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    Startseite » Das Wunder
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    Das Wunder

    Jan Wernervon Jan Werner17. November 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    The Wonder. (L to R) K’la Lord Cassidy as Anna OÕDonnell, Tom Burke as Will Byrne, Florence Pugh as Lib Wright in The Wonder. Cr. Aidan Monaghan/Netflix © 2022
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    Die viel gefragte Schauspielerin Florence Pugh hat zwischen Marvel-Projekten und Dune 2 noch genug Zeit für einen kleinen Historienfilm bei Netflix? Dann muss Das Wunder aber auch was können. Oder?

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    Das englischsprachige Poster zu Das Wunder zeigt unten Florence Pugh, mittig den Titel und oben Kila Lord Cassidy
    Das englische Poster zum Netlfix-Drama © Netflix

    Das Wunder – Die Handlungsangabe

    Die englische Nightingale-Krankenschwester Lib Wright (Florence Pugh) wird 1862, 13 Jahre nach der großen Hungersnot, von einer gläubigen Gemeinde in die irischen Midlands gerufen, um eine 15-tägige Untersuchung einer der ihren durchzuführen. Die elfjährige Anna O’Donnell (Kíla Lord Cassidy) behauptet, seit vier Monaten nichts gegessen und sich nur von „himmlischem Manna“ ernährt zu haben. Als sich Annas Gesundheit rapide verschlechtert, ist Lib entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, und hinterfragt damit die Frömmigkeit der Gemeinde, die lieber an ihrem Glauben festhalten möchte.

    Pugh in der Glaubenskrise

    Nachdem Das Wunder mit einer Einführung, die in bester Brecht-Manier in den Räumen eines Filmstudios stattfindet, gleich zu Beginn verdeutlicht wird, dass diese Erzählung von Überirdischem Produkt der Unterhaltungsindustrie ist, geht es begleitet von sphärischen Klängen zurück ins Irland des 19. Jahrhunderts. Florence Pugh ist dabei so etwas wie die Stellvertreterin für den Zuschauer, denn gemeinsam mit ihr wird man in das Dorf gebracht, wo sich das titelgebende Wunder abspielen soll. Sie trifft in der entlegenen Gegend auf eine eingeschworene und von religiösen Werten zutiefst geprägten Gemeinschaft. Das erinnert sehr an die Apple-TV-Serie Die Schlange von Essex. Nicht nur zeithistorisch und logistisch, sondern vor allem auch tonal und inhaltlich. Eine weitere Geschichte vom Konflikt „Glauben versus Wissenschaft“.

    Trotz der Tatsache, dass man Pugh inzwischen sehr mit großen Hollywood-Projekten in Verbindung bringt, überstrahlt sie mit ihrer Präsenz hier nicht den Rest der Produktion. Sie ordnet sich dem kleinen, aber für die Menschen damals doch essentiellen Konflikt unter, spielt erneut stark und überzeugend in den ruhigen Momenten. Zweifelsohne ist sie aber hier nicht nur die Protagonistin, sondern auch der Name im Cast, der die Abonnenten zum Zuschauen bewegen soll, die aufgrund des Settings und des religiösen Themenkomplexes sich sonst so einem Werk verschließen würden. Nichtsdestotrotz dürfen die Mitspielenden nicht unter den Teppich gekehrt werden. Insbesondere die junge Kíla Lord Cassidy, die hier personifiziert den fanatischen Teil des Glaubens abbildet, wird zu einem würdigen Konterpart Pughs.

    Kostümdrama in beschaulichem Idyll

    Das Wunder ist ein kleiner Film, der bei Netflix im Gros der primär der Unterhaltung dienenden Produktionen womöglich unterzugehen droht. Vermutlich wäre dieses Werk bei der Konkurrenz von Apple besser aufgehoben. Daher muss man aber den Streamingdienst für den Mut immer mal wieder solchen vermeintlich sperrigen und nischigen Geschichten eine ungleich größere Plattform zu bieten. Auf inszenatorischer wie technischer Ebene ist das Werk des Oscarpreisträgers Lelio über jeden Zweifel erhaben. Die Dialoge sind exzellent geschrieben, doch der Regisseur weiß insbesondere, wie viel Kraft bei solchen Filmen in der Ruhe liegt. Dadurch manifestiert sich doch ein hoher Grad an Spannung, worin dieses Historiendrama dem angesprochenen Apple-Pendant schon einmal einen Schritt voraus ist.

    Die Geschichte handelt auch von einem Mysterium. Es gibt dementsprechend Mystery-, ja sogar Thriller-Elemente, die weder deplatziert noch überraschend kommen. Alles ist perfekt orchestriert. Es wirkt fast wie eine bloße Fingerübung Lelios, aber aus dieser Geschichte soviel an Wucht und unterschwelliger Atmosphäre herauszuholen ist genau die Stärke des Filmemachers. Der Film erreicht nicht ganz die Mehrdimensionalität eines Porträt einer jungen Frau in Flammen. Doch Fans dieses modernen Meisterstücks werden sich in der Idylle Irlands ebenso verlieren und die authentischen Gewänder und die Ausstattung zu schätzen wissen.

    Florence Pugh in einem blauweißen Kleid neben einer Nonne in Schwarz in einer dunklen Kammer. Das Wunder
    Florence Pugh als Lib Wright, Josie Walker als Sister Michael in Das Wunder © Netflix

    Unser Fazit zu Das Wunder

    Das Wunder stellt große Fragen des Glaubens im kleinen Rahmen. Die Spannung kommt nicht zu kurz und Florence Pugh führt die Riege namhafter Darsteller mit Bravour an. Mit Sicherheit wird nur ein Bruchteil der Netflix-Kunden überhaupt von dieser Produktion Kenntnis nehmen. Die, die jedoch dem neuen Film von Sebastián Lelio ihre Aufmerksamkeit für zwei Stunden schenken, werden es nicht bereuen. Das historische Drama regt zudem auch zum Nachdenken an und hat dadurch – trotz der zeitlichen und räumlichen Platzierung – einige Aussagen, die man auch im Hier und Heute in Debatten regelmäßig antrifft. Kein Film für Zwischendurch und den leichten Filmabend mit Freunden, aber genau der richtige, wenn man nun in der kalten Jahreszeit sich mal etwas tiefer mit einem Streamingtitel auseinander setzen will.

    Das Wunder ist seit dem 16. November bei Netflix abrufbar!

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    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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