Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » The Kitchen
    Drama Filme Science Fiction Thriller

    The Kitchen

    Jan Wernervon Jan Werner19. Januar 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Science-Fiction mit mittlerem Budget, sozialkritischer Komponente und Anspruch – Daniel Kaluuya hat sich für sein Regiedebüt The Kitchen viel vorgenommen. Bei der Premiere hat der Film bereits das Londoner Festivalpublikum versucht zu überzeugen. Nun geht es bei Netflix an die globale Öffentlichkeit. Lohnt sich ein Blick?

    Poster zu The Kitchen
    Poster zu The Kitchen

    The Kitchen – Die Handlungsangabe

    In England in einer dystopischen Zukunft. Die steigenden Immobilienpreise und die Abschaffung des Wohlfahrtsstaates haben London in einen Spielplatz für Milliardäre verwandelt und die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergehen lassen als jemals zuvor. Ohne den sozialen Wohnungsbau sind in der Stadt nur slumartige Hochhäuser wie The Kitchen übrig geblieben, mit überwiegend schwarzen Bewohnern der Arbeiterklasse, die sich weigern, den Ort zu verlassen, den sie ihr Zuhause nennen.

    Izi arbeitet in The Kitchen für das Bestattungsunternehmen „Life After Life“, das einkommensschwachen Familien anbietet, die Überreste der Verstorbenen nach ihrer Einäscherung als Erde für Setzlinge zu verwenden und ihnen damit eine Gedenkpflanze zu setzen. Izi hat sich nicht mit einem Leben in dieser heruntergekommenen Wohnsiedlung abgefunden und spart, um nach Buena Vida zu ziehen, einem eleganten Hochhauskomplex in einem anderen Teil der Stadt.

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Eines Tages bemerkt Izi bei der Arbeit, dass einer der Gottesdienste in der kapellenartigen Gedenkzone von „Life After Life“ einer Frau namens Toni gewidmet ist, mit der er früher ausgegangen war. Außer ihm ist nur deren 12-jähriger Sohn Benji bei der Gedenkveranstaltung. Auch wenn ihr Tod plötzlich kam, konnte sie ihrem Sohn noch ein Geburtstagsgeschenk einpacken. Es handelt sich dabei um ein rotes Fahrrad, mit dem sich Benji in The Kitchen auf die Suche nach seinem Vater macht. Izi und der Junge freunden sich an, und er überlegt sich, wie er ihm eine bessere Zukunft ermöglichen kann.

    Dystopie in unbestimmter, doch gefühlt naher Zukunft

    London ist nicht nur eines der weltweiten Finanzzentren, eine Metropole mit einem dutzend Profifußballvereinen und die Heimstätte des englischen Königshauses, sondern auch einer der größten Schmelztiegel kultureller Gruppierungen mit einem wahnsinnigen sozialen Gefälle. Die Wahl also in der britischen Hauptstadt dieses Szenario zu platzieren, ist nicht nur wegen der Telegenität Londons logisch, sondern auch weil das, was in diesem Film offensichtlich als gesellschaftskritischer Kommentar transportiert werden soll, exakt hier nahezu schon in der Echtzeit Realität ist. Viele Sci-Fi-Klassiker gaben eine klare Jahreszahl an, The Kitchen nicht. Es ist also der Imagination der Zuschauenden überlassen, wie futuristisch und wie beängstigend aktuell die gezeigten Zustände eingeordnet werden.

    Ja, es gibt techno-futuristische Elemente, die noch die Verortung in der Zukunft unterstreichen sollen, doch weit entfernte Zukunftsmusik, wie beispielsweise zuletzt in Peripherie, ist das hier nicht. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass man diesem Film doch anmerkt, dass die Mittel begrenzt waren. Das soll jedoch gar keine Wertung sein. Ganz im Gegenteil: Mit wenigen Effekten aus dem Rechner bewirkt man doch ein starkes World Building. Die Missstände sind spürbar und bedrückend, was den Sci-Fi-Part immer wieder ausblenden lässt und Erinnerungen eher an aktuelle Milieustudien, die den Finger in die sozialen Wunden Frankreichs legten, weckt. Les Miserables und Athena lassen grüßen.

