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    Startseite » Yakuza Princess
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    Yakuza Princess

    Marco Schilkevon Marco Schilke16. Mai 2022Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Jonathan Rhys Meyers gezeichnet vom Kampf mit vielen Verletzungen im Gesicht | Yakuza Princess
    Samurai Shiro geht keinem Kampf aus dem Weg © Capelight Pictures
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    Mit Yakuza Princess hat der Regisseur Vicente Amorim den brasilianischen Manga Samurai Shiro adaptiert. Was die Umsetzung kann, erfahrt ihr in der Kritik!

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    Die Erbin des Yakuza-Clans mit dem Katana im Profil.
    Das Cover des Mediabooks © Capelight Pictures

    Die Handlung von Yakuza Princess

    Nachdem der Großvater von Akemis (MASUMI) gestorben ist, taucht bald darauf ein Fremder in Akemis Wohnung auf. Shiro (Jonathan Rhys Meyers) behauptet, dass ihr beider Schicksal durch ein altes Schwert miteinander verbunden sei. Die junge Akemis wünscht sich Antworten und entdeckt ihre wahre Herkunft – sie ist die einzige Überlebende und Alleinerbin eines skrupellosen Yakuza-Clans. Gemeinsam mit Shiro macht sich Akemis auf, die Männer ausfindig zu machen, die für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind…

    MASUMI im kalten Neonlicht. Im Hintergrund die japanische Flagge | Yakuza Princess
    Akemi ist fokussiert auf Rache © Capelight Pictures

    Eine durchgestylte Manga-Adaption

    Die Story von Yakuza Princess klingt im ersten Moment recht einfach und doch irgendwie interessant. Das liegt vor allem an dem vermeintlich schweren Erbe von Akemis und dem mysteriösen Shiro, der auch namensgebend für den Manga ist. Dass die Adaption leider zu wenig aus diesen Handlungselementen macht, ist, gelinde gesagt, noch das geringste Problem. Vielmehr verrennt sich Yakuza Princess in mehrere Handlungsstränge, die zwar zum großen Finale aufeinandertreffen, jedoch für sich stehend belangloser kaum sein könnten. So wird die Handlung auf wenig kreative Art und Weise erzählt, fast so, als wenn sie ein nur ein notwendiges Übel wäre. Statt einem klaren Fokus auf die wichtigen und interessanten Dinge zu werfen, verlässt sich der Film hier einzig auf den Faktor Coolness.

    So ist der Look von Yakuza Princess von vorne bis hinten durchgestylt. Der Regisseur Vicente Amorim arbeitet mit vielen kalten Lichtquellen und präsentiert sie entsprechend eindrucksvoll. Optisch ist der brasilianische Film so schon sehr schön anzusehen, wenngleich er gerade für einen brasilianischen Film doch eher untypisch aussieht mit seinen blauen und weißen Lichtern, wo sonst eher warme Farben erwartet werden. Und doch tut sich Yakuza Princess mit seiner Lichtarbeit nicht unbedingt ein Gefallen, wenn zum Beispiel an Orten, die von Niemanden gefunden werden sollen, riesige Scheinwerfer sichtbar weißes Licht auf diesen Schutzort der Vergangenheit werfen. Dies passiert dann auch in schöner Regelmäßigkeit. Deshalb kann der Film im Verlauf optisch immer wieder Glanzpunkte setzen, die dann leider aber auch genauso oft hinterfragenswert erscheinen.

    Japanische Traditionen im brasilianischen São Paulo

    Ein weiteres Highlight hätte das japanische Viertel in São Paulo werden können. Anfang des 19. Jahrhunderts kamen viele japanische Einwanderer nach Brasilien. Viele dieser Japaner:innen arbeiteten auf den hiesigen Feldern São Paulos und konzentrierten sich auf das Gebiet „Liberdade“, was soviel wie Freiheit bedeutet. Im Laufe der Jahre entstand in dem Viertel eine bemerkenswerte japanische Kultur, die ihren Besucher:innen suggerieren, tatsächlich in Japan zu sein. Dieses Setting gepaart mit der brasilianischen Kultur, die ebenso einen großen Einfluss auf viele der in Brasilien lebenden Japaner:innen hat, hätte für Yakuza Princess ein originelles, wie außergewöhnliches Element darstellen können. Leider wurde diese Chance vertan und so bekommen die Rezipienten nur das klassisch asiatische bzw. japanische Bild präsentiert.

