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    The Hand of God

    Jan Wernervon Jan Werner22. Dezember 2021Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Nachdem uns Ridley Scott mit House of Gucci vor wenigen Wochen bereits ins Italien der 70er- bis 90er-Jahre entführt hat, präsentiert uns Paolo Sorrentino nun den autobiografischen Blick auf diese Zeit in Neapel. Kann das Drama The Hand of God die Lust auf den nächsten Italienurlaub wecken?

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    Das deutsche Plakat zu The Hand of God mit dem Titel in der oberen Hälfte und der Hauptfigur unten, rechts am Rand.
    Das Poster zur Netflix-Produktion © Netflix

    The Hand of God – Handlung

    The Hand of God handelt von überraschenden Freuden, wie etwa der Ankunft der Fußball-Legende Diego Maradona, und einer ebenso unerwarteten Tragödie. Beides ist mit dem Schicksal verbunden, das – genau wie Fabiettos (Filippo Scotti) Zukunft – seinen Lauf nimmt. Für seine bisher persönlichste Geschichte über Schicksal und Familie, Sport und Kino sowie Liebe und Verlust kehrt Paolo Sorrentino in seine Heimatstadt zurück.

    Coming-of-Age trifft italienische Dolce Vita

    Diese Geschichte eines Jungen namens Fabietto Schisa im turbulenten Neapel der 1980er-Jahre stammt vom Oscar-prämierten Drehbuchautor und Regisseur Paolo Sorrentino (Il Divo – Der Göttliche, La Grande Bellezza – Die große Schönheit, The Young Pope – Der junge Papst). Der Filmemacher paart dabei autobiografische Hintergründe mit einer Coming-Of-Age-Erzählung. Zu jedem Moment spürt man hier, dass man sich in Italien befindet, denn The Hand of God sprüht nur so von Lokalkolorit und landestypischer Schrulligkeit oder kurz: Dolce Vita! Die persönliche Note Sorrentinos ist ebenfalls von Minute eins an omnipräsent und äußert sich in einer Detailverliebtheit und einer Beobachtungsgabe, die eben nur demjenigen möglich ist, der in gewisser Weise diese unglaubliche Geschichte selbst erlebt hat.

    Durch eben diese Intimität, die durch die perfekte Besetzung des stellvertretenden Protagonisten noch verstärkt wird, verschwimmen die Linien zwischen dem tatsächlich passierten Drama und den märchenhaften Ausschmückungen. Der Sog, der dadurch entsteht, sorgt dafür, dass man selbst die Überzeichnungen und die fantastischen Elemente als wahrhaftig abnimmt. Dieser zweistündige Ausflug mit der Zeitmaschine nach Süditalien ist ein kurzweiliges Vergnügen und schürt definitiv das Sehnsuchtsgefühl, dass von dieser Zeit und der Gegend ohnehin ausgeht.

    Filippo Scotti nachdenklich mit Kopfhörern und ohne Oberteil. Im Hintergrund sieht man das Meer. The Hand of God
    Der Protagonist wird gespielt von Filippo Scotti © Netflix

    Skurrile Figuren und viel Herz

    Die Verwandtschaft von Protagonist Fabietto besteht in The Hand of God ausschließlich aus überspitzten Charakteren. Dadurch verstärkt sich jedoch die jeweilige symbolische Funktion der Figuren. Sorrentino verleiht dadurch, dass er es auch nie komplett übertreibt, auch an dieser Stelle ein Stück weit seinem Publikum zu entscheiden, was es davon für bare Münze nimmt und was es ins Reich der Fantasie einordnet. Eine Familienfeier eskaliert dabei beispielsweise so herrlich absurd und trotzdem traut man es, aufgrund der so charmant zum Leben erweckten Charaktere, dem Drehbuch zu hier bei der Wahrheit zu bleiben.

