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    Willkommen in der Nachbarschaft

    Ronja Rabevon Ronja Rabe20. Juni 2021Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Willkommen in der Nachbarschaft ©Weltkino
    Flow geht vor Grammatik - Raptexte schreiben ©Weltkino
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    Eine hippe Werbeagentur muss in einen heruntergekommenen Pariser Vorort umziehen. In Willkommen in der Nachbarschaft lässt Regisseur Mohamed Hamidi verwöhnte Kreative auf eine ganz andere Lebensrealität im sozialen Brennpunkt treffen. Wie das funktioniert? Das erfahrt ihr in unserer Rezension.

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    Willkommen in der Nachbarschaft ©Weltkino
    Willkommen in der Nachbarschaft Plakat ©Weltkino

    Darum geht’s in Willkommen in der Nachbarschaft

    Nach einer Steuerprüfung sieht sich Werbeagentur-Inhaber Fred Bartel gezwungen, mit seiner Firma aus dem hippen Pariser Viertel in einen heruntergekommenen Vorort zu ziehen. Weder er noch die Belegschaft sind vom Umzug begeistert. Um die Firma zu retten bleibt ihnen jedoch keine andere Wahl. Auch die Kunden müssen fortan wohl oder übel im neuen Firmensitz der Agentur vorbeischauen.

    Die Anwohner sind ebenso wenig begeistert vom Neuzugang in ihrem Viertel wie die Zugezogenen. Zum Glück lernt Bartel jedoch kurz vor dem Umzug Samy kennen. Dieser ist im Banlieue zu Hause und kennt sich darum bestens mit den lokalen Gepflogenheiten aus. Auch wenn seine Warnungen nicht immer Gehör finden, ist er den verwöhnten Werber*innen eine große Hilfe, sich mit der neuen Situation zu arrangieren.

    Willkommen in der Nachbarschaft ©Weltkino
    Begeisterung sieht anders aus ©Weltkino

    Alhamdulillah – Neustart im Pariser Vorort

    Willkommen in der Nachbarschaft ist eine warmherzige Komödie, die in kurzer Abfolge sämtliche Klischees, Vorurteile und Unwissenheit aufs Korn nimmt. Dabei bleibt der Film konsequent im Feel-Good-Modus und selbst hartgesottene Drogendealer, die häufig mit menschlicher Fracht im Kofferraum anzutreffen sind, können daran nichts ändern.

    Die Gags im Film sind ziemlich vielfältig, mal überspitzt, mal stumpf, ab und an auch etwas sozialkritisch, dabei aber niemals mit erhobenem Zeigefinger. So ist für unterschiedliche Zuschauer etwas zum Lachen dabei und auch ein bisschen Romantik kommt auf, denn nicht nur Samy verliebt sich in der Agentur in ein typisches Pariser Mädchen (Camille Lou) und versucht sie von sich zu überzeugen.

    Liebenswürdige Charaktere

    Trotz der Aneinanderreihung von Situationen bleibt die Story doch in sich schlüssig und man verliert bei den verschiedenen Charakteren nicht den Überblick. Gerade die kleineren Rollen bereichern den Film. So gibt Hugo Becker (bekannt durch seine Rolle als Louis Grimaldi in Gossip Girl) den typisch unsympathischen und Drogen nicht abgeneigten Werbe-Futzi. Dank Klischees sind die Rollen alle sehr schnell eingeführt, werden aber trotzdem nicht langweilig.

    Ob Yoga-Enthusiastin, die sich nicht vorstellen kann, dass der Inder nicht all die indischen Lehren kennt oder die neue Mitarbeiterin aus dem Ort, die sehr gute Abschlüsse hat und aufgrund ihrer Herkunft vorher doch keinen Job gefunden hat – in kurzen Szenen werden die Charaktere im Film schnell greifbar.

