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Die Mumie (2017)

Universal führt in das Dark Universe ein. Die Mumie stellt nun den ersten Beitrag dazu da. Ob der Einstieg gelingt, erfahrt ihr im Folgenden!

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TitelDie Mumie (OT: The Mummy)
Jahr2017
ProduktionslandUSA
RegieAlex Kurtzman
DrehbuchDavid Koepp, Christopher McQuarrie, Dylan Kussman
GenreAbenteuer, Action, Fantasy
DarstellerTom Cruise, Sofia Boutella, Annabelle Wallis, Jake Johnson, Russell Crowe
Länge107 Minuten
FSKAb 12 Jahren freigegeben
VerleihUniversal Pictures International Germany

 

Annabelle Wallis in "Die Mumie" von 2017
Annabelle Wallis in „Die Mumie“ von 2017 by ©Universal Pictures International Germany

 

Die Mumie – Handlung

Der Abenteurer Nick Morton (Tom Cruise) sorgt nicht nur dafür das Ägypterprinzessin Ahamanet (Sofia Boutella) aus ihrem dreitausend Jahre alten Grab geholt wird. Bei der Überführung der Mumie nach London kommt es durch eine unheilvolle Begegnung in der Luft auch gleich zum Absturz der Frachtflugzeuges, wobei Nick ums Leben kommt. Im Leichenschauhaus kommt er wieder zu sich. Fortan will er er als verfluchter Untoter die Mumie bekämpfen.

Kritik

Die eigentliche Handlung um das titelgebende Monster wird, während die Laufzeit fortschreitet, zur Nebensache degradiert. Leider konzentriert sich der Film sehr stark auf das geplante Filmuniversum, anstatt einen gezielten Storyplot wieder zu geben. Für sich alleine kann der Film kaum bestehen. Auch wenn es sich um ein Refresh der Universal Horrorfilme handelt, wirkt der erste Streich des Dark Universe eher als wolle man hier das Franchise des MCU möglichst schnell kopieren ohne den Figuren Raum für Entwicklung zu geben. Hier wird zu vieles eingeführt und Aussichten gegeben auf kommendes, noch zu bestehendes. Zusätzlich gibt man Sidekicks Raum für Komik. Für mehr (Buddy-)Humor wurde die von Jake Johnson (New Girl) dargestellte Figur eingebaut.

 

Annabelle Wallis in "Die Mumie" von 2017
Annabelle Wallis in „Die Mumie“ von 2017 by ©Universal Pictures International Germany

Allerdings vergisst währenddessen die Dramaturgie rund um die Mumie weiterhin ihrem eigentlichen Plot zu folgen. Zu sehr konzentriert man sich auf die Zukunft des Franchises, anstatt auf das Ende des Filmes und den Weg dorthin. Russell Crowe wirkt als alternder Doktor eher als wollte man ihn in den Samuel L. Jackson-Modus drücken. Unterstrichen wird das durch die Tatsache, das er eine geheime Organisation anführt, die sich der Existenz und Erforschung von „Göttern und Monstern“ widmet. Als dann die Spaltung seiner Persönlichkeit naht, frage ich mich „Wieso zeigt man das überhaupt?“. Denn das führt nur zu einem unnötigen Sub-Plot, der ins Leere führt und ausschließlich als Mittel zum Zweck dient. So soll auch dem letzten Zuschauer klar gemacht werden, das es sich um die bewusste Figur aus Robert Louis Stevenson’s Vorlage handelt.

Tom Cruise und Russel Crowe in "Die Mumie" von 2017
Tom Cruise und Russel Crowe in „Die Mumie“ von 2017 by ©Universal Pictures International Germany

Unser Fazit zu Die Mumie

Für mich erfrischend zu sehen, ist dass Tom Cruise hier keine absurde Selbstbeweicherung stattfinden lässt, wie ich es aus anderen Filmen der letzten Jahre mit ihm kenne. Dass Die Mumie als Action-Abenteuer so fantasielos und uninspiriert wirkt wie Jack the Giant Slayer, während die Actionsituationen an Jack Reacher und Ethant Hunt erinnern, ist vermutlich Screenwriter Christopher McQuarrie zu zuordnen. Dass die Handlung sich auffallend deutlich an bekannte Muster orientiert, die allerdings nichts mit der eigentlichen Vorlage gemein haben, schreibe ich David Koepp zu. Ein Mann, der als Drehbuchschreiber offenbar die derzeitigen Kino-Konventionen über Handlung und Dramaturgie stellt. Beweise dafür hat es schon mehrmals gegeben (siehe War of the Worlds, Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, Inferno).

Sofia Bouthella in "Die Mumie" von 2017
Sofia Bouthella in „Die Mumie“ von 2017 by ©Universal Pictures International Germany

Obwohl der Klassiker rezitiert wird und der Ton des düsteren Prologs noch in diese Richtung hoffen lässt, ist dieses Reboot eine arge Enttäuschung bezüglich Selbstständigkeit und Gruselfaktor. Ein paar inszenatorische Kniffe erinnern sogar an Stephen Sommers‘ Version, welcher keine tiefen Fußstapfen als Monstermovie hinterlassen hat und dessen zweites Sequel noch vor neun Jahren ins Kino kam. Der Erstling dieser Trilogie ist noch immer sehr viel unterhaltsamer als diese kraftlose Umsetzung des Stoffes. Aber als Abenteuerfilm mit Elementen des Fantasy-Horror kann er mittelprächtig genügen.

Unsere Wertung:

 

 

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