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    Startseite » The Long Walk
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    The Long Walk

    Thomas Hortianvon Thomas Hortian3. Mai 2021Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Der kleine Junge steht vor seiner lange toten und verrotteten Mutter - The Long Walk
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    Mit The Long Walk präsentierte das SHIVERS Film Festival ein faszinierendes SF-Mystery-Drama aus Laos. Wie uns der Film von sich eingenommen hat, erfahrt ihr in unserer Review!

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    Ein Frauengesicht, das sich aus dem Schatten schält - The Long Walk
    Das Poster Art des Films aus Laos © 108 Media

    The Long Walk – Handlung

    In nicht allzu ferner Zukunft scheint die Zeit in einem kleinen Dorf in Laos noch stillzustehen. Bis auf Identitäts- und Bezahlchips haben die meisten hochentwickelten Technologien und ihre Annehmlichkeiten noch nicht ihren Weg hierhin gefunden. Ein alter Mann (Yannawoutthi Chanthalungsy), der abgeschieden lebt, ist bekannt dafür, mit den Geistern in Kontakt treten zu können. Mittels dieser Fähigkeit besucht er regelmäßig seine eigene Vergangenheit, wo er sein jüngeres Selbst (Por Silatsa) beobachtet. Er litt damals ziemlich unter der schweren Krankheit der Mutter (Chanthamone Inoudome) und dem Vater, der beide verließ. Außerdem begegnete er damals dem Geist einer jungen Frau (Noutnapha Soydara).

    Eines Tages sucht ihn die junge Lina (Vilouna Phetmany) auf, deren Mutter verschwunden ist. Sie ist sich ziemlich sicher, dass sie tot ist, und erhofft sich, mit der Hilfe des Geistersehers ihren Leichnam zu finden. Doch die Séance führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Da Lina ihren Job in der großen Stadt aufgegeben hat und nicht weiß, wo sie hin soll, bietet er ihr an, bei ihm zu bleiben. Einige Zeit unterhalten sie eine harmonische Hausgemeinschaft. Doch dann beschließt der Mann, seine Vergangenheit zu ändern, was nicht ohne Auswirkungen auf die Gegenwart bleibt…

    Das mysteriöse Mädchen, das dem Jungen in The Long Walk erscheint, guckt konzentriert in die Ferne.
    Das mysteriöse Mädchen, das dem Jungen erscheint © 108 Media

    Gemächliche Reise in die Zukunft und die Vergangenheit

    Die Relativität von Zeit ist eines der zentralen Themen in The Long Walk. Dabei lässt sich Regisseurin Mattie Do in ihrer Erzählung sehr viel Zeit, damit sich die Geschichte entfalten kann. Für einen Film, der in der Zukunft spielt, bekommt man relativ wenig Sci-Fi-artiges zu sehen. Der Handlungsort liegt im laotischen Nirgendwo, wo die Zeit passenderweise sowieso stehen geblieben scheint. Nur die implantierten Chips, die die meisten Bewohner zur Zahlung verwenden, deuten auf zukünftige technische Entwicklungen hin. Nur der alte Mann scheint ein Relikt der Vergangenheit, in die er auch selbst immer wieder zurückkehrt. Auch Lina lässt nach dem Tod der Mutter die verheißungsvolle Zukunft in der großen Stadt wieder hinter sich, um in den Ort ihrer Kindheit, zu ihrer toten Mutter zurückzukehren. Es scheinen beides Zeitreisende zu sein, jeder auf seine Weise.

    Während Lina aber durch die Zeit, die sie hier verbringt, mit ihrer Vergangenheit abzuschließen scheint, beschließt ihr Gastgeber, aktiv in seine eigene Vergangenheit einzugreifen. Dadurch wird dann unweigerlich und auf nicht unbedingt positive Weise die Gegenwart beeinflusst. Doch bis The Long Walk zu diesem Punkt kommt, beschäftigt sich Mattie Do eingehend mit der Beziehung des Mannes zu seiner Vergangenheit. Wir begleiten ihn auf seinen Reisen dorthin, beobachten mit ihm die Gespräche, die das jüngere Ich mit dem Geist eines Mädchens führt. Durch diesen fehlenden Abschluss, durch das Festhalten an den schmerzlichen Erinnerungen schwebt eine durchgehend unheilvolle Atmosphäre über den Geschehen. Wenn es dann so weit ist und die Vergangenheit verändert wird, mutiert das Drama nahezu unvermittelt kurzzeitig zum Psychothriller.

    Im Zwielicht seiner Hütte sieht das vom Alter gezeichnete Gesicht des Mannes geheimnisumwittert aus - The Long Walk.
    Der alte Mann hält sich mit seinem Wissen bedeckt © 108 Media

    Vorreiterin in der laotischen Filmlandschaft

    Die in Los Angeles aufgewachsene Mattie Do ist die erste weibliche Regisseurin in Laos und hat zugleich mit Chanthaly (2012) den ersten Horrorfilm ihres Landes inszeniert. Schon seit diesem Film arbeitet sie mit Drehbuchautor und Produzent Christopher Larsen zusammen. Zusammen drehten sie auch Dearest Sister (2016), der im Focus Asia Segment des Sitges Film Festival lief. The Long Walk wurde 2019 auf den Filmfestspielen von Venedig uraufgeführt, in Sitges wurde Mattie Do im selben Jahr als beste Nachwuchsregisseurin ausgezeichnet.

    Vilouna Phetmany, in den Medien auch als „Tot Lina“ bekannt, ist in Laos als Schauspielerin, Sängerin und Model bekannt und arbeitete hier ein zweites Mal mit Mattie Do zusammen.

    In seiner schattigen Hütte hockt der alte Mann über der schlafenden Mina, neben ihnen brennt eine Kerze - The Long Walk.
    Der alte Mann versucht Lina aufzupäppeln © 108 Media

    Unser Fazit zu The Long Walk

    Als bedächtiges Drama, in dem die Protagonisten ihre Vergangenheit beziehungsweise Zukunft reflektieren, bleibt dieser laotische Film in seinen Ausführungen und den gezogenen Schlüssen bewusst vage. Es obliegt nun dem Betrachter, die Fehlstellen zu füllen, in dem er Zusammenhänge herstellt, die er aus dem Gesehenen interpretiert. Selbst wenn man dieser Einladung der Erzählweise nicht nachkommt, kann The Long Walk in seiner über weite Strecken meditativen Reise durch die Zeiten und die Gedankenwelt der Protagonisten als ein fast schon spirituelles Seherlebnis punkten. Wem es allerdings nur nach konventionellen Unterhaltungswerten dürstet, ist hier sicherlich fehl am Platz. Auf jeden Fall ist es ein Film, den es sich zu entdecken lohnt, sofern man dazu bereit ist.

    Über eine etwaige deutsche Heimkino-Veröffentlichung dieses Films ist leider noch nichts bekannt!


    © 108 Media

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