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    Die Gabe

    Jan Wernervon Jan Werner31. März 2023Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Auli'i Cravalho as Jos Clearly
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    Ein weiteres Serienprojekt schildert von den Herausforderungen, die Superkräfte mit sich bringen. Die Gabe ist eine Buchadaption von Amazon Prime Video und hochrangig besetzt. Wie kommt die neue Serie aus den Startlöchern?

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    Das Poster zu Die Gabe.
    Das Poster zu Die Gabe © 2010-2022 Amazon.com, Inc. oder Tochtergesellschaften

    Die Gabe – die offizielle Synopsis

    Bei Die Gabe scheint zunächst alles wie in unserer Welt, doch aus dem Nichts entwickeln junge Frauen ganz besondere Fähigkeiten: alle Mädchen im Teenager-Alter erhalten urplötzlich die Macht, andere unter Strom zu setzen… Die Serie zeigt eine Reihe bemerkenswerter weiblicher Charaktere von London bis Seattle, von Nigeria bis Osteuropa, deren anfängliches Kribbeln im Körper sich zu einer kompletten Umkehrung des Machtgleichgewichts in der Welt entwickelt.

    Erster Eindruck zu Die Gabe

    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den ersten drei Folgen der Serie. Auf Spoiler wird weitestgehend verzichtet, damit keinem die Wendungen und Überraschungsmomente vorweggenommen werden. Lediglich auf ein paar für die Beurteilung relevante Details aus der Pilotfolge muss etwas konkreter eingegangen werden. 

    Das „Wohin“ bleibt noch unklar, die Metapher im Vagen

    Die Gabe basiert auf der gleichnamigen Vorlage von Naomi Aldermann aus dem Jahr 2016, die ein ziemlicher Kassenschlager war. Damit ist die Serie also eine Adaption eines Buches, das selbst schon von Zeitgeist-Einflüssen geprägt wurde, da 2016 das Superhelden-Genre auf seinem absoluten Gipfel angekommen war. Dementsprechend ist die Geschichte natürlich einerseits als Kommentar auf das Comicfilm-Genre zu lesen – und auf die dort überstilisierten, gottgleichen Heldenfiguren. Andererseits aber befindet sich Die Gabe auch innerhalb des Genres in einer Nische, die bislang eher in anderen Gattungen adressiert wurde. Denn der feministische Aspekt und auch der Coming-of-Age-Part waren 2016 im konventionellen Superheldenkino doch eher unterrepräsentiert.

    Im Jahr 2023 jedoch hat man inzwischen einiges mehr sehen dürfen, was kritische Blicke auf Menschen mit besonderen Fähigkeiten wirft. Schon 2012 hat man der Überforderung durch Superkräfte mit Chronicle eine eindrucksvolle Bühne geboten. Und 2021 machte hier die norwegische Produktion The Innocents Wirbel. Soll nun also Die Gabe auch in diese Kerbe schlagen und einen kritischen Kommentar bilden? Die ersten Folgen deuten jedenfalls an, dass die Mädchen und Frauen, die hier mutieren und plötzlich die Kraft bekommen, erstmal überfordert davon sind.

    Daneben spielt aber selbstverständlich auch eine Rolle, dass nur Frauen die Kraft entwickeln. Soll der Fokus also auf einer female empowerment Botschaft liegen und wenn ja, worauf wird es hinauslaufen? Werden sich die Frauen im Machtgefüge gegen die Männer erheben und kommt es dann zu einer Umkehrung der Unterdrückungsverhältnis, die eigentlich angeprangert werden in solchen feministischen Dystopie? Der Auftakt wirft reichlich Potenzial in den Raum, doch es wirkt nach der dritten Folge noch so, als wüsste man nicht, wohin man eigentlich wolle. Das kann sich natürlich im Verlauf der Staffel noch einpendeln. Doch bislang deutet sich an, dass man sehr viel mehr Fässer aufmacht, als man innerhalb dieser Staffel wird schließen können. Es bleibt zu hoffen, dass der rein weibliche Writers Room sich der metaphorischen Ebenen seiner Erzählung vollends bewusst war und auf ein eindeutiges Ziel hingearbeitet hat.

    Verschiedene Orte, massig Charaktere, spannende Ansätze

    Die Serie spielt an ingesamt einem halben Dutzend Schauplätzen, die es erstmal einzuführen gilt. So gibt es die nominelle Hauptfigur, die von Toni Collette gespielt wird, und die als Bürgermeisterin in Seattle auftritt. Daneben gibt es Roxie, die Tochter eines Gangsterbosses in England, einen nigerianischen Journalisten, der vom Darsteller Toheeb Jimoh gespielt wird, den Ted-Lasso–Fans als Sam lieben gelernt haben und die Waise Ellie (Halle Bush), die sich womöglich zur zentralen Figur aufgebaut wird, da sie die einzige ist, die einerseits recht schnell Kontrolle über die Kraft hat und andererseits eine Stimme hört, die ihr eine messianische Agenda eintrichtern will. Dann gibt es auch noch eine osteuropäische Turnerin, die ebenfalls Kontakte in die Politik hat und im Verlauf macht der Journalist noch einen Ausflug nach Saudi Arabien. Klingt viel? Ist viel!

