Filmtoast.de

Der Marsianer – Rettet Mark Watney

Matt Damon in einem, trotz simplen Thema`s, recht spannenden und kurzweiligen Film.

TitelDer Marsianer – Rettet Mark Watney
Jahr2015
ProduktionslandUSA
RegieRidley Scott
DrehbuchDrew Goddard
GenreScience-Fiction
DarstellerMatt Damon, Kate Mara, Michael Pena, Jeff Daniels, Jessica Chastain
Länge144 Minuten
FSKAb 12 Jahren freigegeben
Verleih20th Century Fox
DVD-Cover zu "Der Marsianer - Rettet Mark Watney"
DVD-Cover zu “Der Marsianer – Rettet Mark Watney” von ©20th Century Fox

Handlung

Die NASA treibt mit der „Ares 3“-Mission die Erforschung des Mars voran. Die Astronauten Mark Watney (Matt Damon), Commander Lewis (Jessica Chastain), Rick Martinez (Michael Peña), Chris Beck (Sebastian Stan), Alex Vogel (Aksel Hennie) und Beth Johanssen (Katie Mara) sind auf dem roten Planeten gelandet, inklusive eines Fahrzeugs und eines Habitats, in dem die Forscher leben und Nahrung herstellen können. Doch ein Sandsturm droht die mitgebrachte Technik samt ihrer Einwohner hinwegzufegen, so dass Commander Lewis den Befehl zum sofortigen Aufbruch gibt. Weil ihn seine Crew für tot hält, bleibt der Botaniker Mark Watney auf dem unwirtlichen fremden Planeten zurück. Vorerst ohne Möglichkeit zur Kommunikation und mit beschädigter Ausrüstung versucht er, die wenigen ihm zur Verfügung stehenden Mittel so einfallsreich wie möglich zu nutzen. Und tatsächlich gelingt es Mark Watney, der Erde zu signalisieren, dass er noch lebt. Die NASA unter Direktor Sanders (Jeff Daniels) beginnt, die Rettung des „Marsianers“ zu planen. Parallel dazu startet Watney´s Crew eine eigene, riskante Mission, ihn heimzuholen…

Matt Damon ganz allein in "Der Marsianer - Rettet Mark Watney"
Matt Damon ganz allein in “Der Marsianer – Rettet Mark Watney” von ©20th Century Fox

Kritik

Anmerkung:

Die Bewertung von Der Marsianer und diese Kritik fällt ein wenig subjektiver aus als sonst, da sie hauptsächlich darauf basieren, dass mich die reine Thematik als solches nicht wirklich interessiert hat und ich mich zwingen musste, diesen Film überhaupt an zuschauen. Hinzu kam, dass ich bereits nach einem Trailer der Meinung war, dass Matt Damon nicht die Optimal-Besetzung ist.

Die Crew in "Der Marsianer - Rettet Mark Watney"
Die Crew in “Der Marsianer – Rettet Mark Watney” von ©20th Century Fox

Dramaturgie und Darsteller:

Für mich persönlich kann ich diesen Film mit dem Streifen: “The Kings Speech” gleichsetzten. Wen interessiert schon ein Film über ein stotternden Monarchen, der von einem erfolglosem Schauspiellehrer geheilt wird. Und genauso wie dieser Oscar-Prämierte Film hat mich auch ” Der Marsianer ” extrem positiv überrascht. Hervorzuheben ist das Drehbuch und die Regie. Die, als Videoaufzeichnung perfekt funktionierenden, Monologe sind so reich an der Art von Galgenhumor und so arm an den         üblich-kitschigen “Ich werde eh sterben”-Plattitüden, dass man diesem Mann auf dem Mars einfach gerne zuhört. Auch die übrigen Protagonisten wurden mit vernünftigen Dialogen bedacht. So darf Jeff Daniels ohne jede Spur von unnötiger emotionaler Nähe zu dem Geschehen den kühlen Pragmatiker mimen der in jeder Sekunde um den Ruf der NASA bemüht ist, ohne dass er sich menschlich aus dem Gesehenen heraus-subtrahiert. Die übrigen Charaktere werden jeweils mit soviel Aufmerksamkeit bedacht, dass keiner von Ihnen zum Stichwortgeber verkommt. Doch auch wenn Matt Damon sehr gut den einsamen, Discomusik hassenden, Botaniker mimt, so bleibt sein Spiel doch weit hinter den Erwartungen zurück. Es gibt einfach Darsteller die dem ganzen mehr Intensität verliehen hätten.

Matt Damon baut Gemüse an in "Der Marsianer - Rettet Mark Watney"
Matt Damon baut Gemüse an in “Der Marsianer – Rettet Mark Watney” von ©20th Century Fox

Umsetzung:

Die Art der Inszenierung hat mich positiv an eine Art ” Apollo 13″ erinnert. Man bekommt, durch die fast dokumentarische Nähe zu sowohl botanischen als auch physikalischen Fakten den Eindruck der Stoff beruhe auf einer wahren Begebenheit. Das und die, nicht langweilig werdende Erzählstruktur die durch die gekonnte Balance zwischen den Geschehnissen auf dem Mars und der Erde ensteht, lassen den Film erstaunlicherweise sehr kurzweilig wirken.

Matt Damon in "Der Marsianer - Rettet Mark Watney"
Matt Damon in “Der Marsianer – Rettet Mark Watney” von ©20th Century Fox

Fazit:

Ein seltsam guter und, trotz des Themas, spannender Film der durch ein extrem gutes Drehbuch und eine tolle Umsetzung in jeder Minute zu überzeugen vermag. Absolut Sehenswert.

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

Handlung/Dramaturgie
Figuren/Schauspieler
Ausstattung/Schauplätze
Form
Hintergrund
Vergleich im Genre
Durchschnitt:

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

Handlung/Dramaturgie
2
Figuren/Schauspieler
2
Ausstattung/Schauplätze
2
Form
2
Hintergrund
2
Vergleich im Genre
1
Durchschnitt:
  yasr-loader

© 20th Century Fox

Florian Grogoll

Name: Florian Grogoll
Alter: 44
bevorzugtes Genre: Drama, Sci
Lieblingsfilme: Fi K-Pax, Saving Mr. Banks, Ex Machina, Face off, Stadt der Engel, The Dark Knight, Memento, L.A. Crash, Snatch-Schweine und Diamanten, Avatar

Ich bin ein Filmliebhaber. Ich liebe sowohl anspruchsvolles, als auch gut gemachtes "No Brain" Kino. Ich wäre fast mal bei " Wetten Dass...." gelandet. Ich wollte 1000 Filme an 5 Sekunden Ausschnitt erkennen...Mir gehen die professionellen Kritiker auf die Nerven, die immer das selber Grundgerüst für ihre Kritiken benutzen, ohne dem Genre Rechnung zu tragen. Deswegen habe ich angefangen Kritiken zu schreiben, die recht einfach gehalten sind und den Fokus auf das Wesentliche legen.

2 Kommentare

  • Ein Film, der von vorn bis hinten einfach gut unterhält. Sicher geht etwas die Tiefe ab, aber das habe ich hier auch gar nicht erwartet. “Der Marsianer” lebt von seiner Spannung und von Matt Damon. Und das macht er deutlich über dem Durchschnitt 😉