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    Startseite » The Idol
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    The Idol

    Jan Wernervon Jan Werner12. Juni 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Mit Euphoria trifft Showrunner Levinson den Zeitgeist und den Kritikernerv. Grund genug für die Programmdirektoren der Festspiele von Cannes ihm für sein neues Serienprojekt The Idol den Teppich auszurollen. Kann die neue Serie dem Erwartungsdruck standhalten?

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    The Idol, das Poster.
    Das Poster zu The Idol © Home Box Office, Inc. All rights reserved.

    The Idol – die offizielle Synopsis

    Sängerin Jocelyn (Lily-Rose Depp) hatte einen Nervenzusammenbruch, ihre letzte Tournee ist gescheitert. Jetzt will sie um jeden Preis ihren Status als DER größte sexy Popstar der USA verteidigen. Da lernt sie den zwielichtigen Nachtclub-Besitzer und Selbsthilfe-Guru Tedros (Abel „The Weeknd“ Tesfaye) kennen. Führt ihre neu erweckte Leidenschaft sie zu glanzvollen Höhenflügen oder in die tiefsten Abgründe ihrer Seele?

    Erster Eindruck zu The Idol

    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den ersten beiden Folgen der Serie. Auf Spoiler wird weitestgehend verzichtet, damit keinem die Wendungen und Überraschungsmomente vorweggenommen werden. Lediglich auf ein paar für die Beurteilung relevante Details aus der Pilotfolge muss etwas konkreter eingegangen werden. 

    Langweilig und pseudo-provokant

    Bereits nach der Premiere in Cannes überwog die Ernüchterung über das neueste Werk des Euphoria-Schöpfers. Nun konnte auch das breite Publikum die ersten beiden von sechs Episoden der potentiellen „Skandalserie des Jahres“ sehen – und konnte sich davon überzeugen, dass die negativen Stimmen zu The Idol ihre Berichtigung hatten: Denn weder erreicht diese auf Provokation aufgeblasene Hülle auch nur ansatzweise die Sogwirkung, die Levinson in seinen bisherigen Projekten von Beginn an aufbauen konnten noch liefern die ersten beiden Folgen überhaupt genug Anreize dem Geschehen weiter folgen zu wollen.

    Bereits die ersten Einstellungen machen deutlich, dass hier sehr explizit mit den Themen Nacktheit, Selbstbestimmung und Showbiz umgegangen wird. Doch anstatt einen relevanten Kommentar auf der Meta-Ebene beispielsweise zur weiterhin relevanten Me-Too-Diskussion beizusteuern, verzettelt sich Levinson in seinen vermeintlichen Provokationen. Dabei ist die Nacktheit hier ironischerweise genauso Selbstzweck und unnötig für die Message und nur dadurch, dass man es mit Ankündigung und erhobenem Zeigefinger präsentiert, wird es noch nicht zum Aha-Moment oder zu einer augenöffnenden Botschaft. Ja, die Geschichte soll anhand eines Britney-Spears-ähnlichen Falls die Schattenseiten von Starkult, Social Media und Co. anprangern, aber das, was man hier anspricht, ist alles andere als erkenntnisreich. Wer hier tatsächlich erst die Augen geöffnet bekommt, hat womöglich ohnehin ein total verzerrtes oder antiquiertes Bild davon, wie heutzutage Stars „gemacht“ werden und mit was Aufstieg und Fall einher gehen.

    Lichtblick Lily-Rose Depp wiegt Ausfall The Weeknd nicht auf

    In den ersten beiden Folgen gibt es maximal eine Handvoll Szenen – und in denen steht dann immer die treffend gecastete und stark aufspielende Lily-Rose Depp im Mittelpunkt – an die man sich länger als 10 Minuten erinnern wird. Schon Euphoria überschritt regelmäßig die Style-Over-Substance-Schwelle, machte dies aber dann durch Charakteraufbau, Dialoge oder emotionale Tiefschläge locker wieder wett. In der gefeierten Coming-of-Age-Serie standen interessante Schicksale immer im Fokus und die optische Gestaltung sowie die ikonische Musik fügten sich zu einem Gesamtkunstwerk. Nimmt man die individuellen Tragödien raus und fügt der ganzen Sache eine gehörige Portion Heuchelei hinzu, dann landet man bei The Idol: Inhaltsleer, ja gar anmaßend und zu einem großen Teil dann auch noch mies gespielt. In den vergangenen Jahren gab es weder etwas vergleichbar belangloses bei HBO noch bei A24.

    Schuld an der Misere ist zu einem nicht unerheblichen Part Hauptdarsteller, Co-Autor und Produzent The Weeknd. Er ist nicht nur ein weiterer Musiker, der beweist, dass er deutlich weniger Schauspieltalent mitbringt als er selbst wohl meint. Nein, er hat wohl auch soweit in das Skript eingreifen können, dass die vordergründige Story von Jocelyn mit seiner Charaktergeschichte gleichwertig abgebildet wird. Das ist der letztendliche Dolchstoß der neuen Serie. Denn die moderne Dracula-Interpretation, die der Musikstar in seine Figur einwebt, wirkt derart erzwungen, dass es fast schon Momente gibt, in denen man sich im Publikum zum Fremdscham verleiten lässt. Auch das Appeal, das er auf Jocelyn haben soll, ist nicht nachvollziehbar, die Dynamik zwischen den beiden eine Katastrophe und die Sätze, die Tedros bedeutungsschwanger vor sich hin schwallt, verleihen der ganzen Showbiz-Abrechnung den Anstrich einer Showbiz-Parodie.

    Lily-Rose Depp und The Weeknd in The Idol.
    Lily-Rose Depp und The Weeknd © Home Box Office, Inc. All rights reserved.

    Unser Fazit zu den ersten Folgen von The Idol

    Leider kann man diese Serie wirklich keinem empfehlen. Es ist der befürchtete Totalausfall. Da kann sich Lily-Rose Depp noch so sehr bemühen: aus dieser Aneinanderreihung von schlechten Drehbuchentscheidungen, mangelhaftem Charakteraufbau, gezwungen „cooler“ Musik und selbstverliebter Visualität ist kaum etwas mitzunehmen, was nach zwei Folgen noch zum Dranbleiben motiviert. Es bleibt zu hoffen, dass die ganzen Kritikpunkte dem negativen Einfluss eines Hauptdarstellers mit Gottkomplex zuzuschreiben sind und Showrunner Levinson für die dritte Staffel Euphoria zu alten Stärken zurückfindet.

    Die Dramaserie The Idol feierte ihre Weltpremiere auf den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes und wird ab 5. Juni zeitgleich zur Premiere in den USA exklusiv im Entertainment Plus Paket bei Sky/Wow zu sehen sein. Wahlweise auf Deutsch oder in der Originalfassung und zudem mit deutschen oder englischen Untertiteln. Immer montags steht eine neue Folge zur Verfügung. Voraussichtlich ab 17. Juli wird die Serie auch auf Sky Atlantic ausgestrahlt.


    © Home Box Office, Inc. All rights reserved.

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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