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    Startseite » Brightburn
    Filme

    Brightburn

    Jonas Hellrungvon Jonas Hellrung2. Juni 2021Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Brandon sieht mit rot leuchtenden Augen in die Kamera
    Wenn Brandon sauer wird, haben wir zumindest einige schicke Bilder zu begutachten ©
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    In letzter Zeit sind uns so einige Darstellungen eines bösen Supermans präsentiert worden. Neben Homelander aus der Kult-Serie The Boys wäre unter Anderem auch Omniman aus Invincible als aktuelles Beispiel zu nennen. Was aber, wenn die Geschichte schon in der Kindheit beginnt und wir den Charakterwandel hautnah mitbekommen? Diese Frage stellt sich Brightburn, der genau mit dieser Prämisse aufwartet.

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    Offizielle 4K UHD BluRay zu BrightBurn
    Offizielle 4K UHD BluRay zu BrightBurn © Sony Pictures Home Entertainment

    Worum geht’s in Brightburn?

    Das kinderlose Ehepaar Tori und Kyle Breyer lebt ein beschauliches Leben auf einer kleinen Farm in den USA. Ihr idyllisches Leben wird allerdings jäh unterbrochen: Aus heiterem Himmel stürzt eine kleine Raumkapsel in ihrem Garten ab, in der sich ein Baby befindet. Zunächst geschockt von dieser Entdeckung, ziehen die beiden den Jungen auf und geben ihm den Namen Brandon. Seine Kindheit verläuft weitestgehend unspektakulär, und Brandon wächst in einem gesunden Umfeld auf. Dass seine Eltern ihn allerdings in einer Raumkapsel gefunden haben, verschweigen sie dem Jungen.

    Doch schon bald geschehen merkwürdige Dinge mit Brandon. Der Junge verfügt urplötzlich über unfassbare physische Kraft, die er seinen Eltern zunächst verschweigt und mit der er sogar ungewollt Menschen in seinem Umfeld verletzt. Auch der Gemütszustand des sonst so höflichen und zurückhaltenden Kindes wandelt sich zu einer deutlich dunkleren Persönlichkeit. Und dann ist da noch das mysteriöse rote Licht in der Scheune seiner Eltern, zu welchem er sich hin und wieder auf mysteriöse Weise angezogen fühlt. Wie lange wird es dauern, bis der Junge mit den Superkräften durchdreht?

    Brandon steht in seinem Kostüm vor einer Wand mit Bildern und sieht Richtung Kamera

    Evil Superman

    Die Inhaltsangabe wird vermutlich bei den Meisten bereits gewisse Konnotationen geweckt haben. Und ja, Brightburn schaut sich tatsächlich wie eine Alternativversion der allseits bekannten Origin-Story von Superman. Die Parallelen sind wirklich offensichtlich, und auch wenn der Film keinerlei Querverweise oder Anspielungen vorweist, ist das Grundkonzept genau diese Idee gewesen. Was auf dem Papier nach einem höchst interessanten Gedankenexperiment klingt, entpuppt sich allerdings als eher unterdurchschnittliche Schurken-Story. So lässt der Film etwa vollständig offen, was genau mit Brendan überhaupt passiert ist. Da wir schon seit Jahren eine gewisse Übersättigung von Superhelden in der Popkultur beobachten können, werden bestimmte Charakterentwicklungen und Handlungselemente einfach so hingenommen.

    Gerade wegen der Parallelen zu Superman stellt man sich aber schon einige Fragen: Warum spielt sich Brendans Charakterwandel überhaupt ab? Bis zu einem aus dem Nichts kommenden Punkt X ist seine Geschichte nahezu exakt dieselbe wie die von Clark Kent. Und was sind überhaupt seine Kräfte? Diese scheinen sich zwar an Superman zu orientieren, sind aber noch unklarer abgesteckt als jene des DC-Urgesteins. Solche unangenehm offenen Fragen ziehen sich durch den gesamten Film hindurch. Viele Figuren handeln extrem merkwürdig oder ihre Motivationen werden im Dunkeln gelassen. So wird etwa überhaupt nicht darauf eingegangen, dass mitten in einer amerikanischen Kleinstadt eine Raumkapsel abgestürzt ist und sich scheinbar niemand außer dem Breyer-Ehepaar darum kümmert. Ähnlich verhält es sich mit Brendans Kräften. Ist er ein Alien? Ein Experiment der Regierung? Oder der Teufel persönlich? Wer Antworten auf solche Fragen (zu Recht) von einer Origin-Story erwartet, dürfte von Brightburn mehr als enttäuscht werden.

