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    Kill Boksoon

    Jan Wernervon Jan Werner31. März 2023Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    ein kreuzförmiger Tisch mit Männern in Anzügen.
    Kill Boksoon Sul Kyung-gu as Cha Min-kyu in Kill Boksoon Cr. No Ju-han/Netflix © 2023
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    Mit Kill Boksoon hat es ein Film ins Programm der diesjährigen Berlinale geschafft, der kurze Zeit später nun schon zu Netflix kommt. Außergewöhnlich ist das auch, da es sich um einen Actionfilm aus Korea handelt. Doch heißt das schon, dass es auch ein empfehlenswertes Werk ist?

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    Jeon Do-yeon als Gil Boksoon in Kill Boksoon.
    Jeon Do-yeon als Gil Boksoon in Kill Boksoon © Netflix

    Kill Boksoon – Die offizielle Handlungsangabe

    Gil Boksoon arbeitet für die Agentur MK Ent. als Auftragsmörderin mit hundertprozentiger Erfolgsquote und ist zugleich Mutter einer Teenagerin. Als Killerin ist sie unschlagbar, doch als Mutter hat sie noch einiges zu lernen. Um die Beziehung zu ihrer Tochter Jae-young zu kitten, beschließt sie, das Töten an den Nagel zu hängen. Noch bevor sie der Agentur mitteilen kann, dass sie ihren Vertrag nicht verlängern will, deckt sie ein Geheimnis über ihre letzte Mission auf und verstößt gegen eine wichtige Regel: Jeder Auftrag wird ausgeführt – komme, was wolle. Damit wird sie für ihre Agentur und die gesamte mörderische Branche zur Zielscheibe.

    John-Wick-Rip-off oder einfach stylische Asia-Action?

    Sprechen wir den Elefanten im Raum doch direkt zu Beginn an: Ja, nahezu jedes Filmmagazin hat in der Vorberichterstattung zu Kill Boksoon den neuen Netflix-Film wahlweise als „Netflix Antwort auf John Wick“ oder „Südkoreas weiblichen John Wick“ geframed. Und auch wenn sich viele Parallelen nicht von der Hand weisen lassen, ist dieser Vergleich hier glücklicherweise keiner, den man während der über zweistündigen Laufzeit nicht abschütteln kann. Es ist auch wahr, dass es in den letzten Jahren der x-te Ausflug in eine Parallelwelt von Serienkillern ist, die man dem geneigten Publikum in Serien- oder Filmformat präsentiert. Selbst eingefleischte Fans werden inzwischen den Überblick verloren haben und die Eindrücke möglicherweise in ihren Erinnerungen vermengen. Unter all den Killer-Welten ist diese hier aber doch irgendwie noch einmal etwas Neues – zumindest in der Zusammenstellung der liebevollen Referenzen an unzählige Vorbilder im Actionfilm-Genre. Denn sind wir mal ehrlich: wirkliche Innovation gibt es in diesem Genre schon lange nicht mehr. Daher ist mehr als in vielen anderen Filmkategorien hier das Wie fast wichtiger als das Was.
    Schon der Titel deutet natürlich auch auf ein weiteres Vorbild hin, das seine Vorbilder wiederum im asiatischen Action-Kino vergangener Jahrzehnte hatte: Kill Bill! Und ähnlich wie Tarantino versucht auch Byun Sung-hyun gar nicht erst die Liebe zu den Referenzen zu leugnen. Doch jede Anspielung passiert hier mit viel Detailliebe und kommt gleichzeitig unaufgezwungen daher. Darüber hinaus hat man hier auch einige originelle visuelle Einfälle in die Inszenierung aufgenommen, die doch die eigene Note in die Würzung bringen. Ein Beispiel hierfür ist direkt der Cold Opener, dessen Kampf man teilweise durch die Fenster eines fahrenden Zuges zeigt. Das sieht frisch aus und macht von Beginn an klar, dass man tolle Action erwarten darf.

