Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Black Swan
    Filme

    Black Swan

    Rocket Manvon Rocket Man20. September 2017Keine Kommentare7 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Black Swan – Von Liebe, Sehnsucht, Verzweiflung und Wahnsinn. Was uns an dem Film von Darren Aronofsky so fasziniert, lest ihr im Folgenden!

    [su_youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=gpuOfPv1D_Q“]

    Natalie Portman in Darren Aronofsky's Black Swan
    Natalie Portman in Darren Aronofsky’s Black Swan von ©Fox Searchlight Pictures

    Die Handlung von Black Swan

    Nina Sayers (Natalie Portman) ist jung, wohnt noch bei ihrer Mutter und möchte als Ballerina endlich den großen Durchbruch erzielen. Ihre Chance sieht sie gekommen, als Thomas (Vincent Cassel), der Leiter einer New Yorker Ballettgruppe, für die neue Spielzeit eine Neuaufführung von „Schwanensee“ ankündigt. Obwohl Thomas sie zunächst für ungeeignet hält, bekommt sie schließlich wider Erwarten die Hauptrolle der Schwanenkönigin. Beflügelt von ihrem plötzlichen Erfolg, steigert sich Nina mehr und mehr in sie hinein und verliert dabei zusehends den Überblick über Traum und Realität…

    Meine Meinung

    Schwanensee ist nicht einfach nur ein Ballett-Stück! Es verbindet Gefühle, wie Trauer, Glück und Wahnsinn zugleich und harmonisch miteinander. Besonders die Musik von Tschaikowski entfacht dabei eine psychodramatische Wirkung und gleitet zugleich in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele vor.

    Lange hab ich mich vor diesem Werk gedrückt, wie vermutlich viele andere auch, weil mich das Thema “Ballett“ zu sehr abschreckte. Typisches Vorurteil vieler Männer und auch Frauen. Wobei..natürlich mehr die Männer. Denn bei dem “reinen“ Vorurteil ist es letztendlich bei mir geblieben. Es wäre und ist ein reines Vorurteil, zu denken, dass Ballett nichts kunstvolles, nichts emotionales und nichts außergewöhnliches vorzuweisen hätte, dass sich in einem Psycho-Drama-Thriller der Extraklasse verwerten ließe. Haltet also, wenn möglich, einen großen Abstand von diesem Vorurteil, geht nicht zu nah an den Bildschirm und überzeugt euch einfach selbst, denn euch erwartet ein Darren Aronofsky, wie ihr ihn schon lange nicht mehr gesehen habt!

    Meisterleistung von Natalie Portman

    Die junge Nina, von Natalie Portman verkörpert, ist als Person in Black Swan ziemlich schüchtern, grau und wird nicht von allen Menschen um sie herum wahrgenommen. Fast so, als wäre sie für die Augen der Menschen unsichtbar und niemand würde ihr Talent als Baletttänzerin erkennen. Black Swan ist von der Handlung her vor allem eines: Die Leidenschaft zur Kunst und der Wahnsinn, der sich hinter Besessenheit verbirgt. Nina möchte Profi-Baletttänzerin werden und wird dafür gedrillt, gedümtigt und versinkt immer mehr in eine Parallelwelt des weißen und schwarzen Schwans von Schwanensee, in der sie sich nicht mehr zurechtfinden kann. Ihr Lehrer, Thomas Leroy (Vincent Cassel), der selbst Leidenschaft und Besessenheit zu verwechseln vermag, bietet Nina eine Chance, die ihr alles Können und alle Kraft abverlangen wird…

    Aronosky beweist mal wieder, wie er seine einzigartige Darstellung und Bebilderung eben so einsetzt, dass einem so manche Szene schlicht im Halse stecken bleibt und erst nach längerer Zeit wieder in einen klaren Verstand übergeht. Die Atmosphäre, stark angetrieben durch den Hang zu dunklen und wenig farbreichen Bildern, bis hin zu hellen und überschwelligen Farben, tragen maßgeblich zur Wirkung des Films bei. Ist im einem Moment das Farbreichtum hell, schon fast grell, so entfesselt sich die Faszination, die Liebe und gleichzeitig der Wahnsinn in unserem Verstand. Aronofsky weiß helle, grelle, dunkle und unheilvolle Farben gleich auf mehreren verschiedenen Ebenen zu interpretieren. Dabei sind helle und dunkle Farben unterschiedlich zu deuten. Nicht immer ist grell Wahnsinn, nicht immer dunkel auch unheilvoll. So verschreckt der Film den Zuschauer gleichermaßen, als das er ihn klar verstehen lässt. Aber das ist die Kunst des Psycho-Thrillers.