    Tsuyoshi Ihara mit freiem Oberkörper und den typischen Tätowierungen. Im Hintergrund Neonlichter. | Yakuza Princess
    Takeshi ist bereits für den Kampf © Capelight Pictures

    Die japanische Tradition und Ehrwürdigkeit wird so nur klischeehaft bedient und kann sich nicht von anderen westlichen Darstellungen abheben. Vielmehr ist sie in Yakuza Princess nur Beiwerk, um die Kampfeinlagen mit dem Katana zu rechtfertigen. Und diese kommen in dem vom Regisseur gesetzten Stil doch ordentlich und sehr blutig zur Geltung. Die Auseinandersetzungen sind pointiert gesetzt und teilweise sehr gut choreografiert. Den ein oder anderen Schnitt zu viel verzeiht man in diesem Film dann doch ganz gerne, da die Kampfszenen in der Gänze einen hohen Unterhaltungsfaktor haben. Zimperlich geht Yakuza Princess hier definitiv nicht vor und so fließt in den Kämpfen auch eine ordentliche Portion Blut, so dass sich der Film die Freigabe ab 18 Jahren durchaus verdient hat.

    Vom Popstar zur Schauspielerin

    In dieser kalten und skrupellosen Welt fügen sich nunmehr MASUMI und Jonathan Rhys Meyers ein. Während letztgenannter schon seine Fußabdrücke in der Film- und Serienlandschaft hinterlassen hat, war es für MASUMI die erste größere Rolle. MASUMI, die mit dem Song „Run Baby, Run“ ihren ersten musikalischen Erfolg und Durchbruch feiern konnte, darf auch in Yakuza Princess ihre musikalischen Qualitäten präsentieren. Ob sie aber aufgrund ihrer schauspielerischen Qualitäten zukünftig auch weiterhin auf der Leinwand zu sehen sein wird, bleibt abzuwarten.

    Jonathan Rhys Meyers als namensgebenden Samurai Shiro im nächtlichen Sao Paulo | Yakuza Princess
    Der namensgebende Samurai Shiro im nächtlichen São Paulo © Capelight Pictures

    In Yakuza Princess hat MASUMI jedoch gezeigt, dass sie eine starke Frauenrolle besetzen kann, wenngleich sie einen Film noch nicht vollständig auf ihren Schultern zu tragen vermag. Womöglich sollte in dem brasilianischen Film deshalb ein erfahrener Schauspieler wie Jonathan Rhys Meyers diese Vakanz auffangen. Nach anfänglicher Skepsis hat Meyers seine Rolle gekonnt aufgenommen, um jedoch im Verlauf des Films zu sehr ins Chargieren zu geraten. Ob gewollt oder ungewollt, wirkt Meyers als Shiro eher wie ein Drogenopfer, als der Auftragskiller, der er sein sollte.

    Unser Fazit zu Yakuza Princess

    Yakuza Princess ist ein durchaus ambivalentes Seherlebnis. So trifft der Film von Vicente Amorim mit seiner Optik und seinen harten Gewalteinlagen einen gewissen Zeitgeist, um am Ende leider doch auf vielen Ebenen zu enttäuschen. Vor allem in der unfokussierten Erzählweise und der kulturellen Darstellung bleibt Yakuza Princess weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Was angesichts der sehr guten Leistung von MASUMI und dem großen Potential des Ausgangsmaterials sehr ärgerlich ist.

    Das Mediabook enthält neben der Ultra HD Blu-ray eine reguläre Blu-ray und ein 32-seitiges Booklet mit Auszügen aus der Graphic Novel Samurai Shiro und Interviews mit dem Cast.

    Yakuza Princess ist seit dem 15.04.2022 auf Blu-ray, DVD und im 4K UHD Mediabook im Handel erhältlich!


    © Capelight Pictures

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