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    Kroos

    Patrick Krämervon Patrick Krämer3. Juli 2019Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Kroos in einem intimen Moment © BROADVIEW Pictures
    Kroos in einem intimen Moment © BROADVIEW Pictures
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    Toni Kroos ist der erfolgreichste deutsche Fußballer aller Zeiten. Der Mittelfeldakteur ist der einzige deutsche Spieler, der vier Mal die Champions League gewonnen hat. Doch was zeichnet das Spiel von Kroos aus? Wie wurde er zu einem solchen Ausnahmespieler? Und was ist ihm ganz persönlich im Leben wichtig? Diese und andere Fragen versucht der Dokumentarfilm Kroos nun zu klären. Und wir versuchen in dieser Rezension zu beantworten, ob das Endprodukt dabei auch sehenswert ist.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=lAszN31ieU8″]

    Das Plakat zu Kroos © BROADVIEW Pictures
    Das Plakat zu Kroos © BROADVIEW Pictures

    Worum geht’s in Kroos?

    Kroos erzählt die Geschichte des deutschen Fußballers Toni Kroos, der 1990 im Norddeutschen Greifswald geboren wurde, und mittlerweile seit fünf Jahren bei Real Madrid spielt. Um ein aussagekräftiges Bild von dem Ausnahmefußballer zeichnen zu können, durfte Regisseur Manfred Oldenburg den Star sowohl bei seinen Erfolgen bei Real Madrid als auch im ganz privaten Rahmen zu seinen Eltern und seiner Frau begleiten. Dabei beleuchtet die Dokumentation den kompletten fußballerischen Werdegang von Toni Kroos. Von seinen Anfängen beim Greifswalder SC, über den WM Titel mit der deutschen Nationalmannschaft 2014, bis zum nunmehr vierten Champions League Titel mit Real Madrid.

    Neben Kroos selbst und seiner Familie kommen zahlreiche Weggefährten wie Uli Hoeneß, Luka Modric und Gareth Bale sowie viele Beobachter wie Marcel Reif und Matthias Sammer zu Wort und erzählen von ihren ganz eigenen Erlebnissen und Begegnungen mit Toni Kroos.

    Die Anfänge beim Greifswalder SC mit seiner Familie in Kroos © BROADVIEW Pictures
    Die Anfänge beim Greifswalder SC mit seiner Familie © BROADVIEW Pictures

    Erzählstruktur und Technik

    Regisseur Manfred Oldenburg kann bereits zahlreiche Dokumentationen in seiner Vita vorweisen, die sich vorwiegend mit deutscher Geschichte auseinandersetzen. Zu seinen berühmtesten Werken zählt aber zweifelsohne Das Wunder von Bern, welches als Spielfilm die Umstände des deutschen WM-Titels von 1954 thematisiert.

    Bei Kroos handelt es sich jedoch um eine waschechte Dokumentation. Und diese macht es dem Zuschauer nicht unbedingt immer leicht. Denn Oldenburg hat offenbar großen Spaß daran, die Ereignisse im Leben von Toni Kroos in genau der Reihenfolge wiederzugeben, die er für richtig hält. Das bedeutet beispielsweise, dass man im einen Moment Bilder von der verkorksten WM 2018 sieht und im nächsten Moment zu den fußballerischen Anfängen beim Greifswalder SC springt. Ob man diese Erzählstruktur mag oder eben nicht, das sollte jeder Zuschauer für sich selbst bewerten.

    Weiterhin wissen die Bilder, mit denen das Kamerateam rund um Johannes Imdahl das Geschehen einfängt, zu gefallen. Zum einen oft nah dran und mit der typischen dokumentarischen Hektik. Zum anderen mit genug Verschnaufpausen in Form von langen Einstellungen und gedämpften Szenerien. Technisch gehört Kroos in jedem Fall zu den besten Dokumentationen der letzten Jahre.

    Seine Ehefrau Jessica in Kroos © BROADVIEW Pictures
    Seine Ehefrau Jessica in Kroos © BROADVIEW Pictures

    In höchsten Tönen

    Leider verhält sich das mit dem Inhalt ein wenig anders. Der Großteil der 113 Minuten besteht aus purer Lobhudelei. Vor allem die Teamkameraden von Real Madrid, aber auch Dritte wie Robbie Williams und Marcel Reif, überschlagen sich förmlich in ihren Lobeshymnen. Unbenommen dürfte jedem Fußballfan klar sein, dass Toni Kroos einer der besten Mittelfeldspieler der aktuellen Epoche ist. Dieses Faktum von zig unterschiedlichen Personen immer und immer wieder zu hören, bringt der Dokumentation und damit dem Zuschauer allerdings keinerlei Mehrwert. Zudem ist unverständlich, warum eine derart große Anzahl an Sportjournalisten zu Wort kommt, nur um die im Kern identische Aussage unterschiedlich zu verpacken.

    Bei öffentlichen Auftritten hält sich Kroos gerne zurück © BROADVIEW Pictures
    Bei öffentlichen Auftritten hält sich Kroos gerne zurück © BROADVIEW Pictures

    Wenig Abwechslung

    Nur ganz selten wagt sich die Dokumentation aus der Komfortzone hinaus. Nämlich genau dann, wenn es um die Zeiten von Toni Kroos beim FC Bayern München geht. Bei den Äußerungen von Kroos selbst und von Club-Chef Uli Hoeneß merkt man recht deutlich, dass die gemeinsame Zeit nicht nur von positiven Ereignissen konnotiert war. Genau diese Passagen sind es, die im Vorhinein der Veröffentlichung des Films für hitzige Diskussionen gesorgt haben. Aus Zuschauersicht braucht es diese Passagen jedoch unbedingt, damit Kroos nicht komplett zum Werbefilm verkommt.

    Fragwürdig ist auch, warum sich der Film dermaßen viel Zeit für das WM-Halbfinale 2014 nimmt. Dass das 7:1 gegen den Mitfavoriten Brasilien zu einem der verrücktesten Momente der WM-Geschichte gehört, dürfte sowieso im kollektiven Bewusstsein (auch von Nicht-Fußballfans) verankert sein. In einer Dokumentation über Toni Kroos hat es allerdings weder Relevanz, dass man alle deutschen Tore des Spiels wiedererlebt, noch, dass auch hier zahlreiche O-Töne von Sportjournalisten eingeblendet werden.

    Kroos beim Training mit Real Madrid © BROADVIEW Pictures
    Kroos beim Training mit Real Madrid © BROADVIEW Pictures

    Mein Fazit zu Kroos

    Ist es notwendig, dass einem 29-jährigen Fußballer eine eigene Dokumentation zu Teil wird? Diese Frage lasse ich an dieser Stelle unbeantwortet. Festzuhalten ist aber, dass auch periphere Beobachter von Toni Kroos hier nichts Neues lernen. Die Dokumentation ist eher eine fast zweistündige Lobeshymne auf einen der größten Fußballer der heutigen Zeit denn eine kritische Auseinandersetzung mit seinem Werdegang und dem Business an sich. Doch selbst wenn sie genau das sein will, so machen große inhaltliche Fragezeichen einen Strich durch die Rechnung.

    Hier gilt ganz klar: Style over substance. Sehr schade, da genau das die Antithese zum Leben und Spiel von Toni Kroos ist.

    Eine kleine Randnotiz zum Schluss: Der Film wurde mit 341.000 Euro Filmförderung aus Deutschland bedacht.

    Kroos ist seit dem 4. Juli 2019 im Kino zu sehen.


    © NFP

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