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    Startseite » The Hidden Soldier
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    The Hidden Soldier

    Jan Wernervon Jan Werner28. November 2020Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Jack (Emile Hirsch) zielt mit seiner Pistole aus einem Versteck
    Jack © Koch Films
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    Es gibt wirklich kaum eine Heldengeschichte des zweiten Weltkriegs, die man noch nicht filmisch aufgearbeitet hat. Jedoch dominieren hierbei westliche Verfilmungen von ebenso westlichen Kriegshelden. Eine weithin unbekannte Geschichte über den Heldenmut einer chinesischen Dorfbevölkerung kann man in The Hidden Soldier sehen.

    [su_youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=Mr4qiNR_5Jw“]

    Das Blu-ray Cover von The Hidden Soldier mit Emile Hirsch und Yifei Liu in den Hauptrollen. Man sieht die Hauptdarstellerin in traditioneller Kleidung und Hirsch mit einem Gewehr in der Hand. Außerdem sieht man noch einige Nebenfiguren und eine Seeschlacht.
    Das Cover der Blu-ray zum Film © Koch Films

    The Hidden Soldier – Eine wahre Geschichte

    1941: Kurz nach dem Angriff auf Pearl Harbor plant das US-Militär einen Vergeltungsangriff auf Tokio. Unter den Piloten ist auch Jack Turner (Emile Hirsch), der allerdings nach dem Angriffsflug verunglückt und ohne den Rest seiner Crew und schwer verwundet im chinesischen Dschungel abstürzt. Zum Glück findet ihn die junge Witwe Ying (Yifei Liu). Sie nimmt Jack mit zu sich ins Haus, wo sie ihn vor den Japanern versteckt und ihn gesund pflegt. Sie lernen einander kennen – und entwickeln Gefühle füreinander. Aber Jack wird weiterhin von den Japanern gesucht. Als die Lage immer brenzliger wird, muss Ying ein großes Risiko eingehen, um Jack zu schützen.

    Die chinesische Perspektive ist frisch und doch nicht wirklich neu

    Es ist weder überraschend noch verwerflich, dass der Film als eine chinesische Produktion einen positiven Eindruck über den Mut des eigenen Volkes hinterlassen will. In Kriegsfilmen, die speziell Einzelschicksale ins Zentrum stellen, sind leicht überhöhte Huldigungen sowie positive Verklärungen an der Tagesordnung. Egal, welches Land seinen Helden ein filmisches Denkmal setzt, die negativen Seiten werden oft klein gehalten. Und auch den Vorwurf, dass man dabei gleichzeitig die feindliche Seite noch etwas schlechter dastehen lässt, als es vermutlich in der Realität der Fall war, ist keine Seltenheit. Heldenfiguren werden ins rechte Licht gerückt, Gegner bestmöglich auch für die Zuschauer als plattes Feindbild aufgebaut. In The Hidden Soldier nimmt man zwar als Publikum eine Seite ein, der man vielleicht noch nicht so überdrüssig ist, wie beispielsweise die der US-Soldaten im Kampf gegen die Nazis. Trotzdem bleibt es weitestgehend bei typischen Kriegsdrama-Tropen.

    Jun (Shaoqun Lu) läuft mit einer Flinte im Anschlag durch einen Bambuswald.
    Jun (Shaoqun Lu) muss zur Waffe greifen. © Koch Films

    Im Film von Bille August (Eleanor & Colette) sind nun die Japaner die Abziehbild-Bösewichte und die Bevölkerung eines kleinen chinesischen Dorfes beweist beispielhafte Zivilcourage. Das gibt den Ganzen natürlich einen faden Beigeschmack, wird man doch den Eindruck nicht los, dass in der seelenlosen Charakterzeichnung der japanischen Soldaten immer noch alte Ressentiments seitens des indoasiatischen Intimfeinds mitschwingen.

