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    Startseite » Unknown User: Dark Web
    Filme

    Unknown User: Dark Web

    Onnovon Onno8. Dezember 2018Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Es ist wieder Zeit für eine Skype-Party. Am 06.12.2018 startete die Session und entführt die Zuschauer dieses Mal sogar ins Dark Web. Überzeugt Unknown User: Dark Web als Desktop-Horror-Thriller?

    Poster zu Unknown User: Dark Web © Universal Pictures
    Kinoplakat zu Unknown User: Dark Web © Universal Pictures

    Dein Laptop ist nicht mein Laptop

    Ein neuer Laptop liegt nicht auf der Straße, aber eventuell bei den Fundsachen eines Internetcafés. Dort stibitzt sich Matias unerlaubterweise einen leistungsstarken Laptop und wählt sich damit in die Skype-Session mit seinen Freunden ein. Diese wollen zusammen einen lustigen und launigen Spieleabend vor der Webcam verbringen. Gleichzeitig chattet Matias mit seiner gehörlosen Freundin Amaya und durchforstet den Rechner. Als er dabei auf mysteriöse Videos von entführten Frauen stößt und von einem Unbekannten kontaktiert wird, teilt er das mit seinen Freunden. Die Stimmung ändert sich. Sind die Videos echt und wer ist der Unbekannte?

    Halb Spannungsaufbau, halb Spannungsabbau

    Unbekannte im Chat © Universal Pictures
    Unbekannte Nutzer betreten den Chat © Universal Pictures

    Wie schon im Vorgänger findet das Geschehen ausschließlich auf dem Desktop des Protagonisten statt. Dabei beobachtet man seine Chatverläufe, Webcam-Sessions und sonstigen Tätigkeiten am Laptop. Das Konzept funktioniert soweit ganz gut und gewährt einen intimen und vertrauten Einblick. In der ersten Hälfte wird so auch für einen langsamen Spannungsaufbau gesorgt und man bekommt nur so viel zu sehen, wie nötig. Leider verliert sich der Film dann in Ungereimtheiten und büßt an Glaubwürdigkeit ein und das Konzept gerät ins Wanken. Da wurde die Desktop-Thematik in Searching besser und konsequenter ausgespielt, einem Film, mit dem man sich zukünftig in diesem Bereich messen lassen muss. Doch mit den arg konstruierten Situationen und Entwicklungen stellt man sich letztlich selbst ein Bein. Das ist schade ist, da man bis dahin durchaus gespannt im Kinosessel sitzt.

    Authentisches Overacting

    Psychische Belastung für die Freunde © Universal Pictures
    Die Freunde werden mit harten Entscheidungen konfrontiert © Universal Pictures

    Authentizität ist ein wichtiger Faktor in Filmen wie Unknown User: Dark Web. Das gelingt schauspielerisch mit den unbekannten Darstellern auch ganz ordentlich. Die Darsteller spielen ihre Rollen weitestgehend glaubhaft, tendieren in den sich zuspitzenden Situationen dann aber zu sehr zum Overacting. Analog zum Plot möchte man dann zu viel und überreizt die Szenen. Zusammen mit den eingespielten technischen Störungen und dem Auftreten der unbekannten Teilnehmer verliert der Film deutlich an Glaubwürdigkeit. Das hat zumindest bei mir für einen ordentlichen Spannungsabfall gesorgt, auch wenn das zum Schluss relativ schlüssig abgerundet wird.

    Seichte Spannung mit dem Unbekannten

    Was steckt hinter den Videos? © Universal Pictures
    Sind die Videos zu den entführten Frauen echt? © Universal Pictures

    Schreckhafte Naturen werden bei den vorhersehbaren Jumpscares vermutlich zusammen zucken, Genre-Freunde hingegen erwartet ein seichtes Spannungsgebilde. Wirklichen Grusel oder Thrill kann Unknown User: Dark Web nicht generieren, dafür sind einem die Figuren zu egal und die Kills zu platt. Die Freunde von Matias werden zwar beleuchtet und mit etwas Story-Happen gefüttert, aus ihren stereotypen Hülsen wachsen sie dennoch nicht hinaus. Viel mehr dreht sich der Spannungsbogen um das Unbekannte und Geheimnisvolle hinter dem Geschehen. Dieser bekommt während des Films zwar eine ordentliche Delle, kann einen aber dennoch bis zum Schluss bei der Stange halten.

    Der Unbekannte bedroht die Freunde © Universal Pictures
    Der Unbekannte hat alles im Griff © Universal Pictures

    Mein Fazit zu Unknown User: Dark Web

    Auf fremden Rechnern ist nicht gut Kirschen essen. Das müssen Matias und seine Freunde leidvoll erfahren und als voyeuristischer Zuschauer bekommt man einen partiell spannenden und blutleeren Thriller geboten. Mit dem Desktop-Prinzip verfolgt man das Geschehen aus der ersten Reihe, was sich zwar nicht mehr ganz frisch, aber immer noch recht innovativ anfühlt. Schreckhafte Naturen werden aufgeregt im Kinosessel sitzen, während Genre-Freunde entspannt und Kopf schüttelnd dem kurzweiligen Thriller folgen.


    © Universal Pictures

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