    Gilles Lellouche, Malik Benthalha, Sabrina Ouazani ©Weltkino
    Malik Benthalha, Gilles Lellouche, Sabrina Ouazani ©Weltkino

    Ein Klischee nach dem anderen wird aufgegriffen

    Viele Situationen spiegeln humorvoll verschiedene Klischees wider. Zum Beispiel sind Samy und sein neuer Kollege begeistert, eine Kurierfahrt mit dem SUV des Chefs machen zu dürfen und fahren Umwege durchs Viertel, um ein bisschen anzugeben. Dabei werden sie prompt von der Polizei gestoppt, die annimmt, die beiden hätten Bartels Wagen gestohlen. Als dieser auf der Wache eintrifft, kritisiert er die Polizisten wegen Diskriminierung: Sie könnten nicht einfach seine Mitarbeiter festnehmen, nur weil sie es verdächtig fänden, einen Pakistaner und einen Araber in seinem SUV zu sehen – der betreffende Mitarbeiter ist zwar kein Pakistaner sondern Inder, aber damit nimmt Bartel es selbst nicht so genau. Als er wiederum im späteren Verlauf des Films auf Hilfe der Polizei angewiesen ist, lässt ihn die Polizei nun ihrerseits abblitzen, um einen Diskriminierungsverdacht zu vermeiden.

    So prallen verschiedene Ansichten in einem mehr oder weniger subtilen Gag-Potpourri laufend aufeinander. Sehr unterhaltsam ist auch die Side-Story um Bartels verwöhnten Sohn. Beim Essen mit Samys Vater kann jener nur über die Kindererziehungsversuche reicher Leute lachen. Statt in ein Internat in England könnten eine Schelle und ein bisschen Arbeit auf dem Dorf die Jugend viel leichter von der schiefen Bahn abbringen. Diese Art der Kindererziehung ist Bartel jedoch völlig fremd. Um die Stimmung aufzuheitern erzählt er, dass Samy sich bei der Arbeit verliebt hat. Zunächst ist die Freude wie erwartet groß, allerdings nur solange, bis der Vater begreift, dass es sich dabei nicht, wie von ihm angenommen, um eine Landsfrau handelt. Ungewohnt scharfes essen oder grenzenloses Vertrauen in Hausmittel sind weitere Klischees, die in der Szene alle kurz angerissen werden.

    Hinterfragen der eigenen Lebensrealität

    Die vielseitige Betrachtung von Kleinigkeiten kann durchaus zum Nachdenken anregen. Im Banlieue kostet der KfZ-Mechaniker nur einen Bruchteil von dem in der Stadt, anders könnte sich die Dienstleistung auch keiner leisten, aber so entdeckt das Team der Agentur nach und nach auch Vorteile ihrer neuen Umgebung – inklusive Louboutins für 50 Euro und findet eine Lösung, wenn kriminelle Jugendliche kurzerhand den Reifen des Autos eines Kunden abgeschraubt haben.

    Willkommen in der Nachbarschaft ©Weltkino
    Willkommen in der Nachbarschaft ©Weltkino

    Unser Fazit zu Willkommen in der Nachbarschaft

    Willkommen in der Nachbarschaft ist eine der wenigen Komödien, die es schafft, durchgehend eine gewisse Leichtigkeit zu behalten. Zwar spitzt sich auch hier die Spannung zum Ende hin etwas zu, wird aber immer wieder durch witzige Randbemerkungen aufgelockert. Die Bösewichte sind dem zu Gunsten auch alle sehr nett und sympathisch verpackt, selbst die Drogendealer wirken fast die ganze Zeit eher wie nette Onkel. Wer vielleicht selber in einem Vorort aufgewachsen ist oder auch in einer Werbe-Agentur arbeitet, wird sicher Spaß an dieser Komödie haben. Für alle, die für einen gemütlichen Abend einfach clevere, aber dabei trotzdem leichte Unterhaltung wollen, eine klare Empfehlung!


    ©Weltkino

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