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    Your Name. – Gestern, heute und für immer

    Alex Dreßenvon Alex Dreßen22. Oktober 2019Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Der Filmtoast-Platzhalter für (Kino-)Filme zeigt eine Reihe von gefüllten Popcorn-Tüten. Für den Film wurden leider keine Bilder bereit gestellt.
    Film Review
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    In Your Name. – Gestern, heute und für immer tauschen ein Mädchen vom Land und ein Junge aus Tokio immer wieder ihre Körper. Mit dieser Anime-Romanze gelang Regisseur Makoto Shinkai nicht weniger als der erfolgreichste Anime-Film aller Zeiten. Ob er auch uns derart überzeugen kann, erfahrt ihr hier.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=bXXKSdX7K_k“]

    Darum geht’s in Your Name. – Gestern, heute und für immer

    Mitsuha ist eine junge Heranwachsende aus einer Kleinstadt auf dem Lande. Neben den traditionellen Verpflichtungen des Familien-Schreins und ihrer schwierigen Beziehung zu ihrem Vater nervt sie vor allem das öde Landleben. So wünscht sie sich ein Leben in der Großstadt Tokio, am besten noch im Körper eines gutaussehenden Jungen. Wenig später darf Mitshua feststellen, dass ihr Wunsch erfüllt wurde. So erwacht sie im Körper von Taki, einem Oberschüler aus Tokio. Sie hält dies zunächst für einen Traum, doch bald wird klar, dass Mitsuha und Taki tatsächlich mehrmals die Woche ihre Körper tauschen.

    Während sich die beiden Teenager mit den speziellen Umständen zu arrangieren versuchen, steht ein besonderes Ereignis bevor: Ein Komet steht an seinem erdnächsten Punkt, den er nur alle 1200 Jahre erreicht. Im Gegensatz zu Mitsuha kann Taki den Kometen an jenem Tag nicht sehen und muss kurz darauf feststellen, dass der Körpertausch nach diesem Tag endete. So macht er sich auf, um Mitsuha persönlich zu treffen. Dort erfährt er allerdings, dass jener Komet bereits vor drei Jahren in der Kleinstadt eine große Katastrophe und etliche Todesopfer verursachte..

    Der neue Genreprimus

    Mit rund 360 Mio. eingespielten US-Dollar ist Your Name. – Gestern, heute und für immer der erfolgreichste Anime-Film aller Zeiten und stieß damit sogar Hayao Miyazakis Chihiros Reise ins Zauberland vom Thron. In Deutschland war dem Film zunächst nur ein dreitägiges Event-Screening vergönnt, das aufgrund des Erfolges jedoch um Zusatztermine erweitert wurde.

    Kurz vor dem Kinostart des Films veröffentlichte Regisseur Makoto Shinkai auch einen mehrere Hundert Seiten umfassenden Roman zum Film. Das Drehbuch stammt ebenso aus seiner Feder. Wie schon bei einigen seiner anderen Filme kombiniert er auch hier Coming-of-Age-Geschichten junger Heranwachsender mit romantischen und Fantasy- bzw. Sci-Fi-Elementen.

    Eine Animation auf höchstem Niveau

    Wer schon einmal einen Film von Makoto Shinkai gesehen hat, der weiß, dass man sich auf wundervolle Bilder freuen darf. Besondere Freude hat der Regisseur aber an der Animation von Natur gefunden, und ganz besonders von Lichtspielen am Sternenhimmel. Wenn es soweit ist und der Komet am Himmel erstrahlt, ist das durchaus beeindruckend. So liefert Shinkai auch hier wieder mal eine bezaubernde Wallpaper-Optik, bei der nicht wenige Szenenbilder auch bedenkenlos als Poster an der Wand dienen könnten.

    Der Film nimmt sich aber auch immer wieder die Zeit, alltägliche Handgriffe und Kleinigkeiten darzustellen und sauber zu animieren, sei es die Essenszubereitung, das Schließen und Öffnen von Türen oder ähnliches, das vor allem die Stadt lebendig erscheinen lässt. Bei dieser Animation mit dem Blick fürs Detail wurde definitiv nicht gespart.