    Kurzfilm-Charme und Newcomer-Plattform

    Die Story per se ist dann nicht allzu innovativ und mehr Vehikel für ein paar Ideen, die die Macher unbedingt in bewegte Bilder packen wollten. Die Chemie zwischen Izi und Benji kaschiert das einigermaßen, sodass man darüber hinwegsehen kann, dass man derlei Geschichten schon so oft sehen konnte. Dass vieles Reminiszenzen aufploppen lässt, liegt mitunter auch daran, dass The Kitchen wie ein Schmelztiegel aus Versatzstücken daherkommt. Eine eigene Identität fehlt. Inhaltlich hätte man es auch im Kurzfilmformat verpacken können und hätte damit womöglich die substanziell dünne Plotdecke nicht ganz so offengelegt.

    Mehr als von seinen inhaltlichen Werten lebt dann Kaluuyas Regiedebüt vom stimmigen Korsett, in das man die Versatzstücke gepackt hat. In die Odyssee der beiden Zufallsgefährten wurden einige toll anzusehende Locations eingebaut, eine aggressive Grundstimmung durchzieht die ganze dystopische Seite Londons und die Einzelschicksale, die man abbildet, werden in wenigen Einstellungen greifbar. Damit beweist der Star aus Get Out sein Händchen, aber eben auch, dass diese Talent noch der Schärfung bedarf.

    Mit dem Rapper Kane Robinson in der Hauptrolle, die zugleich dessen Schauspieldebüt ist, werden viele schwer warm werden. Ja, Izi hat schon eine gewisse Ausstrahlung, aber um diesen Film auf seinen Schultern zu tragen fehlt das gewisse Etwas. Jeddaiah Bannerman hingegen hat mehr emotionale Fläche, um anzudocken und ist damit als Herz der Geschichte überzeugend. Der Rest im Cast fällt kaum länger auf, auch der vermeintliche Antagonist ist schnell vergessen.

     Izi und Benji
    Izi und Benji © Netflix

    Etwas viel Schwere für einen Unterhaltungsfilm

    Da die Tonalität hier von vorn bis hinten durchgezogen wird, sorgen lediglich der tolle Soundtrack und die natürlich-naive Positivität der jungen Figuren für gelegentliche Auflockerung. Die permanente Schwere macht es stückweise etwas schwer, den Unterhaltungsaspekt noch als solchen zu identifizieren. Das ist eine Entscheidung, die es zu respektieren gilt – und womit The Kitchen quasi zum Gegenstück oder der perfekten Ergänzung zu Attack the Block wird.

    © Netflix

    Unser Fazit zu The Kitchen

    3.5 Sehenswert

    The Kitchen erzählt eine vorhersehbare, aber bewährte Formel mit ebenfalls bewährten Mitteln, aber in einer stimmigen Kombination. Für einen Low-Budget-Science-Fiction-Film und zumal ein Erstlingswerk mit fast ausschließlich unerfahrenen Schauspielern sieht das gut aus und bewirkt durch die richtige Dosierung seiner kritischen Elemente auch die intendierte Wirkung. Ganz emotional schafft das Drama nicht einzuschlagen, aber die Ansätze, die deutlich vorhanden sind, genügen, um den Film eines Blickes zu würdigen.

    The Kitchen läuft seit dem 19. Januar 2024 bei Netflix!

    • User Ratings (0 Votes) 0
    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
      Wonder Man
    • Jan Werner
      Fabian und die mörderische Hochzeit
    • Jan Werner
      Steal
    • Jan Werner
      Splitsville
    Vorheriger BeitragSpuren im Sand
    Nächster Beitrag Poor Things

    Weitere Beiträge

    3.5

    Splitsville

    von Jan Werner
    3.0

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    von Stefan Brüning
    3.5

    The Rip

    von Jan Werner
    3.5

    28 Years Later: The Bone Temple

    von Felix Knorr
    3.0

    Dust Bunny

    von Jan Werner
    4.0

    Der Fremde

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Splitsville

    18. Januar 2026

    Heated Rivalry – Staffel 1

    17. Januar 2026

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    16. Januar 2026

    The Rip

    16. Januar 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.