    Oscarreife Darstellung

    Die Musik belässt Aronofsky im Ballett-Stil, was ganz besonders im letzten Drittel des Films die ganze Melancholie und “Die Metamorphose“ der Hauptprotagonistin ausmacht. Hat die Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis doch die Fähigkeit Schönheit und Wahnsinn gleichzeitig zu vermitteln und “Die Metamorphose“ Ninas Figur zu tragen. Keine andere Musik wäre passend gewesen. Das Ballett ist schließlich gekennzeichnet von Kunst und der wahrhaftigen Schönheit, durch Musik, Kostüm, Darstellung und Choreographie, obgleich dies alles den Hauptprotagonisten des Stückes alles abverlangt. Die Darstellung seitens Natalie Portman ist oscarreif und verdient gewonnen.

    Von Anfang an sieht man ihr bereits das Leid an, dass man in den nächsten 108 Minuten erlebt und verarbeiten muss. Blass bleibt sie dabei, bis auf die Tatsache, dass sie sich körperlich sehr zurücknehmen musste, niemals. Wie sie sich auf grauenhafte Weise abgemagert hat und diese unheilvolle und schon erschreckende Physis ihrer Figur erschaffen hat, läuft mir eiskalt, wie -40° kaltes Wasser, den Rücken herunter. Wie sie die Ausgestossene ohne überzogen aufgesetzte Mine offenbart und “Die Metamorphose“ des weißen Schwans bis hin zum schwarzen Schwan darstellt ist vollkommen beispiellos. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich viele ihrer Filme kenne. Allerdings keinen mit einer solchen schauspielerischen Intensität, wie sie in Black Swan zum Tragen kommt. Hier kommt Portman zu einer Physis, die man von ihr überhaupt nicht kennt. Entsprechend überzeugend und faszinierend ist es, ihr bei ihrem fesselnden Schauspiel zusehen zu dürfen.

    Ambivalente Charaktere

    Bebilderung, Wahrnehmung, Musik, Darstellung und Psyche sind hierbei so markant und unumgänglich, dass sie alle zusammen den Zuschauer in ihren Bann, ihre eigene Welt zieht, mitnimmt und nachdenklich, sogar angewidert zurück lässt. Der Film ist ebenso ein wichtiges Statement an die menschliche Psyche. Die wird in der Beziehung Nina-Thomas sehr deutlich. Ist man anfangs noch dazu hingezogen Thomas als den schlimmen Peiniger zu sehen, werden ihm zum Ende hin aber einige Sympathien zugesprochen. Es bleibt trotzdem schwer seinen Charakter zu mögen. Diese Ambivalenz seines Charakters bleibt immer unheilvoll und gruselig. Cassell’s Leistung ist ebenfalls grandios. Stehen ihm (gerade bei seinem doch sehr markanten Gesicht) solche Rollen am besten. Er hat das richtige Gesicht für einen kontrollsüchtigen Irren.

    Ob passend oder nicht, sei hier ein kleiner Vergleich zu Whiplash ranzuziehen, da hier der selbe Konflikt zum tragen kommt. Auch hier wusste man am Ende nicht, ob Terence Fletcher nun im eigenen Sinne ein Held ist oder schlicht ein überzeichneter, unberechenbarer und skrupelloser Sadist. Auf diese Frage habe ich bei Thomas keine Antwort parat. Es ist schlicht etwas von beidem. Er ist für die Verwandlung Nina’s (des Schwans) zu jeder Zeit verantwortlich, ebenso wie die Figur der Lilly (Mila Kunis). Ohne die zahlreichen Mittel, denen sich ein Darren Aronofsky annimmt, wäre es dem Film um einiges schwerer gefallen, seine Geschichte, die sich mehr oder weniger in 3 Akte einteilen lässt, nachvollziehbar und authentisch zu vermitteln.

