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    Echo

    Jan Wernervon Jan Werner10. Januar 2024Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Vincent D’Onofrio as Wilson Fisk/Kingpin in Marvel Studios' ECHO, releasing on Hulu and Disney+. Photo courtesy of Marvel Studios. © 2023 MARVEL.
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    Die Miniserie Echo ist als erster MCU-Beitrag 2024 nun auf einen Schlag veröffentlicht worden. Welchen Eindruck hinterlässt das Spin-Off zu Hawkeye mit dem Comeback des ikonischen Kingpin?

    Poster zu Echo
    Poster zu Echo © 2023 Marvel

    Die Handlung von Echo

    In der Geschichte um die Herkunft von Echo wird Maya Lopez in ihrer Heimatstadt von ihrem rücksichtslosen Verhalten in New York City eingeholt. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen, sich wieder mit ihren familiären Wurzeln der Ureinwohner Amerikas verbinden und die Bedeutung von Familie und Gemeinschaft erkennen, wenn sie jemals vorankommen will.

    Spoilerfreie Kritik zu Echo

    Es ist Sand im Getriebe. Darüber sind sich fast alle einig, wenn sie sich die Serienpolitik des MCU in den Jahren 2022 und 2023 vor Augen führen. Die kleinen Geschichten dürfen zu selten für sich stehen, während gleichzeitig die angedeuteten Verbindungen und Cliffhanger im großen Ganzen der Filmwelt mehrfach schon versiegten. Ob ein Moon Knight jemals nochmal auftauchen darf steht am ägyptischen Sternenhimmel, ob She-Hulk vielleicht ein One-Gag-Wonder bleibt – wer weiß? – und ob angekündigte Projekte, wie die Daredevil Reborn Serie weiterhin Teil der Planung sind, ist auch alles andere als in Stein gemeißelt.

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    Fest steht hingegen, dass Echo nun die Wende zum Besseren bringen soll, ist die Kurzgeschichte doch in mehrfacher Hinsicht ein Novum im MCU. Einerseits werden hier erstmalig alle Folgen en bloc veröffentlicht und andererseits ist das Format explizit mit dem neuen Spotlight-Label versehen, das den Status als abgeschlossene und eher am Rande des großen Universums angesiedelte Story markiert.

    Auf der anderen Seite ist diese Serie aber auch im Grunde genommen eine Fortsetzung mehrerer alter Geschichten. Denn nicht nur setzt man dort an, wo Ende 2022 Hawkeye sein Publikum zurückgelassen hat. Man schlägt auch ein weiteres Mal den Bogen zurück zur Netflix-Marvel-Ära, indem hier nun der aus Daredevil bekannte Kingpin eine noch prominentere Rolle einnimmt als bei seinem Comeback in Hawkeye. Wie funktioniert also die Actionserie, die zwischen mehr als nur zwei Stühlen sitzt? Ach ja: ein drittes Novum gibt es auch noch, denn Echo ist tatsächlich innerhalb der Marvelserienwelt von Disney+ das bislang erste Projekt, dass dezidiert für das erwachsene Publikum gemacht wurde. Kommt die Härte nun endlich im MCU an, die seit den Netflix-Zeiten vermisst wurde?

    Origin-Story mit interessanter, ambivalenter Protagonistin

    Sogar wer Hawkeye nicht gesehen hat, wird in Echo gut hineinfinden, denn die erste Folge integriert nicht nur einen Rückblick in die Kindheit der Titelfigur, sondern spannt auch den Bogen zurück zu ihrer Einführung als Antagonistin von Ronin a.k.a. Hawkeye in dessen Solo-Serie. So erfahren Zuschauer:innen in einigen montageartigen Szenen zu Beginn, wie Maya nach New York unter die Fittiche des Kingpin kam, von diesem dann manipuliert und ausgebildet wurde und schließlich die Wahrheit über dessen Zutun zum Tod ihres Vater herausfand. Die Art der Darbietung ist in der Länge gut gewählt und sorgt letztlich dafür, dass nach dieser Origin-Story Kenner und Neueinsteiger auf dem selben Wissensstand sind.

    Was spätestens dann allen bewusst sein wird, ist, dass Maya Lopez gleich in mehrfacher Hinsicht eine besondere Stellvertreterfigur innerhalb der Marvel-Welt inne hat. Denn einerseits ist sie Teil des Choktaw-Stamms, wodurch sie ethnologische Wurzeln hat, die eine spezielle mystische Komponente mit einbringt. Andererseits ist sie seit Geburt taubstumm und demnach auch Repräsentantin dieser Minderheit. Dass sie zusätzlich noch bei einem Unfall in der Kindheit ein Bein verloren hat und dementsprechend ihre Kampffähigkeiten noch mehr zu würdigen sind, ist dann fast schon eine Randnotiz. Dass in einer Person soviel zusammenkommt, könnte man Disney/Marvel schnell als Brecheisen-Methode auslegen, wüsste man nicht, dass die Darstellerin tatsächlich auch diese Facetten mitbringt. Eine mehr als spannende Handlungsträgerin, die allein deswegen schon diese Miniserie verdient hat.

