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    Undine

    Jan Wernervon Jan Werner24. Februar 2020Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Undine ist der Wettbewerbsfilm von Christian Petzold (Barbara, Transit)auf der Berlinale 2020. Der Liebesfilm konzentriert sich auf die spezielle Verbindung zweier Menschen. In den Hauptrollen spielen mit Paula Beer (Bad Banks) und Franz Rogowski (Fikkefuchs) zwei der talentiertesten deutschen Nachwuchsschauspieler. Ob die Chemie der beiden hier stimmt und wie der Film gelungen ist, lest ihr in unserer Einschätzung zum Wettbewerbsbeitrag aus Deutschland.

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    Paula Beer in Undine
    Paula Beer in Undine © Marco Krüger/Schramm Film

    Was erzählt Undine?

    Undine (Paula Beer) ist eine junge Stadthistorikerin, die in einem Modellmuseum Interessierten alles über die architektonische Geschichte der Hauptstadt Deutschlands erzählen kann. Christoph (Franz Rogowski) ist ein Industrietaucher, der eine naive, aber herzliche Art an sich hat. Genau in dem Moment als Undine von ihrem Liebhaber Johannes verlassen wird und diesem noch das Schlimmste in Aussicht stellt, treffen sich die Titelfigur und der Taucher in einer schicksalhaften Situation. Es scheint als hätte ihr ganzes Leben auf dieses Treffen hingearbeitet. Es beginnt eine fast schon zu perfekte Beziehung, die jedoch bald wieder vom Schicksal auf die Probe gestellt werden soll.

    Unsere Kritik zu Undine

    Wichtig ist von vornherein zu bedenken, dass dieses moderne Märchen auf einer alten Sage vom Wassergeist Undine basiert. Christian Petzold geht sogar explizit auf eine der unzähligen Varianten des Mythos ein, nämlich die Erzählung „Undine geht“ von Ingeborg Bachmann aus dem Jahr 1961. Insofern sollte man diesen Film auch als das betrachten, was er sein soll: Eine moderne Interpretation eines Märchenstoffes, verlagert hauptsächlich ins heutige Berlin und Ruhrgebiet und geschultert von zwei großen deutschen Schauspieltalenten.

    Paula Beer als Stadthistorikerin in Undine
    Paula Beer spielt Undine © Marco Krüger/Schramm Film

    Undine als Adaption einer Sagengeschichte

    In der Legende von Undine geht es um Schicksal, Liebe und Verrat. Der Film ist, was die Vorlage betrifft, inhaltlich extrem werktreu und variiert lediglich den zeitlichen Kontext und gibt den Figuren einen Platz in der heutigen Gesellschaft.

    Wenn man den Mythos nicht kennt, wirft vor allem die erste Hälfte nur Fragen beim Zuschauer auf, da die Charaktere keine große Einführung erfahren und einige Dialoge sehr kryptisch daherkommen. Stück für Stück wachsen einem aber die Hauptfiguren ans Herz, da man sehr gut vermittelt bekommt, dass Christoph und Undine tatsächlich füreinander bestimmt zu sein scheinen.

    Das Transit-Duo wiedervereint

    Dass der Film wahrscheinlich sogar die Leute in seinen Bann ziehen kann, die keinen Bezug zum Märchen in seinen zahlreichen Varianten haben, liegt an der fantastischen Chemie zwischen Beer und Rogowski, die nach Transit hier erneut gemeinsam vor der Kamera standen. Während Beer das Geheimnisvolle perfekt verkörpert, nimmt man Rogowski auch in dieser Rolle wieder den etwas naiven, aber wahnsinnig liebevollen Tölpel ab. Die ein oder andere witzige Situation wirkt so weder deplatziert noch unpassend für die Personen. Aber auch die dramatischen Szenen spielen die Beiden mitreißend und schaffen es den Zuschauer mitleiden zu lassen.

    Rogowski spielt in Undine die Hauptrolle
    Franz Rogowski als Christoph © Marco Krüger/Schramm Film

    Undine zwischen Berliner Stadtgeschichte und Liebesdrama

    Die Geschichte ist im besten Sinne des Wortes ein fantastisches Liebesmärchen. Die typischen Elemente von Märchen, wie Vorherbestimmung, aber auch ein paar mystisch-unerklärliche Fragmente werden von Petzold in ein Korsett gezwängt, das in den letzten Jahren leider schon sehr häufig Verwendung fand. Während die Teile des Märchens, die in einem fabelhaften Wald stattfinden an einen idyllischen Stausee im Ruhrgebiet verlegt wurden, spielen die städtischen Situation wieder in Berlin. Jedoch verleiht die berufliche Position von Undine als Stadthistorikerin, die ein stückweit für Entzauberung des Großstadtnimbus sorgt, den Klischeekiezen und U-Bahn-Einstellungen eine selbstreflektierende Note. Trotzdem ist die Stadt nur Kulisse des klassischen Stücks und letztlich könnte man die Legende an jedem beliebigen Ort ansiedeln.

    Nur selten über der Kitschschwelle

    Liebesdramen tragen oftmals etwas stark auf und landen schnell im Bereich des Kitsch, beispielsweise wenn die Musik zu sehr auf die Tränendrüse drücken soll. Undine überschreitet diese Grenze jedoch nur selten, da die Musik als Stilmittel sinnvoll und mit Bedacht eingesetzt wird. Zumeist bewirkt man mit der sich wiederholenden klassischen Klaviermusik sogar den gezielten Spannungsaufbau. Die reduzierte akustische Gestaltung und auch die an einer Hand abzuzählenden humoristischen Brechungen passen sehr gut zum Gesamtstil des Films, der sich voll und ganz den beiden Hauptfiguren verschrieben hat und alles andere in den Hintergrund rückt.

    Christoph und Undine umarmen sich © Marco Krüger/Schramm Film
    Christoph und Undine als glückliches Paar © Marco Krüger/Schramm Film

    Unser Fazit zu Undine

    Ich empfehle jedem, der sich für Undine interessiert wirklich vorab etwas Hintergrundwissen über die Legende anzueignen. Nur wenn man von Beginn an weiß, wo im Mythos man sich gerade befindet und mit welchen wirklich guten Einfällen Christian Petzold die Handlungsschwerpunkte in unsere Zeit übersetzt hat, kann man sich voll in den Film reinziehen lassen.

    Wenn dies gelingt, so schafft es Undine sehr überzeugend die Faszination von jahrhundertealten Stoffen mit modernen Methoden frisch wie lange nicht zu vermitteln. Paula Beer und Franz Rogowski sind zudem schauspielerisch so überragend, dass man die knapp 90 Minuten Laufzeit auch ohne weitere handlungstragende Charaktere am Ball bleibt.

    Undine läuft im Wettbewerbsprogramm der Berlinale 2020. Ein Kinostart ist noch nicht bekannt.


    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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