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    Startseite » Wrong Turn – The Foundation
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    Wrong Turn – The Foundation

    Simon Eultgenvon Simon Eultgen5. August 2021Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Jen, Darius und Luis stehen mit gezückten Waffen vor einer Leiche mit zerschmettertem Schädel
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    Alles auf Anfang mit neuer Ausrichtung: Wrong Turn – The Foundation startet 18 Jahre nach dem Original den Versuch, eine bekannte Horrorfilmreihe wiederzubeleben. Gelingt dieser Versuch oder hätte die Marke besser weiter Staub angesetzt?

    Das Blu-ray-Cover von Wrong Turn - The Foundation
    Wrong Turn erscheint über Constantin Film auf DVD & Blu-ray © Constantin Film

    Die Handlung von Wrong Turn – The Foundation

    Drei junge, miteinander befreundete Paare entschließen sich, einen Wanderausflug durch die Gebirge der Appalachen zu unternehmen. Während die meisten beruflich fest im Leben stehen, hat Jen (Charlotte Vega) nach ihrem Kunststudium nur eine Anstellung als Kellnerin gefunden. Die Auszeit in West Virginia soll ihr endlich die Klarheit geben, wie es mit ihrem Leben weiter und vor allem aufwärts gehen soll. Nach einer Weile auf dem Wanderpfad verlässt die Gruppe spontan den ausgewiesenen Weg, um bei der Gelegenheit ein altes Fort aus dem Sezessionskrieg zu besichtigen. Es kommt nicht nur zu einem tragischen Ereignis, die Clique stößt auch auf geheimnisvolle Gestalten, die sich mit gehörnten Tierschädeln maskieren. Zwischen versteckten Fallen im Wald und der mysteriösen Bedrohung entwickelt sich schnell ein nackter Überlebenskampf.

    Parallel sucht Jens Vater, der Bauunternehmer Scott (Matthew Modine) einige Wochen später nach seiner Tochter und deren Wandergruppe. In der Stadt, in der sie zuletzt abgestiegen ist, schlägt ihm jedoch ein eisiges Schweigen entgegen. Niemand möchte, dass Scott weiterforscht. Doch wovor genau haben die Stadtbewohner Angst?

    Die sechs Hauptfiguren stehen mit gepackten Rucksäcken auf einem Wanderpfad der Appalachen in Wrong Turn - The Foundation
    Nur mal kurz vom Weg abweichen – was kann da schon schiefgehen? © Constantin Film

    Schon wieder falsch abgebogen? Das Reboot einer Horrorfilm-Reihe

    2003 erschien ein mit 12 Millionen US-Dollar relativ schmal budgetierter Horrorfilm, der bis 2014 insgesamt fünf Fortsetzungen nach sich zog. Dabei war selbst der Erstling Wrong Turn von Regisseur Rob Schmidt kein Meisterwerk. In knapp 80 Minuten bekam der Zuschauer einen stupiden Slasherfilm geboten, in dem das durch Inzest deformierte, kannibalistische Brüdertrio noch etwas mehr Interesse weckte als die völlig austauschbaren Hauptfiguren. Die weiteren Teile landeten trotz des Einspielergebnisses (28 Millionen US-Dollar) direkt auf dem Heimkinomarkt und richteten sich inhaltlich nur noch an Splatter-und-Gore-Fans.

    Einige Jahre war es zuletzt still um die Reihe, ehe 2019 die Info über einen neuen, in drei Monaten abgedrehten Teil kursierte. Das schwierige Corona-Jahr 2020 setzte hinter einen möglichen Kinostart ein großes Fragezeichen. Letztlich erschien Wrong Turn – The Foundation erst in diesem Mai als Stream auf Sky, ehe Constantin Film nun auch eine Kaufversion nachlegt.

    Dabei wirkt der Film anfangs wie ein bloßes Update des Originals, bei der sich eine neue Gruppe von jungen Erwachsenen im Wald verirrt. Da aber seit dem Erstling ganze 18 Jahre vergangen sind, werden die sechs Hauptfiguren aktionistisch mit dem heutigen Zeitgeist vollgepumpt. Wenn ein von Rassismus betroffener Afroamerikaner, ein schwules Pärchen und generell eine Gruppe von jungen, erfolgreichen Hipstern auf sozial abgehängte Hinterwäldler treffen, dann wirkt Wrong Turn – The Foundation politisch doch sehr bemüht. Auch die verhandelten Themen wie Selbstfindungsprobleme und die Träume von einer gesellschaftlich und klimatechnisch besseren Welt werden einem eher dick aufs Brot geschmiert.

    Jen, Darius und Luis stehen mit gezückten Waffen vor einer Leiche mit zerschmettertem Schädel
    Der Gegenschlag rollt: Jen, Luis und Darius wehren sich © Constantin Film

    Glücklicherweise verkommt diese Gesellschaftskritik im weiteren Handlungsverlauf nicht zum bloßen Mission Statement, wenn es darum geht, die titelgebende Foundation darzustellen. Hier erhält die plakativ inszenierte soziale Spaltung Amerikas etwas mehr Substanz. Wrong Turn – The Foundation ist also alles andere als eine geradlinige Schlachtplatte ohne gesellschaftlichen Kontext.