    Besonderer Racheengel

    Alaqua Cox spielt alle diese Besonderheiten exzellent aus, ist im Spannungsfeld zwischen Heldin und Antiheldin zu verorten. Die Außergewöhnlichkeit der Titelfigur kaschiert dann auch die größtenteils konventionelle Story einer jungen Frau auf der Suche nach Identität in Verbindung mit einem Racheplot. Die Einschübe mit den Flashbacks in die indigene Vergangenheit lockern das ganze etwas auf und bringen Farbe in die doch ansonsten düstere Geschichte. Das Wiederum wird dann Erinnerungen an die Art und Weise, wie Marvel den Afrofuturismus in Black Panther oder DC die Wurzeln von Blue Beetle als Vehikel in Richtung einer neuen Zuschauerschaft verwendet haben, wecken. Ob man dies nun als Anbiederung, berechnend, Ehrerweisung oder Plattform für eine Randgruppe wertet, muss jeder für sich beantworten. In der Darstellungsform kann man hier den keine groben Schnitzer ausmachen, der Rezensent würde sogar sagen, dass Echo nahezu mit dem selben Fingerspitzengefühl vorgeht wie die unisono dafür gelobte Serie Reservation Dogs.

    Die Darsteller:innen der indigenen Rollen sind allesamt selbst diesen Ursprungs und bereichern die Marvel-Welt ohne Zweifel mit ihrer sympathischen Ausstrahlung. Der subkulturelle Zusammenhalt wirkt authentisch und bettet die doch immer wieder exzessiv brutale Marvel-Serie in ein Wohlfühl-Setting. Die meiste Aufmerksamkeit aber gebührt eindeutig Maya, der zur Assassinin ausgebildeten Choktaw-Frau. Alaqua Cox überzeugt durch ihre bedachte, nur selten impulsive, Art und darf vor allem in den vielen harten Action-Szenen auch ihre akrobatischen Talente unter Beweis stellen. Ach ja, vermeintlich charmante Sidekicks dürfen bei Marvel eigentlich nie fehlen. So ist es auch in Echo, nur dass diese hier wirklich liebenswert sind und für zusätzliche Emotionen sorgen.

    Alaqua Cox als Maya Lopez in Echo auf einem Motorrad
    Alaqua Cox als Maya Lopez © Marvel Studios 2023. All Rights Reserved.

    Kurzweilige Action-Reise trotz vorhersehbarer Route

    Einmal mehr ist es auch in Echo das Wie, das über das ausgetretene Was hinwegtröstet. Was das Skript bereithält, hat zum großen Teil schon der Trailer verraten. Es geht um die Konfrontation der Titelheldin und ihrem einstigen „Onkel“ und Förderer Wilson Fisk. Punkt. Über dessen Rückkehr hatten sich langjährige Fans schon in Hawkeye gefreut und natürlich wurde der von Vincent D’Onofrio gespielte Kult-Schurke nicht am Ende dieser Miniserie schon wieder aus dem MCU getilgt. Nun bringt der wuchtige Koloss einen Hauch der rohen Härte der Netflix-Marvel-Ära zu Disney und verbindet quasi in persona die beiden Zeitalter der Marvel-Serienerzählung.

    Lange Zeit schwingt Kingpin jedoch nur wie ein Damoklesschwert im Hintergrund, die Fokussierung auf die kulturellen Wurzeln der Protagonistin steht dem Format gut zu Gesicht und schafft es den emotionalen Anker umso fester zu setzen. Die Wiedervereinigung von Maya und ihrer Kindheitsfreundin Bonnie bringt dann auch die erhoffte Wirkung mit sich. Die „Aussprache“ mit Gebärden der beiden ist ein emotionaler Brustlöser und verleiht Maya dann auch den letzten Funken Charisma, den erst für den Umbau der Antiheldin zu Heldin brauchte. Nachdem diese Baustelle nach zweieinhalb Folgen bewältigt ist, darf sich dann auch endgültig die Action Bahn brechen. Und die hat es in sich. Man darf sich auf die letzten beiden Folgen freuen und hoffen, dass dann die Grenzen der hohen Altersfreigabe gänzlich ausgeschöpft werden.

    © 2023 Marvel

    Unser Fazit zu Echo

    3.0 Okay

    Echo macht mehr richtig als falsch und vor allem viel Spaß. Die Miniserie schaut sich weg wie ein langer Spielfilm, der wirklich nur marginal in die Reihe der ansonsten großspurigen MCU-Produktionen passt. Doch genau dies ist der Grund der Einführung des neuen Spotlight-Labels und dementsprechend ist die erste Show mit dieser Kennzeichnung als Erfolg zu bezeichnen. Der Fünfteiler kann für sich allein stehen, besinnt sich auf eigene Stärken und schafft eine Plattform für eine unterrepräsentierte Gruppe der amerikanischen Gesellschaft. Auf dieser Bühne dürfen Antihelden und Bösewichte glänzen. Wer tatsächlich wegen den inzwischen üblich gewordenen Cameo-Feuerwerken hofft, dass auch hier wieder viele Superhelden des MCU ihr Stelldichein geben, der wird jedoch enttäuscht werden. Ganz ohne Anspielungen kommt zwar auch Echo nicht aus, aber selbst komplett ohne den Marvel-Bezug würde das Skript wohl nicht in sich zusammenfallen.

    Echo läuft auf Disney+.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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