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    Startseite » Heavier Trip – Road to Wacken
    Filme Komödie Musik

    Heavier Trip – Road to Wacken

    Stefan Brüningvon Stefan Brüning18. Januar 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Metal-Folks! Impaled Rektum sind zurück, um uns musikalisch den Stock aus dem selbigen zu ziehen. Lohnt es sich, für Heavier Trip – Road to Wacken die Hand zur Pommesgabel zu formen und die Haare aus dem Dutt zu befreien oder verlassen nicht nur Wimps und Poser vor Entsetzen den Kinosaal?

    Cooles Bandmotiv äh Filmposter zu Heavier Trip – Road to Wacken © Lighthouse Home Entertainment

    Die Inhaltsangabe von Heavier Trip – Road to Wacken

    Turo (Johannes Holopainen), Xytrax (Max Ovaska), Lotvonen (Samuli Jaskio) und Oula (Chike Ohanwe) sind Impaled Rektum – die gefährlichste Band der Welt. Doch anstatt die Bühnen dieser Welt mit ihrem symphonisch-postapokalyptisch-gotteslästerlich-rentierzermürbenden-extrem-verwerflich-finno-skandinavischen Metal zu rocken, sitzen sie in Norwegen hinter schwedischen Gardinen, weil sie einen Konflikt zwischen zwei Ländern ausgelöst haben. Zu allem Übel werden sie auch noch von der sadistischen Wärterin Dokken (Helén Vikstvedt) gezwungen, Tanzmusik für ihre Mithäftlinge zu spielen. Da kommt das Angebot eines Musikmanagers (Anatole Taubman) wie gerufen: 50.000 Euro, wenn sie beim legendären Wacken-Festival auftreten. Da der Hof von Gitarrist Lotvonen kurz vor der Pleite steht, nehmen sie das Angebot an, brechen aus dem Gefängnis aus und machen sich auf den Weg ins Metal-Mekka.

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    Skandinavisches Schwermetall

    Heavy Trip aus dem Jahr 2018 war mit knapp 3 Millionen US-Dollar die teuerste finnische Komödie und behandelte ein Thema, das so finnisch ist wie Saunen. Neben dem weltbekannten Dampfbad ist das skandinavische Land vor allem für seine Liebe zur harten Musik bekannt und hat dementsprechend die meisten Metalbands pro Einwohner. Erzählt wird eine herzerwärmende Geschichte von vier Außenseitern, die mit ihrer Band vom großen Durchbruch träumen. Im letzten Drittel ändert sich jedoch der Ton: Aus der charmanten Erzählung wird ein wilder Roadtrip voller Klamauk und sichtbarer CGI, der die Helden zu Witzfiguren degradiert. Obwohl manche Gags großartig waren, harmonierten die beiden Teile des Films nicht wirklich miteinander. Dies ist beim Nachfolger Heavier Trip – Road to Wacken nicht anders.

    Zahme Kaffeefahrt statt Highway to Hell

    Im ersten Teil wurde das Element des Roadtrips genutzt, um die Story etwas zu strecken. Jetzt ist es genau umgekehrt, doch der Reise fehlt es an Tempo und Ideen. Statt sich im Vorfeld witzige Situationen zu überlegen und dann passende Drehorte zu finden, scheint der Prozess hier umgekehrt verlaufen zu sein. Doch weder die Innenstadt von Rostock, eine leere Lagerhalle, noch ein leerer Zeltplatz beim Wacken Open Air bieten genügend Möglichkeiten für spontane Slapstick-Impro-Comedy. Hinzu kommt, dass jede mäßig lustige Idee unnötig in die Länge gezogen wird, sodass selbst anfängliche Schmunzler schnell aus dem Gesicht verschwinden.

    Bei dem Übermaß an Albernheiten wirken die wenigen Charaktermomente forciert und deplatziert. Dabei hätten diese das Potenzial für eine gute Geschichte: Eine junge Band muss ihren Weg zwischen Kunst und Kommerz finden, um einen Familienbetrieb zu retten. Dieser Ansatz, aufgelockert durch ein paar gut platzierte Gags, wie die Idee, Metal-Songs in einer Polka-Version performen zu müssen, hätte eine charmante Fortsetzung des sympathischen Vorgängers ergeben.

