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    Startseite » Tully (2018)
    Filme

    Tully (2018)

    Alexander Engelenvon Alexander Engelen27. Mai 2018Keine Kommentare3 min Lesezeit
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    Tully präsentiert das strapaziöse Dasein einer dreifachen Mutter, die mit Erziehung, Haushalt, Job völlig aus ihrem Selbst zu fallen scheint, gerade weil sie zu wenig Erholung zu bekommen scheint. Ist Night Nanny Tully die Lösung?



    Filmposter von Tully (2018) ©DCM Film Distribution GmbH
    Offizielles Poster von Tully (2018) ©DCM Film Distribution GmbH

    Die Strapazen der Mutterschaft in Tully

    Marlo bringt ihr drittes Kind zur Welt und scheint manchmal heillos überlastet mit all den Pflichten des Mutterseins, zumal ihr Mann Drew sie nicht bei allem so zu unterstützen scheint, wie er es vermutlich könnte. Ihr Bruder Craig schlägt ihr vor, eine Night Nanny zu engagieren, um ihr wenigstens nächtlichen Schlaf zu ermöglichen. Nach Hadern und Zögern entschließt sich Marlo dazu und die junge Tully springt ihr fortan zur Hilfe…

    Die dritte Zusammenarbeit von Reitman und Cody

    Tully stellt die dritte kreative Zusammenkunft von Regisseur Jason Reitman und Drehbuchautorin Diablo Cody nach den Kinoerfolgen Juno und Young Adult dar. Für Juno gewann Cody sogar den Oscar als bestes Originaldrehbuch. Jason Reitman ist der Sohn von Ghostbusters-Regisseur Ivan Reitman.

    Charlize Theron als Marlo ©DCM Film Distribution GmbH
    Marlo leidet unter den Strapazen ©DCM Film Distribution GmbH

    Tully mit dem gewissen Look

    Jason Reitman konnte schon in den bereits genannten Kooperationen mit Diablo Cody deren Drehbücher gekonnt in Szene setzen, wobei vor allem das Color Grading und die Farb- bzw. Lichtgestaltung heraussticht. Wie auch vor allem bei Young Adult werden ganz sanfte Töne angeschlagen und die Perspektive ermöglicht immer einen sehr nahen Blick auf die Protagonistinnen. In den Bildern liegt eine Ruhe, die Mutter Marlo selbst gar nicht hat und lässt so den Zuschauer nicht unmittelbar teilnehmen, sondern nur beobachten. Das Schicksal der modernen, selbstständigen Mutter wird dabei keineswegs rührselig oder anmaßend erzählt, sondern durchaus – wenn auch die Bezeichnung klischeehaft anmutet – authentisch vermittelt. Die ausgelaugte Darstellung Charlize Therons tut dazu ihr Übriges. Mackenzie Davis Tully fungiert wunderbar als Gegenpart, mit ihrer ganzen stillen Aufrichtigkeit und sprudelnden Energie. Außerdem kontert sie die Überforderung und Auslastung Marlos mit ihrem bedachten Wissen, jede Situation auszugleichen und dort stets zu wissen, das Richtige zu tun.

    Tully bringt frischen Wind ©DCM Film Distribution GmbH
    Ist Tully die Lösung? ©DCM Film Distribution GmbH

    Die Zwänge der postmodernen Gesellschaft

    In Tully verstecken sich die heimlichen und nicht ganz so heimlichen Konsequenzen von verschiedensten Arbeitsmarkt- oder Gesellschaftsentwicklungen, die alle in der Schwere der Mutterschaft kulminieren. Natürlich ist Elternschaft nie einfach, aber in Zeiten gesunkener Löhne und der Notwendigkeit, mehr als einen Job pro Familie (im Durchschnitt) für den Lebensunterhalt aufrechterhalten zu müssen, bricht sich die ganze Belastung Bann auf dem Rücken der dreifach vergesellschafteten Mutter. In dieser reflexiven, postmodernen Situation befindet sich Marlo im Dauerstress. Schlussendlich kann man das Bild der Mutterschaft auch als Dauerzustandsbeschreibung vom Muttersein lesen, aber mit den politischen Einfärbungen der Gegenwart werden sie noch eingehender.

    Tully ist thematisch kein neues Gebiet in der Filmographie Reitmans und Codys

    Auch in den beiden vorangegangen Kollaborationen ging es um Zwänge, die starken Frauenfiguren auferlegt wurden und auch schon Juno beschäftigte sich, zwar aus anderem Blickwinkel, mit Mutterschaft und den Konsequenzen derer. Immer wird ein sehr modernes Frauenbild betont, aber gerade auch die dem gegenübergestellten Probleme und Erwartungen, welche schließlich damit zusammenhängen.

    Tully und Marlo ©DCM Film Distribution GmbH
    Gemeinsame Liebe für das Kind ©DCM Film Distribution GmbH

    Fazit

    Tully zeigt einen ungeschönten Blick auf Mutterschaft in der Gegenwart, die aber so viele Schönheit und Liebe neben all den schwarzen und grauen Tönen zu bieten hat. Was nun die Quintessenz oder Aussage der Geschichte Marlos sein soll, muss wohl jeder und jede selbst für sich ergründen. Schließlich verhandelt man Probleme je nach Ursprung, Kontext und Zusammenhängen immer anders.

    ©DCM Film Distribution GmbH

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