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    Startseite » The Bear – Staffel 1
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    The Bear – Staffel 1

    Jan Wernervon Jan Werner6. Oktober 2022Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Der erschöpfte Carmy sitzt auf einer Arbeitsplatte mit Kochschürze
    FX's THE BEAR "System" (Airs Thursday, June 23) Pictured: Jeremy Allen White as Carmen 'Carmy' Berzatto. CR: Matt Dinerstein/FX
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    Ein Kritikerliebling von FX aus den USA startet zeitversetzt endlich in Deutschland bei Disney+. Wir klären im Artikel, ob die erste Staffel überzeugt und The Bear tatsächlich dem Hype gerecht werden kann.

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    Carmy und Richie im Kühlraum schauen sich grimmig an während Marcus durch die Tür in den Raum schaut.
    Jeremy Allen White als Carmen ‚Carmy‘ Berzatto, Lionel Boyce als Marcus und Ebon Moss-Bachrach als Richard ‚Richie‘ Jerimovich © 2022 Disney and its related entities

    The Bear – Die offizielle Handlungsangabe

    The Bear: King of the Kitchen folgt Carmen „Carmy“ Berzatto (Jeremy Allen White), einem jungen Koch aus der gehobenen Gastronomie, der nach einem herzzerreißenden Todesfall in seiner Familie nach Chicago zurückkehrt, um den Sandwich-Laden seiner Familie – „The Original Beef of Chicagoland“ – zu führen. Ganz anders als gewohnt, muss Carmy den Spagat zwischen den erdrückenden Realitäten eines Kleinunternehmens, seinen willensstarken und aufmüpfigen Küchenmitarbeitern und seinen angespannten familiären Beziehungen schaffen und sich gleichzeitig mit den Auswirkungen des Selbstmordes seines Bruders auseinandersetzen.

    In der Dramedy-Serie geht es um Essen, Familie, den Irrsinn der Schufterei, die Schönheit des Pflichtgefühls und die steilen, rutschigen Abgründe. Während Carmy darum kämpft, sowohl „The Original Beef of Chicagoland“ als auch sich selbst zu verändern, arbeitet er mit einem rauen Küchenteam zusammen, das sich schließlich als seine Wahl-Familie entpuppt.

    Kritik zur ersten Staffel zu The Bear

    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der gesamten ersten Staffel der Serie, die am deutschen Starttag auch schon zu sehen ist. Auf Spoiler wird jedoch weitgehend verzichtet. Der Beitrag soll dazu dienen, den Lesern eine Hilfestellung bei der Entscheidung zu geben, ob sich auf Basis der gesammelten Eindrücke ein Blick rentiert.

    Sensationelle Dynamik zwischen extraklasse Figuren

    The Bear wird teilweise als Comedyserie eingeordnet, was einerseits der Ambivalenz nicht gerecht wird und andererseits vollkommen falsche Erwartungen schüren könnte. Nichtsdestotrotz ist die Serie aber auch nicht eindeutig im Dramagenre zuhause, denn es gibt durchaus eine ordentliche Portion Humor – nur eben nicht den typischen Sitcom-Witz, den man vielleicht auch durch die Sitcom-typische Folgenlänge erwarten könnte. Der Spaß entsteht in erster Linie durch die sehr pointierten Dialoge, die von außergewöhnlich guten Darstellerinnen und Darstellern noch den Feinschliff bekommen, um sich qualitativ ganz weit oben im Serienbereich anzusiedeln. Das alles würde man auf Basis der nackten Inhaltsbeschreibung kaum vermuten. Doch The Bear ist mal herzergreifend, mal bissig zynisch, aber niemals platt oder klamaukig.

    Binnen Minuten ist man im Bann von The Bear gefangen, denn die Dynamik, die sich in der Küche zwischen den Charakteren ad hoc auf die Zuschauerschaft überträgt ist schlichtweg sensationell. Alle Crewmitglieder sind mehrdimensional gezeichnet, und von Beginn an erahnt man bereits, dass auch hinter der ein oder anderen harten Schale ein weicher Kern – zumindest aber eine erzählenswerte Backstory – schlummert. Natürlich ist dabei der Protagonist „Carmy“ auch die Figur, um die sich die meisten offenen Fragen drehen. Doch von Sous Chefin bis Partisseur – man verliebt sich in Rekordzeit in die Charaktere. So geht Charakterentwicklung ohne Anlaufschwierigkeiten!

