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    Startseite » The Death of Stalin
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    The Death of Stalin

    Heikovon Heiko27. März 2018Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Jason Isaacs als Georgi Schukow in "The Death of Stalin" © Concorde Filmverleih
    Jason Isaacs als Georgi Schukow in "The Death of Stalin" © Concorde Filmverleih
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    In Russland verboten, hierzulande ab 29. März im Kino. Armando Iannucci zieht mit The Death of Stalin den politischen Terror und seine Vertreter ins Lächerliche und demaskiert auf absurde Weise die Mechanismen der Macht. 

    Offizielles Filmplakat von "The Death of Stalin" © Concorde Filmverleih
    Offizielles Filmplakat von „The Death of Stalin“ © Concorde Filmverleih

    Darf man über ein totalitäres Terrorregime lachen? Man kann zumindest, wenn es auf so eine entlarvende Weise geschieht, wie es Armando Iannucci in The Death of Stalin dem Zuschauer ermöglicht. Die Männer hinter der Schreckensherrschaft werden hier zu Witzfiguren degradiert und damit vermutlich zum Spiegelbild ihres Minderwertigkeitskomplexes, der als eines ihrer Motive gesehen werden kann.

    Stalin ist tot – und nun?

    Moskau, 1953: Josef Stalin, der Generalsekretär der UdSSR und einer der schlimmsten Massenmörder in der Geschichte der Menschheit, liegt in einer Lache seines eigenen Urins auf dem Boden seines Arbeitszimmers und stirbt. Gerogi Malenkow (Jeffrey Tambor) als zweiter Mann im Staat rückt zunächst als Nachfolger auf. Doch innerhalb des Politbüros bringt sich insbesondere der skrupellose und machthungrige Lawrenti Beria (Simon Russell Beale) in Stellung. Nikita Chruschtschow (Steve Buscemi) sieht sich gezwungen, seinerseits gegen Beria zu intrigieren. Und so beginnt schon kurz nach dem Tod Stalins ein Machtkampf um die Führung der Sowjetunion.

    Regisseur und Drehbuchautor Armando Iannucci ist ein erfahrener Mann im Bereich der Polit-Satire. In seiner Comedy-Serie The Thick of It blickte er hinter die Kulissen der britischen Regierung und erhielt für seine Langfilmadaption der Serie (Kabinett außer Kontrolle) eine Oscar-Nominierung für das beste Drehbuch. Anschließend widmete sich Iannucci der amerikanischen Politik und schuf mit Veep die mit einem Emmy ausgezeichnete HBO-Serie über die Arbeit der von Julia Louis-Dreyfus gespielten Vizepräsidentin. Nun also verlässt er die politische Bühne der Gegenwart und thematisiert den Nachfolgekonflikt in der Sowjetunion nach dem Tod Stalins auf humoristische Weise.

    Die Mitglieder des Politbüros in "The Death of Stalin" © Concorde Filmverleih
    Die Mitglieder des Politbüros in „The Death of Stalin“ © Concorde Filmverleih

    The Death of Stalin – Der Humor hinter dem Terror

    Dabei sollte es nicht verwundern, dass dem Zuschauer das Lachen mitunter im Halse stecken bleibt. Iannucci spielt hier mit der Banalität des Terrors. Todeslisten, Exekutionskommandos, erschossene Demonstranten. Dinge, die man in einer normalen Komödie freilich nicht erwarten würde. Doch The Death of Stalin widmet sich nunmal der Schreckensherrschaft eines totalitären Systems. Sollte man hierüber lachen? Diese Frage wird sich der Zuschauer das ein oder andere mal stellen, wenn er sich dabei ertappt, über Szenen zu lachen, die streng genommen gar nicht lustig sein dürften. Das ist eine Kunst, die Iannucci sehr gut beherrscht.

    Nicht jeder Gag zündet, zugegeben. Subtilität darf hier ohnehin nicht erwartet werden, der Humor kommt mit dem Holzhammer, der Witz ist Klamauk. Einige Szenen waren mir persönlich auch etwas zu albern, bei anderen musste ich wiederum wirklich lachen. Am Ende ist es jedoch das Gesamtkonzept, das zu überzeugen weiß. Und dies wird insbesondere von einem brillanten Cast getragen.

    Brillante Besetzung

    Steve Buscemi (Fargo, Boardwalk Empire) ist einmal mehr glänzend aufgelegt und spielt Nikita Chruschtschow mit der notwendigen Raffinesse. Ein zunächst gutmütig, vielleicht gar etwas tollpatschig wirkender Mann, der letztlich jedoch nicht weniger skrupellos erscheint als seine Genossen. Gleiches gilt für den wunderbaren Michael Palin, der seine komödiantische Erfahrung als Monty Python-Mitglied ausspielen kann. Er spielt den undurchschaubaren Molotow, der im ersten Moment nett und zerstreut scheint, und dir im nächsten Moment das Messer in den Rücken sticht.

    Jeffrey Tambor (Transparent) und seine Rolle waren mir hingegen etwas zu albern. Zwar ist jede einzelne Figur in The Death of Stalin eine Karikatur ihrer selbst, doch Malenkow lässt an dieser Stelle wirklich jegliche Glaubwürdigkeit vermissen. Hier wurde zugunsten des Humors vielleicht etwas zu sehr übertrieben. Positiv hervorheben möchte ich zudem Jason Isaacs (Harry Potter, The OA) als General Schukow. Ich halte Isaacs für einen hervorragenden und vielleicht bisher sehr unterschätzten Darsteller. Ich hoffe, dass wir ihn in Zukunft auch häufiger auf der großen Leinwand sehen dürfen.

    Jason Isaacs als Georgi Schukow in "The Death of Stalin" © Concorde Filmverleih
    Jason Isaacs als Georgi Schukow in „The Death of Stalin“ © Concorde Filmverleih

    Fazit

    Eine pauschale Empfehlung für Komödien abzugeben ist in der Regel schwieriger als bei anderen Genres. Zu sehr ist das Empfinden vom eigenen Humor abhängig. Mir persönlich war The Death of Stalin mitunter etwas zu albern. Andererseits musste ich bei einigen Szenen durchaus laut lachen. Am Ende ist der Film vielleicht nicht ganz so lustig, wie er hätte sein können, kann aber durch sein Gesamtkonzept überzeugen. Angeführt von einem brillanten Steve Buscemi werden hier durch einen glänzend aufgelegten Cast die Mechanismen der Macht demaskiert und bloßgestellt. Die historischen Figuren werden zu Karikaturen ihrer selbst. Dadurch werden sie der Lächerlichkeit preisgegeben und letztlich der Sorge ausgeliefert, die Männer wie diese am meisten fürchten: Dass man über sie lacht!

    © Concorde Filmverleih

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