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    Startseite » City of God
    Filme

    City of God

    Rocket Manvon Rocket Man15. November 2017Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Geschichten, die Geschichten schreiben und Geschichten nach sich ziehen in City of God.

    Titel City of God
    Jahr 2002
    Produktionsland Brasilien, Frankreich, USA
    Regie Fernando Meirelles
    Drehbuch Paulo Lins, Bráulio Mantovani
    Genre Drama
    Darsteller Matheus Nachtergaele, Leandro Firmino da Hora, Alice Braga
    Länge 130 Minuten
    FSK Ab 16 Jahren freigegeben
    Verleih Constantin Film

    Handlung

    In City of God tauchen wir tief in die Fasern von Blut, Dreck, Ungerechtigkeit und dem Zerfall von jeglicher Moral, Ethik und Verstand ein. Fernando Meirelles schmeißt uns in die Geschichte eines Jungen mit dem Namen Buscape, der von klein auf bei der wohl grausamsten und traurigsten Geschichten aller Zeiten, ganz vorn dabei ist. In den Favelas von Rio de Janeiro trägt sich Unfassbares zu. Kleiner Kinder, die Menschen töten, Jugendliche, die Menschen töten und Erwachsene, die Menschen töten. Bandenkriege, Survival of the fittest, Geld, Drogen und Macht. Welche Rolle wird Buscape bei alle dem einnehmen und ist es möglich in solch einer Welt anständig Fuß zu fassen? Aus dem Teufelskreis auszubrechen und ein Mensch Gottes Abbild zu werden??

    Analyse

    Was uns Fernando Meirelles vorsetzt, ist abscheulich, makaber und genauso zynisch und brutal verharmlost, wie die einfache Tatsache, dass es in manchen Ländern dieser Welt eben ganz normal war und ist, dass Kinder mit Waffen, Gangs mit Waffen, alle mit Waffen um sich schießen und beinahe jeder zum großen Locke alias „Der Boss“ werden kann, wenn ihm die Mordlust nur groß genug überkommt. Daher spielt die Handlung und ihre Brutalität auch eine große Rolle in dieser Kritik.

    Aber er setzt uns auch die Konsequenzen vor, die entstehen, wenn auf Taten Taten folgen, auf Geschichten wieder Geschichten folgen, aus Dingen und Handlungen Gedanken werden, aus diesen Gedanken dann wieder Taten folgen und das unaufhörlich, pausenlos. Rache, Moral, Ethik, Menschlichkeit und ein Kampf ums Überleben in City of God.

    Und Fernando Meirelles hält voll drauf. Jeder Schuss, jeder Tote, die ganze Wahrheit. City of God ist erbarmungslos, schockierend und hinterlässt einen rostigen Geschmack im Mund, wenn man bis zum Ende gucken konnte. Besonders gut gelingt es Meirelles aber Geschichten zu erzählen, während er sich gerade in einer Geschichte befindet, die sogar noch einer ausschlaggebenden Geschichte unterliegt. Ich empfand es ganz klar als Inception der Geschichten. Mehrere Ebenen, aber parallel und stringent, glasklar erzählt. Erzählt er uns gerade noch über einen anbahnenden Bandenkrieg, ist dann plötzlich mittendrin, erzählt aber kurz und knapp in derselben Zeit auch noch etwas über die Intention, die Gefühle der Menschen und warum sie tun, was sie tun. Er erzählt in vielen Szenen mehrere Geschichten, ganz ohne, dass es dem Zuschauer unmöglich wird, diese zu verfolgen. Nein, man versteht alles und das, obwohl es eigentlich sehr anstrengend werden müsste. Kunst.

    Meisterhaft erzählt

    Die Kamera ist immer mitten im Geschehen, wackelt, bewegt sich manchmal so schnell, wie ein Projektil eines Revolvers und wird in den richtigen Momenten wieder ruhig und fängt sowohl alles Rasante, wie auch Tragische famos ein. Kamera- und Schnitttechnisch auf allerhöchstem Niveau und auf einer Ebene mit einem Meisterwerk. Nach hunderten von Filmen saß ich da und musste mich fragen, ob ich so etwas schon einmal gesehen hatte. Klares Nein! Ein Meisterstück in der Erzählweise, den Farben, den herausragenden Schauspielern und des passenden Scores.

    Die Musik erfüllt indes einen gehobenen Zweck und ist sauber durchdacht. Man betrachte die Kinder in City of God, und nicht nur die Kinder, sondern alle Einwohner, die an Leichen vorbei gehen, Witze reißen und über den Tod, Richtig und Falsch, nicht mehr nachdenken. Er ist so wahr, real und nah in ihrem Umfeld, dass es für sie zum Leben dazugehört, dass täglich Menschen sterben. Wenn die Musik dann bei einer Schießerei, dem Durchlöchern von Körpern, dem fließen des Blutes, mit frecher und schamloser Musik um sich wirft, dann ist das ein Weg zu klarer Authentizität. Und Meirelles fängt sie ein, bannt die Menschlichkeit hinter Gittern und lässt ihr keinen Platz.

    Buscape ist der Einzige, der den Namen der City of God noch Ausdruck verleihen könnte. Auch er ist nicht fehlerfrei, ganz und gar nicht, aber der Einzige, der von einem normalen Leben träumt.

    Der Titel City of God ist Programm

    City of God enthält eine große Note Scarface und perfektioniert sie. Der große Boss, im Film Locke genannt, ist skrupellos und steht im genauen Gegensatz zum Filmtitel. „City of Blood“ ist die Stadt, die er sich aufbaut. Auch der Titel ist Programm. Man könnte es klar als Paradoxon zur Handlung auffassen und auch das ist ganz groß und erzielt eine große Wirkung.

    Die Schauspieler, alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen spielen hier ganz groß auf und verleihen dem Ganzen grausame Authentizität, die mich mit offenem Mund hat dasitzen lassen.

    Fazit

    City of God ist eindringlich, schonungslos, zynisch, teilweise klar verspielt und weiß es mehrere Geschichten gleichzeitig zu erzählen, ohne dabei ins Stocken zu geraten.


    © Constantin Film

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