    Gil Boksoon: Liebende Mutter, Auftagskillerlegende

    Das Besondere an Kill Boksoon ist aber auch die Gewichtung im Plot. Denn während man bei der John Wick Reihe mehr und mehr die Handlungsebene gegenüber der Inszenierung der Action zurückgeschraubt hat, spielt hier doch im Kern die familiäre Dimension eine größere Rolle. Und die Mutter-Tochter-Trope ist hier nicht nur Mittel zum Zweck oder ein melodramitisches Element, sondern das, was Zuschauerinnen und Zuschauer allein schon bei Laune halten kann. Jeon Do-yeon spielt die Titelfigur von Beginn an mit offenem Visier: Bereits im Prolog wird einerseits ihre Verletzlichkeit andererseits ihre Motivation klar. Und nicht nur ihre Motivation ist hier glaubhaft. Das ganze World Building funktioniert, sogar ohne viel Exposition, womit die Regeln zwar klar, aber nicht komplett entmystifiziert werden.

    „Menschen umzubringen ist einfacher als Kinder erziehen.“ – „Und es wird besser bezahlt.“

    Die Welt wird in der kurzen Zeit erstaunlich kohärent, fast schon plastisch. Es gibt eine Schule für Killer – Deadly Class lässt grüßen -, verschiedene Konzerne, die die Killer mit Aufträgen versorgen, Hierarchien und ähnlich wie in der Welt von John Wick gibt es Killer, die sich über ihre „Arbeit“ einen Nimbus aufgebaut haben. In dieser Welt ist die Protagonistin eine Ikone in ihrem Metier. Man begegnet ihr mit Respekt und Ehrfurcht – bis zum einem gewissen Punkt, aber dies sei an dieser Stelle mal im Vagen belassen…

    Ein Mann im Anzug links und eine Frau in schwarzem Outfit rechts jeweils auf einem schwarzem Sofa in einem edlen Zimmer. Kill Boksoon
    Chef und Auftragnehmerin © Netflix

    Tolle Kamera fängt choreografierte Action-Sinfonie ein

    Bei aller Schwärmerei über die hier doch packende Geschichte, soll aber freilich nicht unter den Tisch fallen, dass die Action eindeutig das sein wird, weswegen man diesen Film schaut. Und hier kann der Netflix-Film mit vielen Streifen deutlich größeren Budgets und namhafterer Besetzung locker mithalten! Speziell die Kameraführung und der zu lobende Schnitt sorgen für kurzweilige Actionszenen, bei denen man die Härte spürt und den Aufwand der Choreografie sieht. Kill Boksoon macht trotz der Länge pausenlos Spaß – insbesondere die Action in Lokalen wird das Publikum länger nicht vergessen.

    „Wenigstens sind wir zusammen im Arsch.“

    Vieles erinnert hier an andere Film, ja. Wanted ist dabei eine weitere offensichtliche Referenz und selbstverständlich muss sich die weibliche Heldin mit ihren Pendants aus Gunpowder Milkshake, Jolt oder Kate messen. Das Kräftemessen, zumindest im Auge des Rezensenten, gewinnt der südkoreanische Wettbewerber durch die überzeugendere Dramaturgie und die emotionalere Story, wenngleich die Action bei allen sehr gut und immer zu loben ist. Der Berlinale-Special-Beitrag wahrt die koreanische Identität, ist gleichzeitig auch für westliche Sehgewohnheiten extrem zugänglich und lässt reichlich Spielraum für Spekulationen um eine Fortsetzung. Der Streaming-Riese mit dem roten „N“ hat in den letzten Jahre einige hundert Millionen Dollar investiert, um mit großen Namen und Hollywood-Anspruch, eigene Franchises aufzuziehen. Ironischerweise sind es aber die deutlich kleineren Werke, wie eben Kill Boksoon, nach deren Sichtung man mehr sehen möchte.

    Unser Fazit zu Kill Boksoon

    Kill Boksoon ist ein starker Netflix-Film, der sich glücklicherweise nicht wie ein Netflix-Content-Produkt, sondern wie eine organisch entstandene Produktion aus Südkorea anfühlt. Action und Dramaturgie sind leicht over the top, wie man es eben von ostasiatischen Action-Filmen kennt. Handwerklich ist der Film über jeden Zweifel erhaben. Viele Szenen und Figuren wird man im Gedächtnis behalten und die 137 Minuten sind ausnahmsweise einmal keine Sekunde zu lang. Kurzum ein Must-See für die Action-Fans unter den Netflix-Abonnenten.

    Kill Boksoon  ist ab dem 31. März 2023 bei Netflix abrufbar sein!


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
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