    Einzig das persönliche Unglück, dass den jungen Fabietto vom einen auf den anderen Moment zwingt, sein Leben als Erwachsener zu beginnen, ist definitiv so auf die Biografie Sorrentinos zurückzuführen. Und ob es die Burrata-verschlingende und dabei obszön fluchende Tante, die Streiche spielende Mutter oder die Patriarchin, die ihm die Unschuld nahm, tatsächlich so gegeben hat, spielt am Ende auch gar keine große Rolle. Die Balance zwischen dem Märchenhaften, dem Tragischen und dem Hoffnungsvollen wird jederzeit perfekt gewahrt.

    Verpackt in wunderschönen Bildern

    Der Titel von The Hand of God bezieht sich selbstverständlich auf den legendären argentinischen Wunderkicker Diego Maradona. Dessen Status befand sich kurz vor seinem Wechsel nach Neapel tatsächlich in gottähnlichen Sphären. Der Transfer der Ikone bleibt zwar eine Nebenhandlung, aber allein dadurch, wie sehr dieses sich anbahnende Ereignisse immer wieder Erwähnung findet, zeigt den Stellenwert des Fußballstars für das Selbstverständnis der Neapolitaner. Fußball hat in den südeuropäischen Ländern schon damals eine enorme Bedeutung und ist ein Teil der kulturellen Identität der Gesellschaft, die hier porträtiert wird. Da dieses einzigartige Lebensgefühl durch diesen Film in die Welt getragen werden soll, ist es nur Konsequent diesem sportgeschichtsträchtigen Moment hier sogar den Titel zu widmen.

    Die italienische Dolce Vita könnte auch kaum in malerische Bilder verpackt werden. Selbst eine Bootsverfolgungsjagd zwischen der Polizei und Schmugglern findet dabei vor dem klarsten Meer und den schönsten Klippen statt, die man sich vorstellen kann. Das Bild, das durch diese Postkartenoptik entsteht, verklärt selbstverständlich die tatsächlich vorherrschenden Umständen. Viele, typisch italienische Klischees werden in ein positives Licht gerückt, die Vorurteile nahezu komplett ausgespart. Für ein realistisches Bild gibt es andere Filme. Genauso wenig, wie das „echte Italien“ aus Mafiafilmen hervorgeht, soll hier etwas anderes als die filmische Liebeserklärung Sorrentinos an seine Heimat mit einem Hauch von Melancholie im Vordergrund stehen.

    Marlon Joubert und Filippo Scotti sitzen auf einer Backsteinmauer vor einigen Pflanzen und einem Wohngebäude. Beide tragen Jeans, wobei Joubert seinen Arm um Scotti legt. The Hand of God
    Auch Freundschaft ist in diesem Film zentrales Thema © Netflix

    Unser Fazit zu The Hand of God

    Sommergefühle, Urlaubssehnsucht, Nostalgie – damit punktet The Hand of God beim Publikum. Die Geschichte hat etwas Träumerisches und Verklärendes, lässt vielfach Bilder sprechen und weiß am Ende auch in den nachdenklichen Momenten zu überzeugen. In seinem eigentlichen Genre, nämlich als Coming-of-Age-Drama, sticht Sorrentinos Herzensprojekt aufgrund seines charmanten Casts heraus, der von einem Jungdarsteller angeführt wird, von dem man noch viel hören wird.

    In seiner Leichtfüßigkeit erinnert die Geschichte an den Genre-Geheimtipp Ganz weit hinten, in ihrer Tragik und vor allem durch die italienische Note auch stellenweise an Call me by your Name. Im Katalog von Netflix-Filmen ist diese Geschichte eine Perle, die wahrscheinlich nicht die Aufmerksamkeit bekommen wird, die sie verdient. Vielleicht ändert sich das, wenn Sorrentino dafür tatsächlich den Oscar für den besten fremdsprachigen Film 2022 einheimst.

    The Hand of God ist ab dem 15. Dezember bei Netflix abrufbar!


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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