    Auch wenn erzählerisch der Druck auf dem Reifen fehlt, bringt die Mucke einen doch noch gutgelaunt ans Ziel. Wenn Impaled Rektum loslegen, hat das Wumms, und man wünscht sich, die Laufzeit wäre mit mehr Konzertszenen gefüllt worden, anstatt mit lauen Gags. In der Produktion wurde im Vergleich zum Vorgänger nochmals eine Schippe draufgelegt: Die Kameraarbeit überzeugt durch Präzision und Kreativität, während die Effekte mit gesteigerter Qualität aufwarten.

    Impaled Rektrum versuchen zu entkommen. © Lighthouse Home Entertainment

    Kein Feature für die gepfählten Gesäße

    Wenn ein Teil der Handlung auf dem Wacken Open Air spielt, erwartet man eigentlich Gastauftritte bekannter Musiker. Abgesehen von der Band Babymetal bleibt dies jedoch aus. Stattdessen gibt es einen kurzen Auftritt des Festivalgründers Thomas Jensen, einen Dave-Mustaine-Lookalike und eine kurze Referenz an zwei Gründungsmitglieder von Metallica.
    Vermutlich wurde aus Budget- oder rechtlichen Gründen darauf verzichtet, aber die vier Hauptdarsteller helfen immerhin über einige Längen und vertane Chancen hinweg.

    Dabei steht wieder Johannes Holopainen als Turo im Mittelpunkt der Handlung und er schafft es trotz allem Klamauk, seinen Charakter immer glaubwürdig darzustellen.
    Max Ovaska darf als Xytrax wieder den Metal-Sheldon mimen und sorgt mit seinen knochentrockenen Kommentaren für die meisten Lacher. Die anderen beiden Bandmitglieder werden etwas verschenkt. Lotvonen, der eigentlich als treibende Kraft der Handlung fungieren sollte, da der Hof seiner Eltern auf dem Spiel steht, verkommt zu einer hirnlosen Witzfigur und Oulas seelische Krankheit wird als Besessenheit dargestellt, was selbst für eine alberne Komödie eine problematische Aussage ist.

    Bei den Nebendarstellern überzeugt vor allem David Bredin als Sänger der Gruppe Bloodmotor, der nur mit Hilfe von Helium verständliche Laute von sich gibt, während Helén Vikstvedt als Dokken mit ihrem übertriebenen Spiel genauso aus dem filmischen Rahmen fällt wie schon in Heavy Trip.

    © Lighthouse Home Entertainment

    Unser Fazit zu Heavier Trip - Road to Wacken

    3.0 Okay

    Heavier Trip – Road to Wacken ist ein durchwachsenes Seherlebnis. Die Handlung passt auf eine überteuerte Eintrittskarte, muss aber 90 Minuten füllen und ist tonal nicht stringent genug, sodass der Tourbus zu gemächlich Richtung norddeutscher Musikmetropole fährt. Dafür gibt es aber ordentliche Musik und die vier „Penetrierten Pöter“ geben genug Schwung, damit der Karren nicht auch noch im Matsch von Wacken feststeckt.

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    Stefan Brüning

    Stefan ist in der Nähe von Wolfenbüttel beheimatet, von Beruf Lehrer und arbeitet seit Mai 2024 bei Filmtoast mit. Seit seiner Kindheit ist er in Filme vernarrt. Seine Eltern haben ihn dankenswerterweise an Comics und Disneyfilme herangeführt. Bis zu seinem 8. Lebensjahr war es für ihn nicht nachvollziehbar, wie man Realfilme schauen kann. Aber nach der Sichtung des Films Police Academy und natürlich der Star Wars- Filme hat sich das geändert. Natürlich waren in seiner Kindheit auch die Supernasen, die Otto- und Didifilme Pflichtprogramm, denn worüber sollte man sonst mit den Anderen reden? Deswegen mag er einige dieser Filme bis heute und schämt sich nicht dafür.

    Stefan setzt sich für die Erhaltung der Filmwirtschaft ein. Sei es durch Kinobesuche, DVD/ Blu- Ray/ UHD oder Streaming, je nach dem welches Medium ihm geeignet erscheint. Sein filmisches Spektrum und seine Filmsammlung hat sich dadurch in den letzten 30 Jahren deutlich erweitert, weswegen er sich nicht auf ein Lieblingsgenre festlegen kann.

    • Stefan Brüning
      https://www.filmtoast.de/author/stefan-bruning/
      Playdate
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      No Hit Wonder
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      Springsteen: Deliver Me from Nowhere
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