    Ein rasanter Start

    Die ersten rund 40 Minuten Laufzeit vergehen wie im Flug. Die Einführung der beiden Figuren, die mit dem plötzlichen Körpertausch verständlicherweise zunächst sehr überfordert sind, macht wirklich viel Spaß und sorgt für den ein oder anderen wohligen Schmunzler. Die beiden tollpatschigen, aber liebenswerten Teenager lassen das ein oder andere Fettnäpfchen natürlich nicht aus und führen den Zuschauer in die beiden verschiedenen Welten Japans. Mit der Ankunft des Kometen erfolgt jedoch ein harter Bruch in der Geschichte und der Film verliert seine Leichtigkeit.

    Nun ist ein Makoto Shinkai freilich nicht für leichte Kost bekannt, doch hier will der Spagat nicht so recht gelingen. Wenn sich Taki nun auf die Suche nach Mitsuha begibt, werden deutlich ernstere Töne angeschlagen. Nach der flotten, spaßigen ersten Hälfte fällt es dem Film allerdings schwer, diesen Bruch zu absolvieren.

    Her mit den Emotionen!

    Während es Shinkai in anderen Filmen (etwa 5 Centimeters per Second, Garden of Woods oder The Place Promised in Our Early Days) gelingt, Themen wie unerfüllte Liebe, Sehnsüchte oder Melancholie auf einer universelleren Ebene zu verhandeln, und so den Zuschauer durch seine eigenen Erinnerungen mit ins Boot zu holen und die Emotionen bei ihm selbst entstehen zu lassen, hat Your Name. – Gestern, heute und für immer gerade hier seine größte Schwäche. Zu sehr will es Shinkai nach dem Bruch erzwingen, zu sehr werden Emotionen suggeriert und nahezu eingefordert, anstatt dem Zuschauer etwas Raum zu geben. Ein eher aufdringlicher Soundtrack wechselt dabei je nach Moment zwischen seichten Pop-Songs und Einspielern mit Klavier UND Streichern.

    Leider darf man diese wunderschöne Bilder zu selten in Ruhe aufsaugen. Mehrere Stimmen aus dem Off sind nahezu immer präsent, diverse Metaphern und Phrasen werden immer wieder wiederholt und rauben so denselben wie auch den Momenten und Bildern den Raum zur Entfaltung. Hier kann auch die deutsche Synchronisation leider nicht überzeugen, es empfiehlt sich also der japanische O-Ton. Die angesprochene Universalität der anderen Geschichten Shinkais ergibt sich auch daraus, eben nicht immer alles auszuerzählen und explizit zu verbalisieren, sondern an die Imaginationskraft und die Erinnerungen der Zuschauer zu appellieren und diesen mit den Bildern und seinen Gedanken auch mal alleine zu lassen. Hier wird man leider immer wieder von der Erzählerstimme abgeholt und zugleich herausgerissen, was der Atmosphäre und Emotionalität absolut nicht zuträglich ist. An dieser Stelle fehlt das Fingerspitzengefühl, das Shinkai eigentlich oft genug bewiesen hat. So gestaltet sich die letzte Stunde des Films leider viel zu lang und erzielt nicht die gewünschte Wirkung.

    Unser Fazit zu Your Name. – Gestern, heute und für immer

    Your Name. – Gestern, heute und für immer ist leider an vielen Stellen zu glatt, zu amerikanisiert, etwa in der stetigen Verbalisierung, und auch zu aufdringlich. Während der Zuschauer sonst gefordert ist, für sich selbst etwas herauszuziehen, offenbart Shinkai hier Sämtliches auf dem Präsentierteller. Das Leitmotiv um die Tradition des Bänderflechtens als Metapher für verschiedene Zeitstränge, die miteinander verwoben und wieder aufgeknöpft werden, wird als solches auch x-fach explizit verbalisiert – viel Raum bleibt da nicht mehr. In diesem Sinne fehlt dem Film leider auch eine tiefere Ebene. Letztlich ist Your Name. – Gestern, heute und für immer ordentlich gemachter Kitsch und reines Erlebniskino. Dies zwar in oft bezaubernden Bildern und bei dem einen oder der anderen wird sicher dennoch kein Auge trocken bleiben, doch von einem Makoto Shinkai darf man sich Interessanteres versprechen.


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