    Carmy schrubbt den Boden in der Küche. The Bear
    Jeremy Allen White als Carmen ‚Carmy‘ Berzatto. © 2022 Disney and its related entities

    Chefs Table im Dramastil

    Die zweite große Stärke dieser Produktion ist das Verständnis der Macher dafür, wie man die Zubereitung von recht einfachen Gerichten inszeniert, als würde man bei der Kreation von Sterneküchen-Menüs zuschauen. Die Nah- und Detailansichten, die Überblenden oder auch wie man Figuren dabei beobachten kann, wie sie ihre volle Energie ins Kochen stecken. All das erinnert an die typischen Reality-TV-Formate mit bekannten Starköchen, die zur Rettung in ein Restaurant im desaströsen Zustand geschickt werden und das dann auf Vordermann bringen. Der große Unterschied ist jedoch folgender:

    Während ein Gordon Ramsay nach erfüllter Arbeit wieder in sein gewohntes Habitat auf Sterneniveau zurückkehrt und ihm egal sein kann, wie sich seine Schützlinge nach der Aufzeichnung weiterentwickeln, ist Carmy, der hier als Haute-Cuisine-Koch zur Rettung des Familienbetriebs nach dem Tod seines Bruders heimkehrt, ganz eng mit dem Wohlergehen des Betriebs verbunden. Und diese emotionale Bindung zu „The Original Beef of Chicagotown“ schwingt in jeder Einstellung irgendwie mit, so auch in der Bebilderung der Zubereitung der Gerichte in der Fast Food Küche des kleinen Bistros.

    Den Machern gelingt es dem Publikum das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen, obwohl man recht bodenständige Kost serviert. The Bear fängt die Hitze in der Küche, die Hektik, den Perfektionismus, der einen Koch der Extraklasse ausmacht – kurz sämtliche Sinneseindrücke – perfekt ein. Das erinnert doch immer wieder auch an die Netflix-Reihe Chef’s Table – nur eben als Dramaserie und nicht im Doku-Format. Wenn man sich an die Serie mit leeren Magen wagt, dann wird der recht schnell noch mehr zu knurren beginnen. Ein Sandwich mit Marmelade wird man nach Folge 2 definitiv mit anderem Appetit betrachtet.

    Whiplash in der Sandwich-Küche

    Jeremy Allen White ist in erster Linie für seine Rolle in der Serie Shameless bekannt. Was der Schauspieler hier abliefert ist absolute Meisterklasse, passend zu seinem Figuren-Background als einer der begabtesten Köche der Gourmetwelt. Wie er seine Rolle anlegt, erinnert doch in einigen Momenten stark an die Figur von Miles Teller in Whiplash. Ein eher introvertierter Feingeist mit leichtem Hang zur Melancholie. Hier kommt noch seine tragische Familiengeschichte hinzu. Auch die Rückblenden in seine Zeit in der Sternegastronomie wecken Erinnerungen an das Damien-Chazelle-Drama mit dem begnadeten Drummer. Psychischer Druck ist eines der zentralen Motive von The Bear. Auch deswegen ist es nicht verständlich, wie man diese Geschichte als Comedy-Show bezeichnen kann.

    Ein Film der die Erwartungen in ähnlicher Weise zu unterwandern wusste, war im vergangenen Jahr Pig mit Nicolas Cage. Zu diesem atmosphärisch außergewöhnlichen Film, der ebenfalls in der Gastro-Welt spielt, gibt es, was das ganze Gefühl beim Betrachten betrifft ebenfalls einige Parallelen. Wer also nach dem melancholischen Ausflug in die Küchen Portlands auf den Geschmack gekommen ist, der sollte auf jeden Fall den Abstecher nach Chicago in The Bear als nächstes auf die Agenda setzen.

    Unser Fazit zu Staffel 1 von The Bear

    Speziell die siebte Episode – ohne zu viel zu verraten – ist mitunter eine der besten Folgen des ganzen Serienjahres und wird aus jedem Serien-Snacker einen Serien-Gourmet machen. The Bear ist ein unerwarteter Höhepunkt im Programm von Disney+. In der Kürze liegt die Würze, sodass man auch aufgrund der kurzen, rasant inszenierten Folgen gar nicht anders kann, als diese Staffel in einem Rutsch durch zu schauen. Die Figuren ist so grandios geschrieben und gespielt, dass man schon jetzt kaum erwarten kann, noch mehr Zeit mit ihnen verbringen zu können. Zum Glück ist schon im kommenden Jahr mit Staffel 2 zu rechnen. Bis dahin wird sich der Hunger aushalten lassen, denn es ist sicher, dass man dann erneut ein Gourmetmenü der Extraklasse kredenzt bekommt.

    The Bear startet am 5. Oktober mit allen Folgen der ersten Staffel im englischen Originalton bei Disney+. Eine zweite Staffel ist schon bestellt.


    © 2022 Disney and its related entities

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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