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    Inferno Rosso: Joe D’Amato on the Road to Excess

    Thomas Hortianvon Thomas Hortian5. Oktober 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Joe D'Amato und Laura Gemser halten eine Würgeschlange hoch - Inferno Rosso
    Joe D'Amato mit seinem Star Laura Gemser
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    Die Dokumentation Inferno Rosso: Joe D’Amato on the Road to Excess widmet sich dem Werdegang des umstrittenen Exploitationfilmers Aristide Massaccesi alias Joe D’Amato. Ob das genauso interessant ausfällt wie das Œuvre des Italieners, erfahrt ihr in unserer Review!

    Joe D'Amato und Laura Gemser halten eine Würgeschlange hoch - Inferno Rosso
    Joe D’Amato mit seinem Star Laura Gemser

    Inferno Rosso – Leben & Wirken eines umstrittenen Filmemachers

    Joe D’Amato, bürgerlich Aristide Massaccesi, war ein italienischer Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Kameramann. Er ist vor allem für seine Sexploitation-Reihe Black Emanuelle mit Laura Gemser bekannt. Dazu drehte er auch einige bis heute berüchtigte Schocker wie Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf (1978) und Man-Eater – Der Menschenfresser (1980).

    Massaccesi begann seine Karriere Anfang der 60er-Jahre als Kamera-Assistent und arbeitete in den 70ern auch als DoP und Kameramann. 1972 nahm er erstmals auf dem Regiestuhl Platz. In den 70ern inszenierte er hauptsächlich Erotikfilme, denen er auch gerne mal Horror-Elemente hinzufügte. Bei Foltergarten der Sinnlichkeit (1975) hielt der Regisseur die erotischen Bilder mit dem Plot eines Psycho-Thrillers zusammen, was zu teils surrealen, psychedelischen Szenerien führte. Nackt unter Kannibalen (1977), ein Vertreter seiner berühmten Reihe mit Laura Gemser, setzt auf  das damals populäre Thema der menschenfressenden Wilden vom Amazonas.

    Danach inszenierte er Anfang der 80er einige pornographische Filme. Die nächsten 10 Jahre verlegte er sich darauf als Produzent und Regisseur die internationalen Märkte mit trendbasierten Genrefilmen zu bedienen. In den 90ern jedoch kehrte er aus finanziellen Gründen zum Porno zurück. Er starb 1999 im Alter von 63 Jahren.

    Im Grindhouse-Look durch die italienische B-Filmgeschichte

    Inferno Rosso präsentiert sich im Look der gängigen Dokumentationen im Bereich des Grindhouse- und Exploitationkinos, etwa Not Quite Hollywood – The Wild, Untold Story of Ozploitation! (2008) oder Machete Maidens Unleashed (2010). Die Macher setzen auf schnelle Schnitte und einer Vielzahl von Clips, entnommen aus den Filmen D’Amatos. Hier sei schon mal gesagt, dass Leute mit empfindlichen Magen diese Dokumentation wohl lieber meiden sollten. Denn die gezeigten Ausschnitte orientieren sich an den drei inhaltlichen Abschnitten von Inferno Rosso. Zuerst wird seine Zeit als Erotikfilm-Regisseur in den 70ern beleuchtet, danach dann seine Gore-Filme der späten 70er und 80er, und am Ende geht man auch ausgiebig auf seine Zeit als Porno-Regisseur in den 90ern ein. Es wechseln sich also nackte Leiber mit blutigen Metzelszenen.

    Zu Wort kommen zahlreiche Weggefährten D’Amatos. Seine Produktionsassistentin Donatella Donati und Schauspieler & Drehbuchautor George Eastman geben etwa Einblicke in Arbeitsweise und Geschäftsgebaren des Exploitation-Meisters. Eine seiner Töchter gibt dazu noch Einblick in sein Privat- und Familienleben. Zudem haben sich Manlio Gomarasca & Massimiliano Zanin  verschiedene Interviews anderer, längst verstorbener Kollegen aus den Archiven zu kramen, sowie Interviews mit D’Amato selbst. Eine gute Idee war es außerdem, den französischen Filmkritiker Jean-François Rauger, nebenher auch Kurator des Cinémathèque Française, hinzuzuziehen, der dass Werk des Regisseurs historisch und qualitativ einordnet. Demgegenüber kann Edel-Fan Eli Roth nicht wirklich Erhellendes beitragen.

    Ab & an stellt man sich selbst ein Bein

    Zuerst einmal ist es schön zu sehen, dass die beiden Regisseure sich wirklich Mühe geben, das gesamte Schaffen des Vielfilmers abzudecken. Die dreigeteilte Struktur von Inferno Rosso macht es Einsteigern leichter, dem Ganzen zu folgen. Und die Archiv-Interviews geben auch Kennern ein wenig neues Futter. Gerade die Interviewschnipsel mit Joe D’Amato himself erweisen sich als Highlight der Doku.

    Allerdings wären einige Anekdoten mehr wünschenswert gewesen, hier halten sich die Zeitzeugen damit zurück, bzw. setzt die Dokumentation eher auf allgemeine Aussagen und neigt auch mal zur Lobhudelei. Es wäre schön gewesen, wenn man ein wenig mehr in die Tiefe gegangen wäre, dagegen hätte man Eli Roth gerne ersatzlos streichen können.

    Leider lenkt die effektheischerische ein wenig sehr von den Inhalten ab. Gerade die Videoclips mit den blutigen Szenen aus der zweiten Schaffensphase D’Amatos dürften einige potenzielle Zuschauer abschrecken.

    Unser Fazit zu Inferno Rosso: Joe D’Amato on the Road to Excess

    Angenehm kurzweilig in Szene gesetzt, weiß Inferno Rosso: Joe D’Amato on the Road to Excess gut zu unterhalten, wenngleich ein paar Minuten mehr schon hätten drin sein können. Zudem wird Interessierten ein guter Einstieg ins Schaffen des oftmals verschmähten Filmemachers geboten, während Kenner sich wohl ein wenig mehr Fleisch und etwas weniger des schnittigen Brimboriums drumherum gewünscht hätten. Aber alles in allem ist Inferno Rosso in jedem Fall sehenswert, sofern die eigene Befindlichkeit dem nicht im Wege steht. Denn mit nackter Haut, Gore und Splatter wird hier wahrlich nicht gespart. Nichts für Zartbesaitete!

    Inferno Rosso: Joe D’Amato on the Road to Excess lief am 26. September auf dem /slash Filmfestival 2022!


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