    Das Gleiche in Grün?

    Wie tief aus der Klischeekiste und dem kleinen Horror-Ein-mal-Eins wirkt der Einstieg in den Film, wenn die Freunde vor ihrer Wanderung in der letzten nahegelegenen Stadt absteigen. Junge, gutaussehende, erfolgreiche Hipster treffen auf sozial benachteiligte Menschen aus dem Hinterland, die sich schweigsam bis feindselig verhalten. Dass hier etwas im Busch ist, ist keine große Überraschung. Und auch die Tatsache, dass die Gruppe auch nach kurzer Zeit schon den sicheren Wanderpfad verlässt, was sich als kapitaler Fehler rausstellt, ist im Jahr 2021 fast schon peinlich platt. Bis hierhin schaut sich Wrong Turn – The Foundation wie ein reines Update an die heutigen Sehgewohnheiten.

    Scott wird kniend von zwei Männern an den Armen festgehalten und schaut ängstlich hinauf in Wrong Turn - The Foundation
    Scott trifft bei der Suche nach seiner Tochter auf Gegenwehr © Constantin Film

    Doch wenn plötzlich Fallen die orientierungslos gewordene Clique traktieren, wird der Film mit jeder Minute besser. Dann ist Wrong Turn auffallend schnell geschnitten, konfrontiert den Zuschauer überfallartig mit knackiger Härte und generiert dadurch ein überraschend gutes Survival-Feeling. Die Figuren wecken wegen ihrer schematisch angelegten Rollen zwar kaum Sympathie oder Neugier, der Tempowechsel durch die schwer zu greifende Bedrohung zeigt dennoch Wirkung. Die Verwirrung der Hauptfiguren überträgt sich erfolgreich auf das Publikum.

    Wer ist hier eigentlich das Monster?

    Wer auf der Seite der Antagonisten nur ein paar bösartige Rednecks abseits der Gesellschaft erwartet, dürfte tatsächlich überrascht werden. Wrong Turn – The Foundation verdient in diesem Sinne die Bezeichnung Reboot, denn das Altbekannte wird in einigen wichtigen Punkten neu ausgerichtet. Doch verschrecken die Macher damit nicht die treuen Fans der Reihe? Letzten Endes kann der Film nur schwer beiden Lagern gerecht werden. Die „Mehr vom Gleichen“-Fraktion könnte durchaus enttäuscht sein, der Klischee-müde Horrorfan freut sich andererseits über die neuen Ansätze. Dass der neue Wrong Turn ein gutes Stück ambitionierter als seine Vorgänger daherkommt, offenbart der weitere Handlungsverlauf, der hier bewusst verschwiegen wird. Das hohe Tempo in Schnitt und Handlungsgeschehen fährt Regisseur Mike P. Nelson ebenso konsequent zurück, um einigen Charakterentwicklungen Raum zu geben und die Bedrohung im Wald genauer darzustellen.

    Jen und Darius kauern beladen mit Wanderrücksäcken zwischen zwei Felsen
    Jen und ihr Freund Darius haben sich den Wanderausflug anders vorgestellt © Constantin Film

    Haben die sechs Freunde ihre aufkeimende Panik erst einmal in den Griff bekommen, fällt zudem positiv auf, dass sie sich nicht bei jeder Gelegenheit aufteilen, um in blinder Flucht dahingerafft zu werden. Der Gegenschlag unter Führung des großmäuligen Adam fällt ebenso heftig aus. Wrong Turn geht hier so weit, sich zu fragen, wer hier eigentlich das wahre Monster ist, wenn alles in Gewalt und Hass versinkt. So ergibt auch dieser neueste Ableger der Reihe zwar immer noch kein restlos stimmiges Gesamtbild, weil das Drehbuch die unterschiedlichen Ansätze nicht wirklich gebändigt bekommt. Doch dass alle Beteiligten hier stets bemüht waren, ist am Ende tatsächlich mehr Wert, als diese abgedroschene Phrase vermuten lässt.

    Unser Fazit zu Wrong Turn – The Foundation

    Besser als erwartet: Wrong Turn – The Foundation von Regisseur Mike P. Nelson und Originalautor Alan B. McElroy ist alles andere als ein billiger Cashgrab, der noch einmal ein paar Dollar aus einer bekannten Marke herauspressen will. Nach eher schwachem, klischeehaftem Einstieg entpuppt sich dieses Reboot schnell als deutlich mutiger, durchdachter und gehaltvoller als das geradlinige Original von 2003. Zwar dürfen fiese Fallen und ein paar knackige Schauwerte im Rahmen der angemessenen FSK-18-Einstufung nicht fehlen, aber auch der Verlauf der Geschichte um die geheimnisvolle Foundation weiß zu fesseln. So lässt sich am Ende darüber streiten, ob Wrong Turn – The Foundation nicht besser unter einem anderen, unbelasteten Titel veröffentlicht worden wäre oder ob der Film eben genau deshalb als kleine, die Erwartungen übertreffende Überraschung daherkommt.


    Wrong Turn – The Foundation ist am 22. Juli über Constantin Film als DVD und BluRay erschienen.

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    © Constantin Film

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