    Ria Zmitrowicz als Roxy Monke in einem Nachtlokal.
    Ria Zmitrowicz als Roxy Monke © 2010-2022 Amazon.com, Inc. oder Tochtergesellschaften

    In allen Strängen steckt Potenzial, in machen sicher mehr als in anderen, aber die Wechsel zwischen den Orten und Personen machen es doch noch schwer sagen zu können, wo die Schwerpunkte dann gesetzt werden sollen. Vielleicht wissen Buchkenner mehr. Ohne dieses Hintergrundwissen, ist man aber erst einmal ebenso überfordert, wie die Frauen teilweise von ihren plötzlichen Kräften. Schon in der ersten Folge und dann auch in den weiteren, die am Starttag erscheinen, gibt es zudem den ein oder anderen Wow-Moment und Schock-Effekt. Wie geschrieben: Es steckt hier sehr viel drin, aber ob alle Fäden zusammengebracht werden können, ist kein leichtes Unterfangen.

    Wer sollte sich Die Gabe nicht entgehen lassen?

    Wer zuletzt die Disney-Serie Extraordinary verfolgt hat, der wird hier eine weitere Facette im Themenkomplex „Umgang mit Superkraft“ bekommen. Natürlich ist man in einem gänzlich anderen tonalen Spektrum unterwegs, aber genau das macht den Bereich ja so ergiebig – und sorgt dafür, dass von Superhelden-Müdigkeit immer noch keine Rede sein kann. Darüber hinaus weckt der Ansatz, den die Autorin im Hinblick auf die weibliche Selbstermächtigung verfolgt, stellenweise Erinnerungen an Momente aus der Margaret-Atwood-Dystopie The Handmaids Tale. Und im spannenden und ambitionierten vielperspektivischen Erzählen in einem Genre, in dem das bislang nicht die Regel war, könnte man Die Gabe mit der Apple-TV-Krieg-der-Welten-Variation Invasion durchaus in einen Topf werfen.

    Was die Serie darüberhinaus auch in den ersten Folgen direkt auszeichnet, ist, dass die Frauenfiguren stark, aber nicht übermächtig und damit ambivalent eingeführt werden. Insbesondere die Dynamik in der Beziehung zwischen Toni Collettes Margot Cleary-Lopez und ihrem Mann (John Leguizamo) oder ihrem Konkurrenten, der von Josh Charles gespielt wird, und die Vater-Tochter-Beziehung von Ria Zmitrowicz als Roxy Monke und ihrem von Eddie Marsan gespielten Gangster-Papa sind dabei spannende Eckpfeiler in der Handlung.

    Ein kleiner Wermutstropfen ist für den einen oder anderen vielleicht der Look der Serie, denn neben den durchwegs ansehnlichen Effekten mit den Elektro-Fähigkeiten ist wohl nur noch wenig Budget abgefallen, um einen durchgängig hochwertigen Eindruck zu erzeugen. Wenn man bedenkt, welche Unsummen Amazon in andere Serien steckt, dann darf man hier – sollte es nach Staffel 1 weitergehen – auch etwas mehr rein investieren.

    Tony Collette als Seattles Bürgermeisterin und ihre Familie auf dem Podium . Die Gabe
    Tony Collette als Seattles Bürgermeisterin und ihre Familie auf dem Podium © 2010-2022 Amazon.com, Inc. oder Tochtergesellschaften

    Unser Fazit zu den ersten Folgen von Die Gabe

    Der Auftakt ist vielversprechend. Doch die Serie muss erst ihren Weg finden, so wie die Akteure allesamt auch erst auf die sich verbreitenden titelgebenden Kräfte reagieren müssen. Neun Folgen sind viel Zeit, aber nach den ersten drei Folgen befindet man sich gefühlt noch irgendwo zwischen den Stühlen. Wenn Die Gabe das volle Potenzial der Vorlage ausschöpft und die Balance zwischen den zahlreichen spannenden Einzelsträngen hinbekommt, dann kann hier ein Serienhighlight des ersten Halbjahrs drin sein. Doch auch ein Scheitern, sollte man sich in den eigenen Ambitionen verzetteln, ist noch nicht auszuschließen. Wir vertrauen den Machern und geben vorsichtig zu diesem Zeitpunkt eine klare Empfehlung in die neue Serie einzusteigen!

    Am 31. März starten die ersten drei Episoden von Die Gabe exklusiv bei Prime Video. Danach stehen bis zum Staffelfinale am 12. Mai jeden Freitag neue Episoden zur Verfügung.


    © 2010-2022 Amazon.com, Inc. oder Tochtergesellschaften

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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