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    Freakscene – The Story Of Dinosaur Jr.

    Ronja Rabevon Ronja Rabe30. März 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    J Mascis an der Gitarre
    Dinosaur Junior live J Mascis im Interview © Rapid Eye Movies
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    In einer Band spielen bringt Spaß? Nicht bei Dinosaur Jr. Trotzdem inspirierte die einflussreiche Band der amerikanischen Ostküste, die Rockszene in den 90er Jahren, darunter Nirvana oder Sonic Youth, enorm. Mit Freakscene – The Story of Dinosaur Jr. kommt nun eine großartige Hommage an die Band in einer limitierten Edition auf BluRay. Wir haben für euch reingeguckt!

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    Die drei Dinosaur Jr. mitglieder in einem Strich auf weiß gezeichnet plus Titel Freakscene – The Story Of Dinosaur Jr.
    Das Cover zu Freakscene – The Story Of Dinosaur Jr. © Rapid Eye Movies

    Die Handlung von Freakscene – The Story Of Dinosaur Jr.

    Dinosaur Jr. bringen schon zu High-School-Zeiten ihre erste EP heraus. Für eine Schülerband erstaunlich präzise, erobern sie Schritt für Schritt die Bühnen. Wer nun allerdings mutmaßt, dass die Formation in klassischer Rockbesetzung Bass, Gitarre, Schlagzeug aus guten Freunden besteht, die mit Spaß und Freude ihrem Hobby frönen, irrt. Der wortkarge und exzentrische Bandleader J Mascis (Gitarre, Gesang), Bassist Lou Barlow und der empathische Drummer Murph sind keine Freunde, sondern befinden sich in einer Art irrwitziger Zwangsgemeinschaft. Kommuniziert wird am ehesten über die Musik und persönliche Differenzen sind vorprogrammiert.

    Der Film gewährt über mehrere Dekaden seltene Einblicke in den erstaunlich unglamourösen und aufreibenden Bandalltag und liefert das Porträt einer Kultband von ihren Anfängen in den 1980er- und 90er-Jahren bis heute. Freakscene – The Story Of Dinosaur Jr. zeigt eindrucksvoll, dass Musikalität und Kreativität Geschenke sind, mit denen man sich manchmal durchbeißen muss — besonders, wenn drei hochbegabte Persönlichkeiten aufeinandertreffen.

    J Mascis, lange weiße Haare, Brille, Kappi, im O-Ton
    J Mascis im Interview © Rapid Eye Movies

    Schuften für die Musik

    Der Film gibt das Feeling der damaligen Zeit perfekt wieder. Konzertausschnitte und Songs der Band sowie alte Schriften versetzen sofort zurück in die Achtziger. Neben spannendem Archivmaterial reflektieren die Bandmitglieder und Weggefährten die damaligen Ereignisse auch aus heutiger Sicht. Mit dabei unter anderem Sonic-Youth-Mitglied Kim Gordon, die die mangelnde Kommunikation in der Band auf den Punkt beschreibt.

    Die rockige Dokumentation ist überwiegend sehr dynamisch gehalten, VHS-Mitschnitte alter Auftritte bis hin zum großen Reunion-Konzert sind eine spannende Zeitreise durch die Musik. Dabei konzentriert sich der Film inhaltlich vor allem auf die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Band. Als eher schüchterne Typen haben die Musiker mit den sozialen Aspekten des Musikbusiness wenig am Hut und jeder der sich schon einmal von einer Band oder einem Freundeskreis getrennt hat, kann die Gefühle der Mitglieder nachvollziehen. Umso spannender ist es, wie sie nach Jahren ihre Differenzen überwinden und trotz allem auch so offen in der Doku darüber sprechen. Damit ist der Film nicht nur ein Musikfilm und ein bisschen Zeitgeschichte, sondern vor allem ein Film über Freundschaft, persönliches Wachstum und die Dynamik innerhalb der Band.

    Kim Gordon spricht über Dinosaur Jr. Freakscene – The Story Of Dinosaur Jr.
    Kim Gordon (Sonic Youth) im Interview über Sonic Youth © Rapid Eye Movies

    Authentisch und nahbar

    Der Zugang zu seinen Protagonisten und zum Thema kommt bei Regisseur Philipp Reichenheim nicht von ungefähr. Er kennt die Band schon ewig und seit fast 20 Jahren ist J Mascis nun mit Reichenheims Schwester verheiratet. Wohl vor allem aufgrund ihres gegenseitigen Vertrauens gelingt es ihm, die verschlossenen Ikonen zum Sprechen zu bringen und auch visuell jederzeit am jeweiligen Zeitgeist und der Band-Ästhetik zu bleiben. So produzierte und führte er Regie bei zahlreichen Musikvideos und Konzertmitschnitten. Neben Kultvideos für Dinosaur Jr. auch für Bands wie Atari Teenage Riot oder Iggy & the Stooges. Das Museum of Modern Arts (MOMA) in New York archivierte 2000 sein Video „You ain‘t nothing“ (Alec Empire vs. Elvis Presley) in einer „Shortlist“ für die nächsten hundert Jahre. Inhaltlich, visuell und auch vom persönlichen Zugang her also der perfekte Mann um Freakscene – The Story Of Dinosaur Jr. zu realisieren.

    Regal mit Kinderfoto und dem namensgebenden Dinosaurier
    Der Namensgeber der Band, das Junior kam später hinzu, weil es Dinosaur schon gab J Mascis im Interview © Rapid Eye Movies

    Unser Fazit zu Freakscene – The Story Of Dinosaur Jr.

    Freakscene ist eine emotionale Doku mit viel Musik über die Persönlichkeiten, Dynamiken und Entwicklungen der Dinosaur Jr. Mitglieder. Die limited Edition der BluRay bietet außerdem jede Menge Bonusmaterial in Form von Interviews und Konzerten sowie fünf limitierte Postkarten. Für Dinosaur-Fans bzw. solche der Rockmusik der frühen neunziger Jahre ein klares Must-See!

    Freakscene – The Story Of Dinosaur Jr. ist seit dem 25. März 2022 auf VOD und als limitierte Blu-ray Edition erhältlich.


    © Rapid Eye Movies

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