    Brandon und sein Vater sitzen im Auto, er sieht abgelenkt aus dem Fenster
    Allzu viel Sinn geben die Handlungen der Figuren leider nicht immer © Sony Pictures Home Entertainment

    Comic-Feeling ohne Vorlage

    Auch wenn viele Fragen ungeklärt bleiben, hat Brightburn durchaus einige gute Seiten. So kann sich beispielsweise das Design des selbst ernannten Superschurken durchaus sehen lassen, auch wenn das Kostüm im Kontext des Films relativ wenig Sinn ergibt. Und auch der generelle Ton des Films schreit geradezu konstant „Comic-Verfilmung“. Interessant ist allerdings, dass es zu Brightburn gar keine Vorlage gibt. Die Idee entspringt stattdessen den Köpfen von Brian und Mark Gunn, Cousins des Guardians of the Galaxy – Regisseurs James Gunn. Dieser hat ja mit Comic-Umsetzungen schon einige Erfahrungen gemacht und sollte ursprünglich auch Regie beim bösen Superman führen. Stattdessen übernahm er im Endeffekt lediglich die Produktion.

    Zwar merkt man dem Film zu jeder Sekunde sein deutlich geringeres Budget im Vergleich zu seinen filmischen Superhelden-Kollegen an, das macht aber irgendwo auch den Charme an Brightburn aus. So verzichtet er größtenteils auf CGI und lebt er von seinen Charakterinteraktionen. Falls dann doch mal zu den Computereffekten gegriffen wird, werden diese relativ spärlich eingesetzt und sehen auch durchaus solide aus. In Sachen Gewalt hält man sich allerdings weniger zurück. Zwar merkt man dem Film auch hier das spärliche Budget an, blutig wird es allerdings durchaus oft. In der zweiten Hälfte kann man dem Film sogar gewisse Parallelen zum Slasher-Genre zusprechen. Man kann sich die Art der Gewalt also ganz gut vorstellen. Doch gerade dieser Genre-Mix wird Brightburn auch gerne mal zum Verhängnis.

    Brandon sieht sich seine blutbefleckten Finger an
    In Brightburn geht es gerne mal etwas ruppiger zu © Sony Pictures Home Entertainment

    Superhelden-Massaker ohne Struktur

    Neben den bereits angesprochenen Slasher-Passagen will Brightburn nämlich schlicht und ergreifend viel zu viel auf einmal sein. Mal sehen wir ein Familiendrama, in dem ein Elternpaar nicht mit ihrem Kind umzugehen weiß. Plötzlich wird das aber zum Horrorfilm und dann wieder zu einer Coming-Of-Age-Geschichte. Während solche Vermischungen des Tons besonders dem koreanischen Kino zum Ruhm verholfen haben, scheinen amerikanische Regisseure noch nicht so wirklich damit umzugehen zu wissen. Denn statt einen kurzweiligen und vielfältigen Film zu erzeugen, ziehen sich die nur 90 Minuten von Brightburn viel zu oft wie Kaugummi. Es werden trotz grundsätzlicher Abwechslung immer wieder auf dieselben Stereotypen zurückgegriffen, sodass man in den meisten Fällen ohnehin schon weiß, in welche Richtung sich der Film entwickeln wird.

    Das maximal solide Schauspiel reißt es für den Film dann auch nicht mehr raus. Besonders Brandon selbst wirkt absolut blass und interessant, was schade ist, auch wenn Schauspieler Jackson A. Dunn seine Karriere natürlich noch vor sich hat. Der Rest des Casts spielt durch die Bank in Ordnung und hinterlässt keinen wirklich bleibenden Eindruck. Wenigstens kann Brightburn mit einigen schicken Bildern aufwarten. Speziell in den Szenen, in denen Brandon seine Kräfte benutzt oder von der Kraft in seinem Inneren überwältigt wird, fängt die Kamera einige tolle Shots ein.

    Brandon sieht mit rot leuchtenden Augen in die Kamera
    Wenn Brandon sauer wird, haben wir zumindest einige schicke Bilder zu begutachten © Sony Pictures Home Entertainment

    Unser Fazit zu Brightburn

    Was ein interessantes Gedankenexperiment hätte werden können, verkommt im Endeffekt leider zu einem durschnittlichen Einheitsbrei. Zwar ist die Idee, die verschiedenen Konsequenzen der Geschichte durch verschiedene Genres lösen zu wollen, prinzipiell löblich. Allerdings fühlt sich dieses Durcheinander keinesfalls organisch an und langweilt aufgrund seiner klischeehaften Story und Figuren trotz der ziemlich kurzen Laufzeit stark. Immerhin ist der Film trotz des geringen Budgets hübsch anzusehen und wird auch einige Male ziemlich blutig. Wer unkonventionelles Super“helden“-Kino mag und das Geschehen nicht allzu sehr überdenken will, könnte mit Brightburn seinen Spaß haben. Allen anderen ist aber eher davon abzuraten.


    © Sony Pictures Home Entertainment

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