    Der Weg in den Wahn

    Wie bei einem echten und wahrhaftigen Drama eben. 1. Intro und Einleitung 2. Erste Auswirkungen und Wahnvorstellungen bis hin zu 3. Höhepunkt, Wendung und Schluss. Der Film verliert nie seinen Ton und geht keinerlei Kompromisse ein. Schnitt und Kameratechnik sind brilliant. Zu jeder Zeit fiebert man mit Nina mit und kann bei mancher Szene nur schwer auf den Bildschirm gucken. So viel Leid, Verzweiflung und Demütigung.

    Das alles verpackt Portman in einer glaubwürdigen Darstellung aus wahrer Liebe zum Ballett und purem Wahnsinn in der Konsequenz ihrer Aufgabe im Ballett und ihrer Darstellung von innen nach außen. Das ist das Ende, dass an dieser Stelle nicht weiter erwähnt werden möchte, würdigt eine unglaublich stilvoll erzählte Geschichte über Liebe, Sehnsucht, Verzeiflung und Wahnsinn. Einzigartig in Szene gesetzt, unglaublich gespielt und Konsequent eingefangen und beendet. Auch die intimen Szenen in Black Swan, die uns Aronofsky vorsetzt, sind gekonnt eingesetzt und unterstreichen stilvoll die Gestaltung der Sehnsucht.

    Gute Kamerarbeit in Black Swan

    Was die Handlung jederzeit dabei unterstützt sind die Ambivalenzen in den Charakteren. Ihre Mutter, die anfangs einfach nur voller Sorge ist, wird zunehmend auch einnehmend, komisch und gruselig. Ebenso wie Lily. Sie wird einem zwar nie sympathisch, erschien aber auch sie anfangs nicht krank im Sinne des Films, sondern eigentlich nur billig und arrogant, da sie Nina den Erfolg nicht gönnen möchte und der Neid sie übermannt. So erleben alle Figuren, mit zunehmenden Verlauf der Handlung einen Bruch, der sich durch das Verhalten bemerkbar macht und sich auf den Charakter der Nina auswirkt. Schwer zu beschreiben, aber des einen Leid, ist des anderen Wahnsinn und umgekehrt.

    Ein weiteres ist dann noch die Kamera. Was in Aronofskys Filmen immer auffällig ist, ist und bleibt die sagenhaft gute Kamera-Arbeit. Sie hängt sich stets unmittelbar an die Charaktere und “verfolgt sie“. Meist sitzt sie dem Protagnonisten direkt im Nacken und folgt ihr, wie ein Gefährte, der sich ihr nicht entziehen kann, was die ganze Darstellung an sich noch viel imposanter macht. Einnehmend und psycho-somatisch unterstreicht die Kamera die Emotionen in Black Swan. Sie weiß in schnellen Umkreisungen aber genauso hektisch, wie auch sagenhaft verführerisch zu wirken. Ich konnte meinen blick nicht davon abwenden.


    © 20th Century Fox

    Vorheriger BeitragDie Mumie (2017)
    Nächster Beitrag Ex Machina

    Weitere Beiträge

    2.5

    Silent Night, Deadly Night

    von Stefan Brüning
    4.0

    Goodbye June

    von Jan Werner
    2.0

    Hi-Five

    von Louis Kiehl
    4.5

    Sentimental Value

    von Luca Mattys
    2.0

    Stromberg – Wieder alles wie immer

    von Felix Knorr
    4.0

    Im Schatten des Orangenbaums

    von Luca Mattys
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Neue Serien-Staffeln 2026 – Was wird fortgesetzt?

    13. Dezember 2025

    Neue Serien 2026 – Was startet wo?

    13. Dezember 2025

    Silent Night, Deadly Night

    12. Dezember 2025

    The Pitt – Staffel 1

    11. Dezember 2025
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2025 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.