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    Startseite » The Dead Don’t Die
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    The Dead Don’t Die

    Onnovon Onno2. Juli 2019Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Beitragsbild zu The Dead Don't Die © Universal Pictures
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    Jim Jarmusch lässt in The Dead Don’t Die eine illustre Darstellerriege auf die Untoten los. Lassen sich sein entschleunigender Stil und trockener Humor mit dem Zombie-Genre vereinen?

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=b8w8sX4T7oA“]

    Filmposter zu The Dead Don't Die © Universal Pictures
    Filmplakat zu The Dead Don’t Die © Universal Pictures

    Zombies stören die Kleinstadt-Idylle

    Gemächlich geht es zu in Centerville, einem kleinen beschaulichen Örtchen. Die beiden Polizisten Cliff Robertson (Bill Murray) und Ronald Peterson (Adam Driver) schlagen sich mit potenziellen Hühnerdieben herum und planen weitsichtig ihren Kaffee- und Donut-Konsum. Doch plötzlich mehren sich merkwürdige Ereignisse. Die Sonne geht auf einmal nicht mehr dann unter, wenn sie es soll, die Tiere spielen verrückt und die Anzeige der Uhren spinnt auch. „Das nimmt ein böses Ende“ ist Ronalds weitsichtige Aussage zu den Ereignissen. Und er soll recht behalten, denn schon bald machen sich Untote auf, durch das Örtchen zu schlürfen. Dabei gehen sie stets den Aktivitäten nach, die sie zu Lebzeiten gern gemacht haben und steuern dementsprechend diese Orte an. Wenn Zombies nach dem besten Wifi-Empfang suchen, nimmt das garantiert kein gutes Ende.

    Gemächliche Zombie-Apokalypse

    Jim Jarmusch ist nicht bekannt für hektisches und hetzendes Kino. Eine gewisse Gemütlichkeit lässt sich der Independent-Regisseur nicht nehmen und genau diese findet man auch in The Dead Don’t Die. Die beiden Polizisten Cliff und Ronald lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen und sei es auch eine Zombie-Apokalypse. Moralische Gepflogenheiten werden dabei gerne mal ignoriert, weshalb den beiden die Kollegin Minerva Morrison (Chloë Sevigny) als panischer Anker zur Seite steht. Doch bis die Zombie-Party ins Rollen kommt, vergeht einiges an Zeit, in welcher wir die Bewohner von Centerville kennenlernen. Darunter tummeln sich bekannte Namen wie Tilda Swinton als eigenwillige Leichenbestatterin, Steve Buscemi als rassistischer Farmer oder Danny Glover als gewissenhafter Baumarkt-Verkäufer. Die Einwohner des Örtchens sind durchaus sympathisch und teilweise auch schrullig, wirken in ihrer Ausführung aber aufgesetzt und stereotyp.

    Unheil in Sicht © Universal Pictures
    Man sieht das Unheil schon kommen © Universal Pictures

    Mit seinen 105 Minuten Laufzeit ist The Dead Don’t Die nicht wirklich knackig, aber auch nicht wirklich lang. Auch wenn es interessant ist, die Figuren kennenzulernen, spürt man die Laufzeit immer wieder und sehnt sich der versprochenen Zombie-Flut entgegen. Einen Vergleich mit den komödiantischen Zombie-Kollegen wie Shaun of the Dead oder Zombieland kann und sollte man nicht ziehen. Das wird dem Film und generellem Wirken von Jim Jarmusch nicht gerecht. Der trockene Humor ist sicher nicht jedermanns Sache und auch das angesprochene Tempo fordert dem Zuschauer einiges an Geduld ab. Lässt man sich aber darauf ein, wird man mit herrlich skurrilen Momenten, charmanten Reminiszenzen an das Zombie-Genre und erfrischenden Meta-Humor belohnt.

    Blutiges und politisch bemühtes Rollenspiel

    Die Bewohner des verschlafenen Nests Centerville werden von einer illustren Darstellerriege gespielt, welche mit namhaften Musikern ergänzt wird. Jim Jarmusch hat während seiner langjährigen Schaffenszeit eine Menge Kontakte geknüpft und nutzt diese ausgiebig in seinen Filmen. Dabei werden diesen die Rollen schon vorab auf den Leib geschrieben. Das merkt man auch in The Dead Don’t Die, denn einen Ausbruch aus den gängigen Rollenbildern erlebt man hier nicht. Viel mehr agieren die Darsteller entsprechend ihren bekannten und beliebten Mustern, was im Zusammenspiel auch größtenteils gut funktioniert. Gerade Bill Murray und Adam Driver überzeugen als abgeklärtes, gemütliches und sarkastisches Tandem.

    Zombie-Apokalypse © Universal Pictures
    Die Zombie-Apokalpyse ist im vollen Gange © Universal Pictures

    Treffen die Einwohner von Centerville dann endlich auf die Zombies, geht es gar nicht mal so zimperlich zu und so manche Innereien werden zielgerichtet nach außen gekehrt. Handwerklich wird das alles charmant mit praktischen Effekten realisiert. Nur der dunkle CGI-Qualm ist störend, welcher nach Abtrennen des Kopfes aus dem Körper dringt. Das hätte man definitiv stimmiger und eleganter lösen können. Ähnlich wie die Genre-Klassiker aus den 60er-Jahren versucht auch The Dead Don’t Die aktuelle Bezüge zur politischen Lage einfließen zu lassen und übt immer wieder Kritik an der Trump-Politik aus. Gelungen ist das zwar nicht hundertprozentig, aber dennoch lobenswert.

    Mein Fazit zu The Dead Don’t Die

    Nein, das nächste Shaun of the Dead oder Zombieland bekommt man mit The Dead Don’t Die nicht geliefert. Doch darauf sollte schon allein der Name Jim Jarmusch hinweisen. Gemächlich steuert ein kleines verschlafenes Nestchen einer Zombie-Apokalypse entgegen. Bis es letztlich dazu kommt, vergeht viel Zeit, welche mit trockenem Humor und mehr oder weniger skurrilen Figuren gefüllt wird. Ein Gag-Feuerwerk wird hier wahrlich nicht abgebrannt und auch wenn die Zombies dann endlich durch die Straßen schlurfen, wird das Tempo nicht wirklich angezogen. Das muss man mögen und sollte einem bewusst sein, wenn man mit The Dead Don’t Die seinen Spaß haben will. Kann man sich darauf einlassen, bekommt man einen gemütlichen und zitierfreudigen Meta-Ausflug ins Zombie-Genre geliefert, der ohne nennenswerte Höhepunkte bleibt, aber mit reichlich Charme punktet.


    © Universal Pictures

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