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    Startseite » Geliebte Köchin
    Drama Filme Liebesfilm

    Geliebte Köchin

    Jan Wernervon Jan Werner10. Januar 2024Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Liebe geht durch den Magen. Das wissen insbesondere seit jeher die Franzosen auch in Filmform zu vermitteln. Trifft auch Geliebte Köchin den Geschmack der Film-Gourmets?

    Poster zu Geliebte Köchin
    Poster zu Geliebte Köchin © Weltkino Filmverleih

    Die offiziell Inhaltsangabe von Geliebte Köchin

    1885. Seit 20 Jahren steht die begnadete Köchin Eugénie im Dienst des legendären Gourmets Dodin Bouffant und kreiert mit ihm köstliche Gerichte. Aus der gemeinsamen Zeit in der Küche und der Leidenschaft für das Kochen ist über die Jahre weit mehr als nur eine Liebe fürs Essen erwachsen. Doch Eugénie will ihre Freiheit nicht aufgeben und hegt keinerlei Absichten, Dodin zu heiraten. Also beschließt dieser, etwas zu tun, das er noch nie zuvor getan hat: für sie zu kochen.

    Ich möchte den rhythmischen Kontrast zwischen einer feinsinnigen Beschreibung der Liebesbeziehung von Eugénie und Dodin und der Lebendigkeit beim Kochen in der Küche erschaffen. Es ist wichtig, die Gastronomie als eine Disziplin darzustellen, bei der es sowohl um anspruchsvolle Ideen als auch um die virtuose Ausführung geht. Die Sinnlichkeit, die ich mit diesem Film anstrebe, entspringt dem Wunsch, das Wesen der französischen Gourmetküche wieder mit den Tönen der impressionistischen Maler zu vereinen. Vor allem möchte ich in diesem Film eine Regel ehren und anwenden, die mir schon immer wichtig war: Der Klang ist die Würze des Bildes, denn jedes Bild braucht einen präzisen und ausdrucksstarken Klang, um sich voll zu entfalten. Trần Anh Hùng

    Kulinarische Finessen mit Tiefgang in Dialogen und Gesellschaftsbeobachtung

    Geliebte Köchin verbindet verschiedene Komponenten, die jeweils für sich schon ein exquisites Gericht sind, und macht daraus eine Menüfolge, bei dem die einzelnen Gänge im Gesamtkonzept nochmals eine Aufwertung erfahren. Feingefühl hat dabei aber nicht nur die Bebilderung der Speisen und deren Zubereitung, bei der jedem Zuschauer das Wasser im Mund zusammenlaufen wird. Auch die Gespräche sind vor dem Hintergrund der damaligen Epoche etwas für cineastische Connaisseure. Bereits in Cannes vergangenen Mai hat Regisseur Trần Anh Hùng dafür den Regiepreis einheimsen können und sich in einer starken Konkurrenz behauptet. Das ist insofern auch beachtlich, da rein oberflächlich in diesem Film erstmal wenig Weltbewegendes gezeigt wird.

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    Einmal mehr aber ist es die Art und Weise, wie etwas, erzählt und bebildert wird, die aus dem Skript einen Hochgenuss kredenzt. Den sensiblen Umgang mit den Zutaten bringen die Darsteller wahnsinnig authentisch rüber, die Wertschätzung und Leidenschaft für das Kochen nimmt man ihnen voll ab. Das weckt in der Rohheit und dem Zelebrieren von vermeintlichen Basics Erinnerungen an Pig mit Nicholas Cage und ist damit ein willkommenes Kontrastprogramm zur modernen Haute Cousine, wie sie in The Menu satirisch, ja fast schon aufs Korn genommen wird.

    Geliebte Köchin © Weltkino Filmverleih

    Lecker anzusehen und brillant gespielt

    Wie bei Pixars Ratatouille werden die gefüllten Teller wie Stilleben ins optimale Licht gesetzt, um die Wertigkeit für den Zuschauenden nochmals zu unterstreichen. Doch es ist eben nicht nur eine Ehrerweisung der Küche, die Geliebte Köchin erzählt, es geht auch um ein besonderes Verhältnis zwischen zwei extrem einnehmlich verkörperten Hauptfiguren, die auch eine natürliche Chemie zusammen verkörpern, die man nie erzwingen könnte. Binoche unterstreicht mit ihrer Darstellung, weshalb sie eine der größten ihres Fachs ist, aber dem steht Benoît Magimel in kaum etwas nach. Beiden nimmt man die Passion für die Kulinarik zu einhundert Prozent ab. Die Dialoge drehen sich mal wirklich ums Essen und Trinken, mal stehen die Worte für Symbole ein, die Übergänge zwischen beiden Aspekten ist fließend und lädt zum Dechiffrieren ein.

    Es ist erstaunlich, wie im Flug die über zwei Stunden hier vergehen, obwohl sich teils kammerspielartige Szenen mit sehr langsam ausgespielten Dialogkapiteln aneinanderreihen. Das Zelebrieren von Essen und Trinken kann etwas magisches haben, das konnten schon einige Filme unter Beweis stellen. Mit Geliebte Köchin erhält das Subgenre einen weiteren Beitrag, der mitunter in wenigen Jahren zu den Klassikern zählen kann.

    © Weltkino Filmverleih

    Unser Fazit zu Geliebte Köchin

    4.0 Stark

    Zurecht hat dieses Kleinod in Cannes schon Aufsehen erregt. Geliebte Köchin ist ein feinfühliges, französisches Historiendrama mit fantastischen Darstellern, Dialogen und delikaten Bildern, das jedoch zu keinem Moment ins Schnulzige abdriftet und dadurch auch über mehr als zwei Stunden die Aufmerksamkeit aller Sinne des Zuschauers fordert und umschmeichelt. Für Fans derartiger Filme ein Must-See. Aber Vorsicht! Appetit im Nachgang ist garantiert.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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