    The Hidden Soldier hält nicht, was der Covertext verspricht

    Hat man sich den Text auf der Rückseite der Blu-Ray-Disc-Version durchgelesen und im Anschluss den Film gesichtet, wird man vermutlich fragen, wo denn nun der versprochene „große technische Aufwand“ zu sehen sein soll. Speziell gleich die Sequenz zu Beginn, in der man den Angriff der Fliegerstaffel auf die japanische Hauptstadt zeigt, wirkt alles andere als technisch auf Höhe der Zeit. Vielmehr gleichen die Effekte einem mittelmäßigen Computerspiel und auch verschiedene Aspekte an den Flugzeugen sind historisch nicht akkurat.

    Ying (Yifei Liu) und Jack (Emile Hirsch)
    Trotz Sprachdifferenz nähern sich Ying und Jack an © Koch Films

    Was man The Hidden Soldier jedoch attestieren kann, ist, dass das Drama wirklich kompakt erzählt ist. Mit nur 97 Minuten stellt der Film im Genre eine gerngesehene Ausnahme dar, da speziell Kriegsfilme häufig zur Überlänge neigen. Die Geschichte, die hier nacherzählt wird, steuert von Anfang an ersichtlich auf einen bestimmten Punkt zu. Auf dem Weg zum finalen Konflikt gibt es keine unnötigen Umwege, und auch die Anzahl an Figuren ist extrem reduziert.

    Wenig eigene Ideen und künstlicher Spannungsaufbau

    Doch eine Szene steht beispielhaft für die Ideenlosigkeit bei der Inszenierung: Die chinesische Witwe hat den amerikanischen Soldaten in einem versteckten Kellerraum untergebracht, als der Bösewicht des Film, der japanische Offizier, ihr einen Besuch abstattet. Während des unangenehmen und spannungsgeladenen Verhörs hat man von der ersten Sekunde an den Eindruck, dass der Japaner bereits weiß, dass er den Gesuchten hier finden wird. Spätestens, wenn man dann zwischen oben und unten hin und her blendet, wird deutlich, dass man sich hier schon leicht dreist bei Inglourious Basterds inspirieren lassen hat. Doch weder entsteht auch nur ansatzweise eine Atmosphäre wie im Tarantino-Film, noch hat das japanische Hans-Landa-Pendant auch nur Nuancen von Christoph Waltz einmalige Aura.

    Weil man sich dem wohl bewusst war, hat man versucht, etwas unbeholfen mit akustischen Mitteln nachzuhelfen. Herausgekommen ist dabei aber leider nur ein penetrantes Glöckchenklingeln, dass eher nervt, als tatsächlich etwas zum Spannungsaufbau beizutragen.

    Shimamoto (Tsukagoshi Hirotaka) rasiert sich in Uniform vor einem kleinen Spiegel.
    Shimamoto (Tsukagoshi Hirotaka) ist einer der japanischen Soldaten © Koch Films

    Mulan-Darstellerin Liu bleibt als Witwe und Heldin blass

    In der Rolle der Witwe Ying, die sich des verletzten Soldaten annimmt, befindet sich mit Yifei Liu eine der aktuell bekanntesten Newcomer aus China im Cast. Vermutlich hat man sich gar überhaupt erst für diesen späten deutschen Release des Film von 2017 entschieden, nachdem Liu inzwischen  Rolle durch Mulan Prominenz gewonnen hat, mit dem man einen Film bewerben kann. Leider kann die junge Schauspielerin hier kaum Akzente setzen, da auch ihre Rolleninterpretation nichts Neues wagt. Neben ihr bleibt auch Co-Star Emile Hirsch blass. Insgesamt schafft es lediglich die Tochter von Ying Niuniu, gespielt von Fangcong Li, im Gedächtnis des Zuschauers zu bleiben.

    Unser Fazit zu The Hidden Soldier

    The Hidden Soldier war der Versuch auf wahre Helden, die sich für einen Fremden geopfert haben, aufmerksam zu machen und ihnen spät noch Achtung zukommen zu lassen. Leider ist das Resultat sehr schnell vergessen. Weder bleiben die Figuren im Gedächtnis, da die großen Namen im Cast nicht ihr Potenzial abrufen, noch kann der Film inszenatorisch und technisch mit dem Standard moderner Kriegsdramen mithalten.

    The Hidden Soldier ist bereits am 20. August 2020 bei Koch Films digital sowie als Blu-Ray und DVD erschienen.


    © Koch Films

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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