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    Hatching

    Simon Eultgenvon Simon Eultgen3. Oktober 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Die Familie sitzt gemeinsam auf der Couch
    Die perfekte Familie in ihrem trauten Zuhause © Capelight
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    Erwachsen zu werden, ist nicht leicht, doch in der scheinbaren Bilderbuchfamilie von Hatching ist es sogar der blanke Horror. Erfahre jetzt, wie uns das finnische Horror-Drama gefallen hat!

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    Das Cover-Motiv von Hatching mit der Hauptfigur Tinja und einem großen Vogelei im Bett
    © Capelight

    Die Handlung von Hatching

    Das Mädchen Tinja lebt mit ihrem Bruder Matias und ihren Eltern ein bilderbuchhaftes Leben in einer gepflegten finnischen Wohnsiedlung. Jeden Moment des Familienlebens hält ihre Mutter als Video-Bloggerin für ihre Followerschaft fest.

    Doch unter der so schönen Oberfläche brodelt es, denn Tinjas Mutter möchte ihr Kind mit aller Macht zur erfolgreichen Profi-Turnerin machen. Während ihre Tochter in dieser Hinsicht die volle, aber zweifelhafte Aufmerksamkeit von ihr erhält, ignoriert sie den männlichen Teil der Familie nahezu vollkommen.

    Schließlich beginnt die perfekte Oberfläche Risse zu bekommen, als Tinja ein mysteriöses Ei im Wald findet, das unter ihrer Bettdecke zu einer gewaltigen Größe anwächst. Der Inhalt des Eis? Eine merkwürdige, unansehnliche Kreatur, die fortan mit dem Mädchen auf seltsame Weise verbunden zu sein scheint.

    Die Familie sitzt gemeinsam auf der Couch
    Die perfekte Familie in ihrem trauten Zuhause © Capelight

    Mutterschaft als Bürde

    Der finnische Genre-Beitrag Hatching von Regisseurin Hanna Bergholm und Autor Ilja Rautsi ist alles andere als ein Film mit subtiler Gesellschaftskritik, die sich nach und nach herauslesen lässt. Stattdessen ist nach wenigen Minuten klar, dass die Mutter einen kompromisslosen Egotrip fährt.

    Das eigene Familienleben wird für Social Media aufgehübscht und zu jeder Zeit künstlich inszeniert, um damit erfolgreich zu sein. Ein Eheleben existiert nicht mehr, mit Affären wird regelrecht kokettiert. Zudem soll die eigene Tochter ihr junges Leben vollkommen auf eine erfolgreich- und ruhmreiche Sportlerkarriere ausrichten, obwohl sie für die ausgesuchte Sportart offenkundig zu wenig Talent mitbringt.

    Tinja sitzt mit angewinkelten Beinen auf einer Turnmatte. Vor ihr hockt ihre Trainerin.
    Tinja soll Turnerin werden: So will es ihre Mutter © Capelight

    Mutterschaft ist hier längst kein Segen mehr, sondern wird plakativ als Bürde, als zermarternde Aufopferung für die Familie dargestellt, aus der die archetypisch nur als Mutter bezeichnete Figur mit aller Vehemenz ausbrechen will.

    All das ist tatsächlich nur das mit dem Holzhammer eingeführte Setting, ehe das wortwörtlich frisch aus dem Ei gepellte Unheil seinen Lauf nimmt.

    Der Horror des Erwachsenwerdens

    Tinja ist zur Perfektion verdammt. Makellos schön und höchst erfolgreich im Sport soll sie sein und damit den Traum der Mutter als ehemalige Eiskunstläuferin weiterleben. In diese Welt, in der kein Makel, egal wie klein er auch sein mag, geduldet wird, bricht genau das herein: das Hässliche, Abstoßende, Ekelerregende.

    Es ist gewissermaßen Tinjas schmutziges Geheimnis, das sich mit dem Aufbrechen der Eierschale immer schwieriger verheimlichen lässt. Denn heraus kommt ein Wesen, das sich zur Wehr setzt und Tinja mit aller Macht verteidigen möchte.

    Ein großes Ei im Kinderzimmer, die Schale ist oben aufgebrochen und eine Krallenhand kommt heraus.
    Was steckt im Ei? © Capelight

    Aus dem unangenehmen Familiendrama, bei dem keine der schematischen Figur sympathisch erscheint, wird so mehr und mehr ein Horrorfilm. Genrefans dürften ohnehin früh erkennen, wohin der Hase läuft. Die spärliche Handlung schlägt bis zum Schluss tatsächlich keine Haken, bleibt wenig spannend und biegt im letzten Drittel dann vollkommen ins Genre ab.

    Warum Hatching dennoch positiv im Gedächtnis bleibt, liegt an dem handgemachten Inhalt des Eis, der den Genrefilm in Richtung Creature Feature und Body-Horror mit gewissem Ekelfaktor rückt.

    Das Heranwachsen als schwer zu begreifende Horror-Erfahrung darzustellen, ist zwar alles andere als neu. Wer aber etwas für vergleichbare Filme wie Der Nachtmahr, Blue My Mind oder When Animals Dream übrig hat, wird hier abermals gut bedient.

    Unser Fazit zu Hatching

    Erwachsenwerden schwer gemacht: Hanna Bergholm erzählt in Hatching auf teils groteske und alptraumhaft-unheimliche Weise von den Sorgen und Nöten der heranwachsenden Tinja, die unter dem Perfektionswahn und Erfolgsdruck ihrer Mutter leidet.

    Der Verlauf dieses Dramas mit gelegentlichen Horror-Elementen ist zwar für Genrekenner alles andere als spannend und in seiner Metaphorik schnell durchinterpretiert. Dafür entpuppt sich der Inhalt des Vogeleis als echte Überraschung, die trotz geringen Budgets auf visueller Ebene absolut überzeugen kann.

    So wird die als makellos inszenierte Scheinwelt durch eine hässliche, dreckige Kehrseite entlarvt, um bis zum bitteren Schlusspunkt seine kritische Botschaft in die Köpfe der Zuschauerschaft zu hämmern.

    Hatching ist Ende September auf DVD & Blu-ray, im Mediabook sowie als VOD erschienen.

    © Capelight

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