa The Swordsman, bei wesentlich geringerer Gegnerdichte, mit seiner Action mehr punkten. Dort war zumindest jeder Tod von Bedeutung. Ganz anders bei The Assassin, denn der fertigt seine Gegner zum Ende zunehmend wie am Fließband ab.

    Ein guter Cast, aber kein Scope

    Spektakel ist die Sache von The Assassin also nicht, was ein wenig schade ist. Die Kostüme und Sets fallen sehr stimmungsvoll aus. Die vorherrschend düstere Stimmung hätte einem vielleicht nicht sehr anspruchsvollen, aber nett anzusehenden Blutbad sicherlich gut zu Gesicht gestanden. Allerdings entschied sich Regisseur Kwak Jeong-deok schon beim Look des Films für eine eher biedere und saubere Digital-Optik. Genauso verzichtet er auch fast vollends auf Establishing Shots, verweigert seinem Film damit jeglichen Scope. Gut, er spielt eben in der fernen, finsteren Provinz, wo nur das Wort der Starken und Mächtigen Gesetz gilt. Etwas auskleiden hätte er das aber schon dürfen.

    Seon-hong steht mit ihrem Sohn in der Suppenküche - The Assassin
    Seon-hong und ihr Sohn geben Inan ein neues Zuhause © Capelight Pictures

    Gleichsam fällt die Figurenzeichnung sehr flach aus, die Charaktere bleiben zumeist auf ihre Funktion beschränkt. Selbst wenn der Film in düstere Gefilde umschwenkt, bemüht das Skript mit der Figur des feigen, nur an seiner Stellung interessierten Bürgermeisters glatt noch einen Comic Relief. Die Leistungen der Darsteller schwanken ehedem, gerade in den Nebenrollen drücken einige von ihnen ziemlich auf die Tube. Man kann es ihnen auch nicht verdenken, wenn sie trotz ihrer schlicht gezeichneten Rollen Eindruck hinterlassen wollen.

    An den Hauptdarstellern gibt es eigentlich kaum etwas auszusetzen, allen voran Shin Hiun-joon, der jungen Kim Min-kyung und Lee Moon-sik als machtbesessener Beamter können durchaus überzeugen. Einzig Lee Jung-min als selbstgefälliger Assassine Yawol schlägt ein wenig über die Stränge. Alles in allem wären die Zutaten für zünftige historisch eingebettete Action-Unterhaltung vorhanden gewesen.

    Unser Fazit zu The Assassin

    Etwas mehr kinematisches Gefühl, ein paar längere Kampfeinlagen und ein besseres Auge für seine teils recht ausgefallenen Charaktere – The Assassin hätte durchaus ein amtlicher Action-Kracher werden können. Doch leider begnügt sich das Werk von Regisseur Kwak Jeong-deok mit zwar gefälliger, aber schon eher zweitklassiger Optik und viel zu kurzen Scharmützeln. Und dass, ohne dem etwas in Sachen Charakterzeichnung und Storytelling entgegenzusetzen. Unterm Strich ist das Ganze nicht mehr als nett anzuschauen, nicht langweilig, aber noch lange nicht aufregend. Wer in Sachen Schwertkampffilm nach ein wenig Abwechslung in Südkorea sucht, kann gerne mal einen Blick riskieren.

    Das Mediabook von Capelight Pictures bietet den Film sowohl auf Blu-ray als auch UHD in ansprechender Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronfassung scheint in den Dialogen nicht immer sattelfest, geht aber okay. Das 24-seitige Booklet offeriert dazu noch ein durchaus interessantes Interview mit Regisseur Kwak Jeong-deok und einige Konzeptzeichnungen. Ein gelungenes Gesamtpaket.

    The Assassin ist seit dem 27. Juli 2023 als DVD, Blu-ray und als Mediabook im Handel erhältlich!


    © Capelight Pictures

    Vorheriger BeitragAvalon – Spiel um Dein Leben
    Nächster Beitrag Star Wars: Ahsoka

    Weitere Beiträge

    2.0

    Hi-Five

    von Louis Kiehl
    4.5

    Sentimental Value

    von Luca Mattys
    2.0

    Stromberg – Wieder alles wie immer

    von Felix Knorr
    4.0

    Im Schatten des Orangenbaums

    von Luca Mattys
    2.5

    Dead of Winter

    von Jan Werner
    4.5

    Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Die große Netflix-Vorschau 2026 – Highlights aus Film und Serie 

    7. Dezember 2025

    Hi-Five

    6. Dezember 2025

    Sentimental Value

    5. Dezember 2025

    The Mighty Nein

    4. Dezember 2025
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2025 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.