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    Startseite » The Mermaid – Lake of the Dead
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    The Mermaid – Lake of the Dead

    FilmFreundvon FilmFreund28. Februar 2019Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    The Mermaid – Lake of the Dead ist ein Horrorfilm und Mystery-Thriller aus Russland, der sich an allerlei Genrekonventionen bedient. Warum der Streifen dennoch ziemlich gut funktioniert, könnt ihr in dieser Review nachlesen!

    Das offizielle Poster von The Mermaid - Lake of the Dead. © Splendid Film
    Das offizielle Poster von The Mermaid – Lake of the Dead. © Splendid Film

    „Sobald du ihr deine Liebe gestehst, zieht sie dich in ihren Bann und zerrt dich auf den Grund des Sees.“

    Die Story von The Mermaid – Lake of the Dead

    Eigentlich ist Roman (Efim Petrunin) glücklich verlobt mit seiner Freundin Marina (Viktoriya Agalakova). Doch als er an seinem Junggesellenabschied mit einigen von seinen Freunden die alte Hütte am See besucht, in der seine Familie, bevor es zu einem tragischen Zwischenfall kam, lebte, geschieht etwas Folgenschweres. Die Meerjungfrau, die Roman zunächst immer nur für einen Mythos gehalten hat, erscheint vor ihm, und es gelingt ihm nicht, ihr zu widerstehen. Als er dann zu seiner Verlobten Marina zurückkehrt bemerkt diese schnell, dass etwas anders ist. Die verfluchte Meerjungfrau erscheint nun auch vor ihr und macht deutlich, dass sie Roman für sich alleine haben will. Marina hat nur eine Woche Zeit, um ihre Angst vor dem Wasser zu überwinden. Schafft sie es, ihren Geliebten vor diesem Monster zu retten? Ein Wettlauf gegen die Zeit und die eigenen, tiefsitzenden Ängste beginnt.

    Ein kleiner Überraschungs-Hit aus Russland!

    "Liebst du mich?" - The Mermaid - Lake of the Dead. © Splendid Film
    „Liebst du mich?“ – The Mermaid – Lake of the Dead. © Splendid Film

    „Sie labt sich an unserer Kraft und unserer Liebe und gibt sie uns als Hass und Schmerz zurück. “

    Gänzlich unverhofft und in der Erwartung, ein seichtes B-Filmchen zu schauen, bekam ich vielmehr einen kleinen, aber feinen Überraschungshit aus Russland serviert! Auch, wenn Erzählung und Inszenierung sehr nah am amerikanischen Kino gehalten sind, so hebt sich der Streifen doch alleine schon mit seiner erstklassigen Optik etwas ab. The Mermaid – Lake of the Dead lebt zudem von seiner mal ruhigen, mal nervenaufreibenden Atmosphäre und der wirklich stimmungserzeugenden Szenerie. Dabei beweist Regisseur Svyatoslav Podgayevskiy (The Bride) einen guten Blick für interessante Kameraeinstellungen und ein gutes Ohr für eine unheimliche, musikalische Untermalung. Das ständige, nie ganz zuzuordnende, Flüstern aus dem Off jagt einem dazu immer wieder Schauer über den Rücken.

    Die Szenen, die unter Wasser spielen, oder schlichtweg Szenen, in denen Wasser involviert ist, haben ferner etwas stets bedrückendes und bedrohliches an sich. Nicht selten stockt einem der Atem, und die Paranoia vor dem Wasser greift dadurch schnell auf den Zuschauer über. Des Weiteren gestaltet sich hier tricktechnisch vieles als ziemlich ordentlich. Auch, wenn mitunter noch mehr oder weniger sichtlich etwas Luft nach oben gewesen wäre, so überzeugen die Effekte für das Budget. Die Jumpscares sind in ihrer Hülle und Fülle vielleicht etwas zu inflationär eingesetzt, einige von ihnen zünden aber dennoch ziemlich gut und überzeugen dank eines starken, vorangegangenen Spannungsaufbaus.

    Altebekanntes erfrischend serviert

    Die Meerjungfrau in The Mermaid - Lake of the Dead. © Splendid Film
    Die Meerjungfrau in The Mermaid – Lake of the Dead. © Splendid Film

    The Mermaid – Lake of the Dead bietet daher halbwegs frischen Wind für das Horrorgenre. Denn Geister, Besessene, Zombies, und was das Genre nicht sonst noch alles hergibt, wurden in den letzten Jahren zu Genüge in diversen Produktionen ausgelutscht. Nun kommt also The Mermaid – Lake of the Dead und bedient sich einiger konventioneller Genreklischees, doch Svyatoslav Podgayevskiy würzt seinen Gruseler mit einem interessanten Fantasy-/Mystery-Ansatz rund um die Mythologie der Meerjungfrau. Wobei diese hier optisch eher weniger mit der klassischen Meerjungfrau gemein hat und mitunter eher wie eine geisterhafte, wütende Wasserleiche wirkt. Dennoch ist dieser Ansatz allemal erfrischend. Das alles spielt entsprechend vor einer schaurigen, hervorragend beleuchteten und stimmigen Kulisse, und fertig ist diese kleine Perle aus Mütterchen Russland.

    Mein Fazit zu The Mermaid – Lake of the Dead

    The Mermaid – Lake of the Dead nimmt es zwar nicht ganz so ernst mit seiner Treue zur titelgebenden Meerjungfrau, die hier mehr wie ein Wassergeist wirkt, denn eine Meerjungfrau im klassischen Sinne. Dennoch gibt die Thematik vor allem optisch einiges her, und gerade die kalten, blaugrünen Filter, die die stimmungsvolle Szenerie wie ein Leichentuch bedecken, sorgen für ein äußerst stimmiges Seherlebnis. Zudem ist der Film beinahe durchgehend von einer knirschenden Spannung durchzogen. Letztlich bleibt zu sagen, dass sich Regisseur Svyatoslav Podgayevskiy in The Mermaid – Lake of the Dead bei wirklich allem bedient, was das Genre so hergibt, aber aus diesen Zutaten einen schmackhaften, düsteren Horrorstreifen mit Fantasy-Aspekt zusammengebraut hat, der sich durchaus sehen lassen kann.


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